Die SCHIRN widmet sich der Faszination der Spionage als Quelle künstlerischer Inspiration

WE NEVER SLEEP

26. Juni – 27. September 2020

Können Sie den Besucher der Ausstellung streng vertraulich behandeln? Die Faszinationskraft der Spionage stellt auch immer eine Quelle künstlerischer Inspiration dar und so wundert es nicht, dass sich international zahlreiche Künstlerinnen und Künstler mit den Strategien der Geheimhaltung in ihren Werken beschäftigen. So glamourös Spioninnen und Spione in der Populärkultur präsentiert werden, so gesellschaftlich brisant sind ihre in verdeckten Aktionen gewonnenen Informationen. Wurden in der Vergangenheit Einzelpersonen oder Staaten durch nationale Regierungen ausgespäht, machen in Zeiten der digitalen Kommunikation Bürger Staatsgeheimnisse öffentlich oder Whistleblower prangern die Ausspionierung der Bevölkerung durch die eigene Regierung an. Zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler behandeln in ihren Werken Aspekte der Spionage wie Überwachung, Paranoia, Bedrohung und Tarnung, Kryptographie, Manipulation, Kaltblütigkeit und Verrat. Mit einer Vielzahl künstlerischer Strategien sowie erstaunlichen Objekten wird in der Ausstellung die „goldene Zeit“ der Spionage während des Kalten Krieges genauso sichtbar wie die aktuelle Verhandlung der medialen Durchleuchtung.