DOUBLE FEATURE

Das monatliche Veranstaltungsformat Double Feature versteht sich als Plattform für verschiedene Tendenzen und Ausdrucksformen des Films in der aktuellen Kunstproduktion. Seit über sechs Jahren lädt die SCHIRN nationale und internationale Film- und Videokünstlerinnen und -künstler ein, eine Arbeit aus ihrem eigenen Werk vorzustellen, gefolgt von einem Film ihrer Wahl. Im Gespräch mit den Kuratoren Katharina Dohm und Matthias Ulrich sowie mit Gastkuratoren geben sie einen umfassenden Einblick in ihr Schaffen und insbesondere in ihr filmisches Interesse. Es konnten bereits Film- und Videoarbeiten von über 60 Künstlerinnen und Künstler gezeigt werden. Im Jahr 2019 erwarten das Publikum u. a. Beiträge von Pedro Barateiro, Liv Schulman, und Mario Pfeifer. Die Videoarbeiten und Gespräche mit bisher beteiligten Künstlerinnen und Künstler wie etwa Monira Al Qadiri, Bianca Baldi, Eli Cortiñas, Gery Georgieva, Beatrice Gibson, Andrew Norman Wilson, Lili Reynaud-Dewar, Ani Schulze, Timur Si-Qin, Paul Spengemann, Pilvi Takala und Holly Zausner sind unter dem Titel „Double Feature Conversations“ über den YouTube-Kanal der SCHIRN abrufbar. Das SCHIRN MAGAZIN bietet zudem mit dem redaktionellen Schwerpunkt Video Art regelmäßig diskursive Beiträge, die die Reihe Double Feature begleiten.

FILMSTILL AUS VIDEOARBEIT. "L'OBSTRUCTION", 2017 © LIV SCHULMAN

DEMNÄCHST: LIV SCHULMAN

Wort­schwalle zur Kunst, zur libe­ra­len Markt­wirt­schaft, zur Marxi­mus­kri­tik oder zur Psycho­the­ra­pie spru­deln aus den mono­lo­gi­sie­ren­den Prot­ago­nis­ten in den Filmen, Perfor­man­ces und Roma­nen der argen­ti­ni­schen Künst­le­rin Liv Schul­man (1985). Die Bedeu­tung des Gesag­ten verliert sich in Phra­sen, wird entfrem­det und mündet letzt­end­lich in der ausweg­lo­sen Suche nach Sinn.

Double Feature versteht sich als Plattform für ganz unterschiedliche Tendenzen und Ausdrucksformen der künstlerischen Filmproduktion sowie der Gegenüberstellung bekannter und weniger bekannter Positionen.

FILMSTILL AUS VIDEOARBEIT. "THE OPENING MONOLOGUE"©PEDRO BARATEIRO AND NETWERK AALST, 2018

PEDRO BARATEIRO

Sprache, Technologie, Information, Distribution – Pedro Barateiro nimmt mit seinen Filmen, Skulpturen, Performances und Installationen die Mechanismen und Strukturen postkapitalistischer Gesellschaften in den Blick, die sich in Vorstellungen, Gedanken und den Alltag einschreiben. Ausgehend von Motiven der Popkultur, historischen Fakten, literarischen und theoretischen Texten sowie anderen Materialien untersucht der Künstler, wie konstruierte Narrative unsere Realität beeinflussen und manipulieren.

MARIO PFEIFER

Mit einem kultur­an­thro­po­lo­gi­schen Blick erkun­den Mario Pfei­fers Video­ar­bei­ten die Verflech­tun­gen von Iden­ti­tät und Kultur mit den sozio­öko­no­mi­schen und -poli­ti­schen Struk­tu­ren verschie­dens­ter Gesell­schaf­ten, häufig ausge­hend von einer Zusam­men­ar­beit mit loka­len Prot­ago­nist/innen. Dabei hinter­fra­gen Pfei­fers Arbei­ten, die zwischen doku­men­ta­ri­schem Ansatz und ästhe­ti­scher Insze­nie­rung balan­cie­ren, zugleich die ihnen zugrun­de­lie­gen­den Konven­tio­nen visu­el­ler, filmischer Reprä­sen­ta­tion.