WE NEVER SLEEP

24. September 2020 - 10. Januar 2021

So glamou­rös Spio­nin­nen und Spione in der Popu­lär­kul­tur präsen­tiert werden, so gesell­schaft­lich brisant sind ihre in verdeck­ten Aktio­nen gewon­ne­nen Infor­ma­tio­nen. Beim Spionieren geht es um die unberechtigte Beschaffung geheimen Wissens oder vertraulicher Angaben. Wurden in der Vergangenheit Einzelpersonen oder Staaten durch nationale Regierungen ausgespäht, machen in Zeiten der digitalen Kommunikation Bürger Staatsgeheimnisse öffentlich oder Whistleblower prangern die Ausspionierung der Bevölkerung durch die eigene Regierung an. Vor diesem Hintergrund erwacht ein neues Interesse an den Strategien der Geheimhaltung.

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, Simon Denny, Modded Server-Rack Display with David Darchicourt Commissioned Map of Aeotearoa New Zealand 2015 (Detail), © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

Die Schirn widmet der Faszinationskraft der Spionage eine internationale Gruppenausstellung und beleuchtet sie als Quelle künstlerischer Inspiration. 

Die rund 70 in der Schirn präsentierten Gemälde, Fotografien, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, behandeln Aspekte der Spionage wie Überwachung, Paranoia, Verschwörungstheorie, Bedrohung und Tarnung, Kryptographie, Manipulation oder Propaganda. Zu sehen sind Werke von rund 40 zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstler, darunter Simon Denny, Thomas Demand, Stan Douglas, Dora García, Rodney Graham, Gabriel Lester, Jill Magid, Metahaven, Trevor Paglen, Cornelia Schleime, Noam Toran, Suzanne Treister sowie Nomeda & Gediminas Urbonas. Mit einer Vielzahl künstlerischer Strategien sowie erstaunlichen Objekten wird in der Ausstellung die Hochzeit der Spionage während des Kalten Krieges genauso sichtbar wie die aktuelle Verhandlung der medialen Durchleuchtung.

Die Ausstellung wurde initiiert und konzipiert von Cristina Ricupero und Alexandra Midal

Thomas Demand, Badezimmer / Bathroom, 1997, C-Print/ Diasec, 160 x 122 cm, © Thomas Demand, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

PRESSETERMINE


Booklet zur Ausstellung "We Never Sleep"

22.09.2020 | „We Never Sleep“ beleuchtet das Thema Spionage durch das Prisma zeitgenössischer Kunst und Gestaltung – vom Beginn des 20. Jahrhunderts über das „goldene Zeitalter“ im Kalten Krieg bis zum aktuellen Kontext medialer Überexponierung. Die Ausstellung trägt anspruchsvolle Werke zusammen und umfasst vielfältige künstlerische Strategien. Neue und schon vorhandene Projekte sowie eine Sammlung unerwarteter Objekte finden dabei auf unorthodoxe Weise Eingang in die Ausstellung.

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Presseinformation zur Ausstellung "We Never Sleep"

31.08.2020 | Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet vom 24. September 2020 bis 10. Januar 2021 der Faszination für die Spionage eine internationale Gruppenausstellung und beleuchtet sie als aktuelle Quelle künstlerischer Inspiration.

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Rahmenprogramm zur Ausstellung "We Never Sleep"

22.09.2020 | Während der Laufzeit der Ausstellung findet ein vielseitiges Rahmenprogramm statt. Einige Höhepunkte des Programms bilden die folgenden Veranstaltungen.

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WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, Simon Denny, Modded Server-Rack Display with David Darchicourt Commissioned Map of Aeotearoa New Zealand 2015 (Detail), © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, Henrike Naumann, Tag X (Detail), © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

WE NEVER SLEEP, Ausstellungsansicht, Metahaven, The Sprawl: Propaganda about Propaganda, 2016, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2020, Foto: Norbert Miguletz

Thomas Demand, Badezimmer / Bathroom, 1997, C-Print/ Diasec, 160 x 122 cm, © Thomas Demand, VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Rodney Graham, Newspaper Man, 2017, Painted aluminum lightbox with transmounted chromogenic transparency, 181,9x136,2x17,8cm, Museum Voorlinden, Wassenaar (Niederlande)

Jill Magid, I Can Burn Your Face: Miranda IV (Detail), 2019, Bridget Donahue, New York, Courtesy the artist and LABOR, Mexico City

Trevor Paglen, Control Tower (Area 52); Tonopah Test Range, NV; Distance ~ 20 miles; 11:55 a.m., 2006, C-Print, © Trevor Paglen, Courtesy of the artist, Metro Pictures, New York, Altman Siegel, San Francisco

Cornelia Schleime, Ich halte doch nicht die Luft an, 1982, Foto: Bernd Hiepe

Noam Toran, Still from If we never meet again, 2010, Courtesy the artist, Foto: Per Tingleff

Katalog der Ausstellung

Eine Ausstellung über die Faszination der Spionage in der Gegenwartskunst

Beim Spionieren geht es um die unberechtigte Beschaffung geheimen Wissens oder vertraulicher Angaben. Wurden in der Vergangenheit Einzelpersonen oder Staaten durch Regierungen ausgespäht, machen in Zeiten der digitalen Kommunikation Bürger Staatsgeheimnisse öffentlich oder Whistleblower prangern das Ausspionieren der Bevölkerung durch die eigene Regierung an. Die Ausstellung beleuchtet das Thema der Spionage durch das Prisma zeitgenössischer Kunst und Gestaltung und behandelt Aspekte wie Überwachung, Paranoia, Verschwörungstheorie, Bedrohung und Tarnung, Kryptografie, Manipulation oder Propaganda.

Mit Texten von Jörg Heiser, Jelena Martinovic, Marina Otero Verzier, Cristina Ricupero, Noam Toran und Wladimir Velminski sowie Faksimiles bereits erschienener Textbeiträge von Ulrike Knöfel, Metahaven, Joanna Moorhead und Jonas Staal.