MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940

5. Februar — 16. Mai 2021

Uralte Wälder in entlegenen Regionen, majestätische Ansichten der Arktis, die Magie der Nordlichter: Die Malerei der kanadischen Moderne entwirft ein mythisches Kanada. Voller bildnerischer Experimentierfreude reisten Anfang des 20. Jahrhunderts Künstlerinnen und Künstler wie Franklin Carmichael, Emily Carr, J. E. H. MacDonald, Lawren S. Harris, Edwin Holgate, Arthur Lismer, Tom Thomson oder F. H. Varley aus den Städten tief hinein in die Natur, auf der Suche nach einem neuen malerischen Vokabular für die kulturelle Identität der jungen Nation.

In einer verführerischen visuellen Sprache verkörpern diese Gemälde und Skizzen den Traum einer „neuen“ Welt und zeichnen ein Idyll der überwältigenden Landschaft jenseits der Realität der indigenen Bevölkerung und des modernen Stadtlebens sowie der expandierenden industriellen Nutzung der Natur.

J.E.H. MacDonald. The Beaver Dam, 1919. Oil on canvas, Art Gallery of Ontario. Gift from the Reuben and Kate Leonard Canadian Fund, 1926. Photo © Art Gallery of Ontario, 840.

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert die Malerei der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive und zeigt erstmals in Deutschland Hauptwerke aus den großen Sammlungen Kanadas.

Anlässlich des Ehrengastauftritts Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse beleuchtet die umfassende Ausstellung mit rund 80 Gemälden und 40 Skizzen sowie Fotografien, Filmen und Dokumentationsmaterial die in Kanada überaus populären Werke der Künstlerinnen und Künstler rund um die Group of Seven. Dabei werden sie einer kritischen Revision unterzogen, indem indigene Perspektiven einbezogen und Fragen der nationalen Identitätsbildung aufgeworfen werden.

Tom Thomson. The West Wind, Winter 1916-1917. Oil on canvas, Art Gallery of Ontario. Gift of the Canadian Club of Toronto, 1926. Photo © Art Gallery of Ontario, 784.

Presseinformation zur Ausstellung

17.09.2020 | Anlässlich des Ehrengastauftritts Kanadas auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Malerei der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive und zeigt erstmals in Deutschland Hauptwerke aus den großen Sammlungen Kanadas.

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Lawren S. Harris. Lake and Mountains, 1928. Oil on canvas, Art Gallery of Ontario. Gift from the Fund of the T. Eaton Co. Ltd. for Canadian Works of Art, 1948. Courtesy of the Estate of Lawren S. Harris. © Family of Lawren S. Harris, Photo Art Gallery of Ontario, 48/8.

Emily Carr, Blunden Harbour, ca. 1930, Oil on canvas, 129.8 x 93.6 cm, National Gallery of Canada, Ottawa, Foto: NGC

J.E.H. MacDonald. The Beaver Dam, 1919. Oil on canvas, Art Gallery of Ontario. Gift from the Reuben and Kate Leonard Canadian Fund, 1926. Photo © Art Gallery of Ontario, 840.