MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940

verlängert bis 29. AUGUST 2021

Uralte Wälder in entlegenen Regionen, majestätische Ansichten der Arktis, die Magie der Nordlichter: Die Malerei der kanadischen Moderne entwirft ein mythisches Kanada. Voller bildnerischer Experimentierfreude reisten Anfang des 20. Jahrhunderts Künstlerinnen und Künstler wie Franklin Carmichael, Emily Carr, J. E. H. MacDonald, Lawren S. Harris, Edwin Holgate, Arthur Lismer, Tom Thomson oder F. H. Varley aus den Städten tief hinein in die Natur, auf der Suche nach einem neuen malerischen Vokabular für die kulturelle Identität der jungen Nation.

In einer verführerischen visuellen Sprache verkörpern diese Gemälde und Skizzen den Traum einer „neuen“ Welt und zeichnen ein Idyll der überwältigenden Landschaft jenseits der Realität der indigenen Bevölkerung und des modernen Stadtlebens sowie der expandierenden industriellen Nutzung der Natur.

Lawren S. Harris (1885 -1970) Mt. Lefroy, 1930, Öl auf Leinwand, 133.5 x 153.5 cm, Ankauf 1975, McMichael Canadian Art Collection, 1975.7 © Family of Lawren S. Harris

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert die Malerei der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive und zeigt erstmals in Deutschland Hauptwerke aus den großen Sammlungen Kanadas.

Die umfassende Ausstellung beleuchtet mit rund 90 Gemälden und Skizzen sowie Videoarbeiten und dokumentarischem Material die in Kanada überaus populären Werke der Künstlerinnen und Künstler rund um die Group of Seven. Dabei wird ihr künstlerisches Wirken auch einer kritischen Revision unterzogen, indem aktuelle Indigene Perspektiven, u. a. der Algonquin-französischen Künstlerin Caroline Monnet oder der Anishinaabe-Filmemacherin Lisa Jackson einbezogen werden.

Tom Henderson, Hereditary Chief, 'Nakwaxda'xw First Nation, aus dem Film "How A People Live", Lisa Jackson (Dir.) © Gwa'sala and 'Nakwaxda'xw First Nations 2013

ONLINE PROGRAMM

Zur Ausstellung gibt es ein umfassendes Online - Programm für Erwachsene, Familien und Schulen, u.a. ein DIGITORIAL, neue SCHIRN WEBINARE und LIVE VERANSTALTUNGEN.

CAROLINE MONNET

Transatlantic

Parallel zur Ausstellung präsentiert die Algonquin-Französische Künstlerin Caroline Monnet in der öffentlich zugänglichen Rotunde der Schirn die immersive Videoinstallation "Transatlantic".


Presseinformation zur Ausstellung "Magnetic North"

08.02.2021 | Die Schirn Kunsthalle Frankfurt beleuchtet die Malerei der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive und zeigt erstmals in Deutschland Hauptwerke aus den großen Sammlungen Kanadas

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Online Programm zur Ausstellung "Magnetic North"

28.05.2021 | Zur Ausstellung bietet die Schirn Kunsthalle Frankfurt ein umfangreiches digitales Bildungs- und Vermittlungsprogramm an

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Wandtexte zur Ausstellung "Magnetic North"

01.06.2021 | Die umfassende Präsentation beleuchtet mit rund 90 Gemälden und Skizzen sowie Videoarbeiten und dokumentarischem Material die in Kanada überaus populären Werke der Künstlerinnen und Künstler rund um die sogenannte Group of Seven aus Toronto

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CRITICAL LAND. Der neue Schirn-Podcast zu den Ausstellungen "Magnetic North" und "Caroline Monnet"

01.06.2021 | Mit der neuen englischsprachigen Podcast-Reihe CRITICAL LAND stellt die Schirn Kunsthalle Frankfurt aktuelle Indigene Perspektiven auf Kunst, Natur, Dekolonisierung und Klimawandel vor.

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Film zur Ausstellung

Zur Ausstel­lung wurde umfang­rei­cher Video­con­tent produ­ziert, den wir Ihnen gerne kosten­frei für Ihre aktu­elle redak­tio­nelle Bericht­er­stat­tung zur Verfü­gung stel­len. Zudem bieten wir Ihnen für Ihre eige­nen Produk­tio­nen umfang­rei­ches Footage-Mate­rial in HD-Quali­tät an. Sie können es direkt bei uns anfor­dern.

