Lee Krasner

11. OKTOBER 2019 – 12. JANUAR 2020

Eine Pionierin des abstrakten Expressionismus in den USA ist nach mehr als 50 Jahren in einer großen Retrospektive wieder in Europa zu sehen: Lee Krasner (1908–1984). Die Schirn präsentiert Hauptwerke der Künstlerin, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen, sowie Fotografien und Filmaufnahmen dieser Zeit. Die Ausstellung erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts und zeigt Krasners Gesamtwerk, das ein halbes Jahrhundert umfasst: Selbstporträts aus den 1920er-Jahren, Aktdarstellungen in Kohle, Werkgruppen, wie etwa die geometrischen "Little Images" aus den 1940er-Jahren oder wegweisende Gemälde der "Prophecy"-Reihe aus den 1950er-Jahren, experimentelle, großformatige Werke der "Umber"- und "Primary"-Serie der 1960er-Jahre und späte Collagen der 1970er-Jahre.

Lee Krasner, Springs, NY, 1972 © The Irving Penn Foundation, Foto: Irving Penn

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der Pionierin des abstrakten Expressionismus Lee Krasner eine große Retrospektive 

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Norbert Miguletz

Zielstrebig nahm Krasner bereits zu High-School-Zeiten Kunstunterricht und studierte in New York an der Cooper Union, der National Academy of Design der Hans Hofmann School of Fine Arts. Sie war aktives Mitglied der American Abstract Artists und pflegte Freundschaften zu Ray Eames, Ashile Gorky und Willem de Kooning. Im New York der 1940er-Jahre bewegte sie sich neben Künstlern wie Mark Rothko, Barnett Newman, Stuart Davis und Jackson Pollock im Zentrum der sich neu herausbildenden Kunstrichtung des abstrakten Expressionismus, auch New York Style genannt. Mit unterschiedlichen künstlerischen Ansätzen suchte diese junge Künstlergeneration nach dem Zweiten Weltkrieg eine neue bildnerische Sprache durch eine spontane, abstrakte Arbeitsweise sowie die Abkehr von europäischen Bildtraditionen. Anders als andere Künstler dieser Zeit, die ebenfalls ungegenständlich malten, entwickelte Krasner nie einen „signature style“, sondern reflektierte ihre Praxis mit dem Anspruch, ihre Bildsprache stets neu zu erfinden.

Die Ausstellung wird kuratiert und organisiert vom Barbican Centre, London in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt, dem Zentrum Paul Klee, Bern und dem Guggenheim, Bilbao.

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Auszug aus dem Rahmenprogramm zur Ausstellung "Lee Krasner"

10.10.2019 | Während der Laufzeit der Ausstellung "Lee Krasner" findet ein vielseitiges Rahmen- und Vermittlungsprogramm statt. Einige Höhepunkte des Programms bilden die folgenden Veranstaltungen.

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Wandtexte zur Ausstellung "Lee Krasner"

10.10.2019 | Sarkastisch, streitlustig, einmalig, ehrlich, brillant – mit diesen Worten beschrieben Freunde, Familie und Weggefährten Lee Krasner. Sie ist zweifelsohne eine der wichtigsten Malerinnen der US-amerikanischen Nachkriegsmoderne. Über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren entwickelte Krasner ein einmaliges OEuvre, das sie stets selbst hinterfragte und neu interpretierte.

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Presseinformation zur Ausstellung "Lee Krasner"

12.07.2019 | Sie ist eine Pionierin des abstrakten Expressionismus in den USA, die Künstlerin Lee Krasner (1908–1984). Nach mehr als 50 Jahren ist ihr Werk in einer großen Retrospektive wieder in Europa zu sehen. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert rund 100 Werke, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen sowie Filme und Fotografien, und erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

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Film zur Ausstellung

Zur Ausstel­lung wurde umfang­rei­cher Video­con­tent produ­ziert, den wir Ihnen gerne kosten­frei für Ihre aktu­elle redak­tio­nelle Bericht­er­stat­tung zur Verfü­gung stel­len. Zudem bieten wir Ihnen für Ihre eige­nen Produk­tio­nen umfang­rei­ches Footage-Mate­rial in HD-Quali­tät an. Sie können es direkt bei uns anfor­dern.

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Norbert Miguletz

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Norbert Miguletz

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Norbert Miguletz

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Esra Klein

LEE KRASNER, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2019, Foto: Norbert Miguletz

Lee Krasner, Self-Portrait, c. 1928, 76,5 × 63,8 cm, The Jewish Museum, New York. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy the Jewish Museum, New York.

Lee Krasner, Shattered Color, 1947, 53,3 × 66 cm, Guild Hall Museum, East Hampton, Long Island.© VG Bild-Kunst, Bonn 2018 & The Pollock-Krasner Foundation. Photo credit: Gary Mamay.

Lee Krasner, Prophecy, 1956, 147,6 × 86,4 cm, Private Collection. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy Kasmin Gallery, New York. Photograph by Christopher Stach

Lee Krasner, Polar Stampede, 1960, 243,8 × 412,4 cm, The Doris and Donald Fisher Collection at the San Francisco Museum of Modern Art. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019, Courtesy Kasmin Gallery, New York.

Lee Krasner, Combat, 1965, 179 × 410,4 cm, National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018.

Lee Krasner, Portrait in Green, 1969, 140,3 × 239,8 cm, Collection Pollock-Krasner Foundation. © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 & The Pollock-Krasner Foundation, courtesy Kasmin Gallery, New York. Photo: Diego Flores.

Lee Krasner, Palingenesis, 1971, 208,3 × 340,4 cm, Collection Pollock-Krasner Foundation. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy Kasmin Gallery, New York.

Lee Krasner, Imperative, 1976, 127 × 127 cm, National Gallery of Art, Washington D.C. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy National Gallery of Art, Washington D.C.

Lee Krasner, Springs, NY, 1972 © The Irving Penn Foundation, Foto: Irving Penn

Lee Krasner, ca. 1938, unbekannter Fotograf.

Der Katalog zur Ausstellung

Ein Blick auf Lee Krasners Werk und Leben

Nach mehr als 50 Jahren ist Lee Kras­ner in einer großen Retro­spek­tive wieder in Europa zu sehen. In groß­zü­gi­gen Abbil­dun­gen werden im Kata­log ihre eindrucks­vol­len Werke von den 1920er- bis in die 1970er-Jahre präsen­tiert. Tief­grei­fen­de Texte von Eleanor Nairne, Katy Siegel, John Yau und Suzanne Hudson führen die Leser durch Lee Kras­ners ereig­nis­rei­ches Leben und nach­hal­ti­ges Wirken, in dem die Kunst immer die Haupt­rolle spielte. Das exklu­sive Inter­view der Kunst­his­to­ri­ke­rin Gail Levin mit Lee Kras­ner sowie die hoch­wer­ti­gen Aufnah­men der Foto­gra­fin Ray Eames geben Einbli­cke in die Geschichte der Künst­le­rin und die US-ameri­ka­ni­sche Kunst­szene der Zeit.