Grüne Plätze in Frankfurt

14.08.2018

4 min Lesezeit

Palmen hinter Bauzäunen, wuchernde Rosengärten und Liebesbotschaften am Platanenbaum. Wir haben grüne Plätze in Frankfurt gesucht – und gefunden.

Grüne Plätze in Frankfurt: Wer den Begriff googelt, stößt erstmal auf die zahlreichen Stadtparks oder Wanderrouten im Frankfurter Umland. Doch es gibt noch ganz andere Grünflächen, Pflanzen und Blumenoasen mitten in der Frankfurter Innenstadt zu entdecken, von der Berger Straße über das Bahnhofsviertel bis hin zum Westhafen. Die hat Neven Allgeier für uns fotografisch festgehalten.

Rosengärtchen an der Berger Straße

Die Berger Straße in Frankfurt ist lang. Erstaunlich lang. Folgt man ihrem Straßenverlauf bis zur Kreuzung am Fünffingerplätzchen, dorthin, wo Apfelweinkneipen die Dönerbuden und Thai Imbisse ablösen, entdeckt man ein verstecktes Rosengärtchen. Ganz friedlich und unbeeindruckt von der Szenerie wuchert es hier vor sich hin.

Grüner Rosenbogen mit Pflanzen umrahmt den Eingang eines Gebäudes, umgeben von einem Zaun.
Foto: Neven Allgeier

Blumenoase im Bethmannpark

Zurück auf Anfang: Am unteren Ende der Berger Straße liegt wohl eine der schönsten Blumenoasen Frankfurts. Hier flanierte schon Goethe auf und ab, bevor Familie von Bethmann den Patriziergarten 1783 erwarb. Im alten Gewächshaus des Bethmannparks kann man Blumendoktor Klaus Kugler einen Besuch abstatten. Sein Rat ist kostenfrei.

Grüne, große Blätter einer Pflanze mit glänzender Oberfläche, im Hintergrund weitere Pflanzen und eine morsche Wand.
Foto: Neven Allgeier
Orangefarbene Lilienblüten im Sonnenlicht, umgeben von grünem Laub im Hintergrund.
Foto: Neven Allgeier

Ewige Liebe an der Konsti

J & M. 9.5.2013. Eine Liebe für die Ewigkeit, zumindest für die Platane mit der Nr. 52 an der Konstablerwache. Ihr Baumstamm musste vor fünf Jahren dran glauben. Und die Botschaft trotzt noch immer der abblätternden Rinde.

Nahaufnahme eines Baumes mit einer gravierten Initiale und Zahlen, im Hintergrund ist ein Baumplatz zu sehen.
Foto: Neven Allgeier
Baumstamm mit abblätternder Rinde und grünem Schild mit Nummer 52. Im Hintergrund sind Fenster eines Gebäudes zu sehen.
Foto: Neven Allgeier

Ein Dachgarten wie aus dem 3D-Drucker

Wer hätte das gedacht. Auf dem Dach des Einkaufszentrums Skyline Plaza gibt es eine weit angelegte Grünfläche, den „Skyline Garden“. Unter Kiefern, Himalayabirken und Platanen kann man hier großstädtischen Rooftop-Flair einatmen und die Spitzen der Frankfurter Skyline aus sicherer Distanz beobachten.

Grüner Baumzweig im Vordergrund, moderne Gebäude und Stadtlandschaft bei Sonnenuntergang im Hintergrund.
Blühende Pflanzen im Vordergrund, moderne Hochhäuser dahinter, erhellt von einem blauen Himmel.

Blumen im Bahnhofsviertel

Plötzlich waren sie da. Und ehe wir uns versahen, auch schon wieder weg. Drei Blumentöpfe. Mitten auf dem Gehweg vor dem Plank, der Bar im Frankfurter Bahnhofsviertel, die sonst eher auf schwarze Schlichtheit setzt. Erste Spuren von Guerilla Gardening oder einfach nur liebevolle Sommerdekoration?

Weißes Auto neben blühenden Pflanzen in hexagonalen Betontöpfen auf einer gepflasterten Straße.
Foto: Neven Allgeier

Vergessene Baustelle am Westhafen

Schon in den neunziger Jahren wurde der Frankfurter Westhafen konzipiert. Luxuswohnungen, Restaurants und ein Yachthafen haben sich seitdem angesiedelt. Nur eine schmale Mole trennt das Hafenbecken vom Main. Läuft man den so bildlich betitelten Karpfenweg bis zur Spitze, tut sich jedoch eine ganz andere Welt auf. Hier stehen vergessene Bauzäune und von Spinnenweben verklebter Schilf, aus denen nachts Rattenaugen hervorblitzen.

Blick auf einen Kanal mit Booten, modernen Gebäuden und Kränen während des Sonnenuntergangs.
Foto: Neven Allgeier
Kopfsteinpflasterpfade führen zum Wasser, beleuchtet von Straßenlaternen, umgeben von Bäumen und einem Zaun im Abendlicht.
Foto: Neven Allgeier
Helle Pampasgräser vor dunklem Hintergrund mit unscharfem Bauwerk im Hintergrund.
Foto: Neven Allgeier

Ein Teich in Mitten von Skyscrapern

Im Zentrum der sich gegenseitig überragenden Banken, umgeben vom rauschenden Verkehr und eiligen Geschäftstüchtigen, hat Künstler Andreu Alfaro 1986 „Die Welt“ errichtet. Die 10 Meter hohe Plastik überspannt wie ein Fächer den Fußgängersteg zur DZ-Bank, der wiederum einen kleinen Teich überbrückt. Eine Oase en miniature auf dem Platz der Republik.

Grüne Pflanzen mit blühenden Spitzen vor einer großen Fensterfront, die den Innenraum eines Gebäudes zeigt.
Foto: Neven Allgeier
Moderne Brücke über ein Gewässer mit kleinen Springbrunnen und üppigem Grün am Ufer.
Foto: Neven Allgeier

Frankfurts schönster Schattenplatz

2014 wurde Frankfurt als „Europäische Stadt der Bäume“ ausgezeichnet. Einer der schönsten und ältesten Vertreter in der Innenstadt ist die Platane am Fischerplätzchen, die von den umgebenden Bars und Cafés alle Blicke auf sich lenkt und immer einen Schattenplatz garantiert. Dort hat sie zeitweilig auch einen kleinen Freund gefunden. Der wuchs nicht aus dem Asphalt, sondern aus einer Holzkiste.

Baumstamm auf Asphalt, umgeben von Blättern und Holzspänen. Licht und Schatten erzeugen eine faszinierende Tiefe.
Ein kahler Baumstamm in einem rechteckigen Topf vor einem Fenster.