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

MAGNETIC NORTH. MYTHOS KANADA IN DER MALEREI 1910-1940, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2021, Foto: Norbert Miguletz

Franklin Carmichael. Autumn Hillside, 1920. Öl auf Leinwand, Schenkung der J.S. McLean Collection, Toronto, 1969; gestiftet von der Ontario Heritage Foundation, 1988. © Art Gallery of Ontario L69.16

Emily Carr, Blunden Harbour, ca. 1930, Öl auf Leinwand, 129.8 x 93.6 cm, National Gallery of Canada, Ottawa, Foto: NGC

Emily Carr. Trees in the Sky, 1939. Öl auf Leinwand, 111.6 × 68.7 cm, Schenkung von Richard M. Ivey, 2008. Foto © Art Gallery of Ontario 2008/224

Lawren S. Harris (1885 -1970) Icebergs, Davis Strait, 1930 oil on canvas1 21.9 x 152.4 cm Gift of Mr. and Mrs. H. Spencer Clark McMichael Canadian Art Collection 1971.17 © Family of Lawren S. Harris

Lawren S. Harris (1885 -1970) Mt. Lefroy, 1930, oil on canvas 133.5 x 153.5 cm, Purchase 1975, McMichael Canadian Art Collection, 1975.7 © Family of Lawren S. Harris

Tom Henderson, Hereditary Chief, 'Nakwaxda'xw First Nation, aus dem Film "How A People Live", Lisa Jackson (Dir.) © Gwa'sala and 'Nakwaxda'xw First Nations 2013

A.Y. Jackson, Terre Sauvage, 1913, Öl auf Leinwand, 128.8 x 154.4 cm, erstanden 1936, National Gallery of Canada, Ottawa, Foto: NGC, VG Bild-Kunst, Bonn 2021

J.E.H. MacDonald. The Beaver Dam, 1919. Öl auf Leinwand, Art Gallery of Ontario. Schenkung des Reuben und Kate Leonard Canadian Fonds, 1926. Foto © Art Gallery of Ontario, 840.

J.E.H. MacDonald. Falls, Montreal River, 1920. Öl auf Leinwand, 121.9 x 153 cm. Kauf 1933. Foto © Art Gallery of Ontario 2109

Caroline Monnet, Mobilize, 2015, Single Channel Video, 3 Min., Filmstill, National film board of Canada, © Caroline Monnet

Tom Thomson (1877 -1917) Abandoned Logs, 1915 oil on board 21.6 x 26.6 cm Purchase 1974 McMichael Canadian Art Collection 1974.3

Tom Thomson, Claremont, Ontario, 1877 - Canoe Lake, Ontario, 1917, Northern Lights, About 1916-1917, Öl auf Holz, The Montreal Museum of Fine Arts, Kauf, A. Sidney Dawes Fonds, Foto MMFA, Jean-François Brière

Tom Thomson. The West Wind, Winter 1916-1917. Oil on canvas, Art Gallery of Ontario. Gift of the Canadian Club of Toronto, 1926. Photo © Art Gallery of Ontario, 784.

Digitorial® zur Ausstellung "Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940", © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Foto: Norbert Miguletz

Webinar zur Ausstellung "Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940", © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Foto: Norbert Miguletz

Digitorial® zur Ausstellung "Magnetic North. Mythos Kanada in der Malerei 1910-1940", © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Foto: Norbert Miguletz

SCHIRN PODCAST „CRITICAL LAND“, Carmen Robertson, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Illustration: Oriana Fenwick

SCHIRN PODCAST „CRITICAL LAND“, Caroline Monnet, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Illustration: Oriana Fenwick

SCHIRN PODCAST „CRITICAL LAND“, Jocelyn Joe-Strack, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Illustration: Oriana Fenwick

SCHIRN PODCAST „CRITICAL LAND“, Jessica Johns, © Schirn Kunsthalle Frankfurt 2021, Illustration: Oriana Fenwick

Katalog der Ausstellung

Die Ikonen der kanadischen Moderne aus aktueller Perspektive

Uralte Wälder in entle­ge­nen Regio­nen, majes­tä­ti­sche Ansich­ten der Arktis, die Magie der Nord­lich­ter: Die umfas­sende Ausstel­lung präsen­tiert die Male­rei der kana­di­schen Moderne und zeigt die in Kanada über­aus popu­lä­ren Werke der Künst­le­rin­nen und Künst­ler rund um die Group of Seven aus aktu­el­ler Perspek­tive. Diese Gemälde und Skiz­zen verkör­pern den Traum einer „neuen“ Welt und zeich­nen ein Idyll der über­wäl­ti­gen­den Land­schaft jenseits der Reali­tät der Indi­ge­nen Bevöl­ke­rung und des moder­nen Stadt­le­bens sowie der expan­die­ren­den indus­tri­el­len Nutzung der Natur. Die Werke werden einer kriti­schen Revi­sion unter­zo­gen, indem Indi­gene Perspek­ti­ven einbe­zo­gen und Fragen der natio­na­len Iden­ti­täts­bil­dung aufge­wor­fen werden. Die Publi­ka­tion bildet nicht nur die male­ri­schen Land­schaf­ten in groß­for­ma­ti­gen Bildern ab – mit einer großen Band­breite an Texten, Inter­views und Blick­wech­seln wird ebenso die Mythen­bil­dung und notwen­dige Neube­fra­gung der (Kunst)Geschichte im Zuge der Deko­lo­nia­li­sie­rung disku­tiert.

Mit Beiträgen von Renée van der Avoird, Rebecca Herlemann, Ruth Phillips, Carmen Robertson, Jeff Thomas, Georgiana Uhlyarik und Martina Weinhart, Interviews mit Lisa Jackson, Colleen Hemphill und Caroline Monnet.