What’s Cooking Weihnachtsspecial: Dada-Kekse à la Suzanne Duchamp

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Treue What’s-Cooking Leser*innen erinnern sich vielleicht daran, dass wir vor einigen Jahren zur Weihnachtszeit von Künstler*innen inspirierte Kekse gestaltet haben.
In Anlehnung an das Leben und Werk von Dorothy Iannone, Gilbert & George oder Donald Judd entstanden damals eine Reihe unkonventioneller Plätzchen: Lebkuchen mit Nippeln, Weckmänner mit Krawatte und geometrische Spekulatiusobjekte mit bunter Karamellfüllung.

Dieses Jahr haben wir das Konzept anlässlich der aktuellen Suzanne Duchamp-Ausstellung noch einmal aufgegriffen und Plätzchen gebacken, die das wunderbare Farb- und Formenspiel der Pionierin der Dada-Bewegung widerspiegeln. Dabei haben wir uns besonders von drei Werken inspirieren lassen: „Multiplication Brisée et Rétablié“ (Zerbrochene und wiederhergestellte Multiplikation) von 1918/19; „Radiation de deux seuls éloignés“ (Strahlung von zwei entfernten Einzelpersonen) von 1916–1920 und „Construction“ (Konstruktion) von 1913.

So komplex die Titel auch klingen, so einfach ist unsere Interpretation in Form von essbaren Kekswerken – sie können von Hobbybäcker*Innen in jedem Alter umgesetzt werden. Getreu den Prinzipien des Dadaismus solltet ihr die Duchamp-Kekse am besten in Ko-Kreation herstellen, unerwartete Ergebnisse feiern und nicht vergessen zu improvisieren!

Abstrakte Komposition mit geometrischen Formen und Texten in verschiedenen Farben und Texturen.
Suzanne Duchamp, Multiplication Brisée et Rétablié (Zerbrochene und wiederhergestellte Multiplikation), 1918/19, Öl und Silberpapier auf Leinwand, 61 × 50 cm
bpk / The Art Institute of Chicago / Art Resource, NY / © Suzanne Duchamp / VG Bild-Kunst, Bonn 2025
Suzanne Duchamp, Radiation de deux seuls éloignés (Strahlung von zwei entfernten Einzelpersonen), 1916–1920, Öl, Goldfarbe, Schnur, Wachs, Plastik, Glasperlen und Stanniol auf Leinwand, 73,1 x 50 cm
Abbildung via kunsthaus.ch
Abstrakte Stadtlandschaft mit geometrischen Formen, grauen Gebäuden, Strommasten und warmen Farben.
Suzanne Duchamp, Construction (Konstruktion) / Paysage Urbain (Stadtlandschaft), 1913, Öl auf Leinwand, 89 × 130 cm
Privatsammlung / © Suzanne Duchamp / VG Bild-Kunst, Bonn 2025

Dada-Kekse à la Suzanne Duchamp

Zutaten (für ca. 40 Kekse)

  • 200 g Butter, Zimmertemperatur
  • 100 g weißer Zucker
  • 1 Ei (Gr. M)
  • 300 g Mehl (Weizenmehl Typ 405)
  • Salz (eine Prise)

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Die Butter in Stücke schneiden und in eine Rührschüssel geben. Zucker, Ei, Mehl und Salz hinzufügen und zu einem Teig verkneten.

Den Teig zu einer Kugel formen, in Folie wickeln und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche etwa 5 mm dick ausrollen. Zwischen zwei Lagen Backpapier lässt sich der Teig gut ausrollen, ohne festzukleben.

Zum Ausstechen der Duchamp-typischen Formen eignen sich runde Ausstecher (etwa Ø 5 cm und 9 cm). Aus den Kreisen lassen sich mit der gleichen Ausstechform ganz einfach Viertelmonde machen. Rechteckige und dreieckige Kekse kann man ganz einfach mit einem Lineal und einem scharfen Messer machen.

Falls der Teig zwischendurch zu weich wird, einfach kurz ins Gefrierfach legen.

Die Plätzchen auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech bei 180 °C etwa 10 Minuten goldbraun backen. Abkühlen lassen.

Eine Person betrachtet Kunstwerke auf einem Laptop, nebenan liegen verschiedene Kekse und Malutensilien.
Foto: Genevieve Thurston
Person mischt verschiedene Zutaten in einer Schüssel auf einem Tisch mit Metallbehältern und Löffeln.
Foto: Genevieve Thurston

Glasur

Glasur

Grundrezept für die Zuckerglasur:

  • 240 g Puderzucker
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1–2 EL Wasser (heiß)
  • 2–5 Tropfen Lebensmittelfarbe, je nach gewünschter Intensität

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Puderzucker und Zitronensaft verrühren und nach und nach Wasser hinzufügen, bis die Glasur eine dickflüssige Konsistenz erreicht hat (sie sollte einen Löffelrücken gleichmäßig überziehen).

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Farben

Die farbigen Glasuren für unsere Duchamp-Kekse haben wir mit pflanzlichen Zutaten selbst hergestellt. Das geht ganz einfach und ergibt wunderschöne Farbtöne!

Wir haben folgende Zutaten verwendet:

  • Matchapulver (Grün)
  • Kurkumapulver (Gelb)
  • Rote Bete Saft (Rosa bis Dunkelrot, mit etwas Natron vermischt Blau)
  • Himbeeren (püriert, aufgekocht und durch ein Sieb gepresst für ein helles Rot)
  • Zimt (Braun)
  • Schwarzer Kakao (Schwarz, Grau)
  • Karottensaft (Orange)

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Jeweils kleine Portionen der weißen Glasur abnehmen und mit den unterschiedlichen Farbstoffen vermengen. Beim Anmischen sollte man sich sehr langsam zum gewünschten Farbton herantasten – der erscheint oft schneller, als man denkt!

Zum Auftragen der Glasuren eignet sich ein flacher Pinsel.

Sollte die Glasur während des Dekorierens austrocknen, kann man sie mit ein paar Tropfen Wasser wieder flüssiger machen.

Zusätzlich zu den Glasuren haben wir bunte Zuckerbuchstaben benutzt – die findet man im Supermarkt oft neben den Zuckerstreuseln und -perlen.

Wenn die Glasur komplett getrocknet ist, sind die Plätzchen fertig und können zu einem Kunstwerk arrangiert (oder direkt aufgegessen werden).

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Wir wünschen euch viel Spaß in der dadaistischen Plätzchenbäckerei und eine kreative Vorweihnachtszeit!

Und falls ihr Lust habt, Fotos eurer Keks-Kreationen mit uns zu teilen, taggt uns auf Instagram (@schirnkunsthalle) – wir würden uns freuen!

Bunt dekorierte Kekse auf einem Gitter, umgeben von Schüsseln mit Zuckerguss und Zutaten.
Foto: Genevieve Thurston
Hände legen frisch gebackene Kekse auf ein Kühlgitter, damit sie abkühlen können.
Foto: Genevieve Thurston
Bunte, geometrische Kekse liegen auf einem Holzbrett, einige sind mit Schriftzügen verziert.
Foto: Genevieve Thurston

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