MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER

Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten vom 10. Februar bis 5. Juni 2017 eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler, sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philosophen, etwa zu Michel Foucault, führten ihn zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige Weise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet. Die Ausstellung beleuchtet in fünf Kapiteln Magrittes Auseinandersetzung mit der Philosophie. Seine Wort-Bilder reflektieren seine grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Bild und Sprache, weitere zentrale Bildformeln befassen sich mit den Legenden und Mythen der Erfindung und der Definition der Malerei. Die quasi wissenschaftliche Methode, der er in seiner Malerei folgte, bezeugt seinen Argwohn gegenüber einfachen Antworten und einem simplen Realismus. 

René Magritte, La Lampe philosophique, 1936 © VG Bild-Kunst, Bonn 2016
Große Werkschauen des belgischen Surrealisten Magritte sind seltene Ereignisse, umso mehr freue ich mich, dass die Schirn die erste große Einzelausstellung seit 20 Jahren in Deutschland präsentieren wird. Die Besucherinnen und Besucher erwartet eine Präsentation, die Magrittes vertraute Bildformeln vor dem Hintergrund der philosophischen Auseinandersetzungen seiner Zeit beleuchtet – ein Erlebnis für Auge und Geist.
Philipp Demandt, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die Schirn Kunst­halle Frank­furt widmet dem großen belgi­schen Surrea­lis­ten René Magritte eine konzen­trierte Einzel­aus­stel­lung, die sein Verhält­nis zur Philo­so­phie seiner Zeit abbil­det.

Die Schirn präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre, wie etwa das emblematische Selbstbildnis "La Lampe philosophique" (1936), "La Condition Humaine" (1948), "Les Mémoires d’un Saint" (1960), "Le Beau Monde" (1962) oder "L’Heureux Donateur" (1966). Die Ausstellung vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. dem Musée Magritte in Brüssel, dem Kunstmuseum Bern, dem Dallas Museum of Art, der Menil Collection in Houston, der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Modern Art in New York, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der National Gallery of Art in Washington D.C

René Magritte, La Condition Humaine, 1935

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MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER

03.01.2017 | Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dem großen belgischen Surrealisten vom 10. Februar bis 5. Juni 2017 eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler, sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Seine Neugier und die Nähe zu großen zeitgenössischen Philosophen, etwa zu Michel Foucault, führten ihn zu einem bemerkenswerten Schaffen, zu einer Verfremdung der Welt, die auf einzigartige Weise akkurate, meisterhafte Malerei mit konzeptuellem Denken verbindet. Die Ausstellung beleuchtet in fünf Kapiteln Magrittes Auseinandersetzung mit der Philosophie. Seine Wort-Bilder reflektieren seine grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Bild und Sprache, weitere zentrale Bildformeln befassen sich mit den Legenden und Mythen der Erfindung und der Definition der Malerei. Die quasi wissenschaftliche Methode, der er in seiner Malerei folgte, bezeugt seinen Argwohn gegenüber einfachen Antworten und einem simplen Realismus. Die Schirn präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre, wie etwa das emblematische Selbstbildnis La Lampe philosophique (Die philosophische Lampe) (1936), La Condition Humaine (So lebt der Mensch) (1948), Les Mémoires d’un Saint (Die Erinnerungen eines Heiligen) (1960), Le Beau Monde (Schöne Welt) (1962) oder L’Heureux Donateur (Der glückliche Stifter) (1966). Die Ausstellung vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen, u. a. dem Musée Magritte in Brüssel, dem Kunstmuseum Bern, dem Dallas Museum of Art, der Menil Collection in Houston, der Tate in London, dem Metropolitan Museum of Art in New York, dem Museum of Modern Art in New York, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der National Gallery of Art in Washington D.C.

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MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER, Ausstellungsansicht © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2017, Foto: Norbert Miguletz

René Magritte, La Lampe philosophique, 1936, Öl auf Leinwand, 46 x 55 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, La colère des dieux, 1960, Öl auf Leinwand, 80 x 70 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte La réponse imprévue, 1933, Öl auf Leinwand, 82 x 54,4 cm, Royal Museums of Fine Arts of Belgium, Brussels, Foto: J. Geleyns - Ro scan / Charly Herscovici, with his kind authorization – c/o SABAM-ADAGP, 2016 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, La main heureuse, 1953, Öl auf Leinwand, 50,5 x 65 cm, Collection Diane SA, Foto: Nicolas Giudice – Objectif- Fontaine –l’Evêque (Belgium) © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, La lecture défendue, 1936, Öl auf Leinwand, 54,4 x 73,4 cm, Royal Museums of Fine Arts of Belgium, Brussels, Foto: J. Geleyns - Ro scan / Charly Herscovici, with his kind authorization – c/o SABAM-ADAGP, 2016 © VG Bild-Kunst, 2017

René Magritte, L'Heureux donateur, 1966, Öl auf Leinwand, 55,5 x 45,5 cm, Musée d'Ixelles-Brussels, Photo: Mixed Media © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, La Condition Humaine, 1935, Öl auf Leinwand, 54 x 73 cm, Norfolk Museums Service (accepted by HM Government in lieu of tax and allocated to Norwich Castle Museum & Art Gallery) © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, Variante de la tristesse, 1957, Öl auf Leinwand, 50 x 60 cm, Kerry Stokes Collection, Perth, Foto: Acorn Photo, Perth © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, This is not a pipe, 1935, Öl auf Leinwand, 27 × 41 cm, Privatsammlung © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, Les Amants, 1928, Öl auf Leinwand, 54 x 73.4 cm, New York, Museum of Modern Art (MoMA), Gift of Richard S. Zeisler © 2017 Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, Les Mémoires d’un saint, 1960, Öl auf Leinwand, 80 x 99,7 cm, The Menil Collection, Houston © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, L’Art de la conversation, 1950, Öl auf Leinwand, 51.4 × 59.1 cm, New Orleans Museum of Art, Gift of William H. Alexander, 56.61 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, Le palais de rideaux III, 1928/29, Öl auf Leinwand, 81.2 x 116.4 cm, The Sidney and Harriet Janis Collection© 2017 Digital image, The Museum of Modern Art, New York/Scala, Florence/VG Bild-Kunst, Bonn 2017

René Magritte, Le beau monde, 1962, Öl auf Leinwand, 100 x 81 cm, Privatsammlung, Courtesy Sotheby’s © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Duane Michals, Magritte (Coming and Going), 1965 © Duane Michals, Courtesy of DC Moore Gallery, New York

Der Katalog zur Ausstellung

Magritte. Der Verrat der Bilder.

Herausgegeben von Didier Ottinger. Vorwort von Philipp Demandt, Essays von Jan Blanc, Barbara Cassin, Michel Draguet, Jacqueline Lichtenstein, Didier Ottinger, Klaus Speidel und Victor I. Stoichita, Deutsche Ausgabe, 208 Seiten, 157 farbige Abbildungen, Prestel Verlag, 2017, ISBN 978-3-7913-6723-1, Preis: 35 € (SCHIRN Kasse), 39,95 € (Buch­han­del)