Lee Krasner

11. OKTOBER 2019 – 12. JANUAR 2020

Sie ist eine Pionierin des Abstrakten Expressionismus in den USA, die Künstlerin Lee Krasner (1908–1984). Nach mehr als 50 Jahren ist ihr Werk in einer großen Retrospektive wieder in Europa zu sehen. Die Ausstellung zeigt Krasners Gesamtwerk, das ein halbes Jahrhundert umfasst, und vereint Leihgaben aus internationalen öffentlichen und privaten Sammlungen: Selbstporträts aus den 1920er-Jahren, Aktdarstellungen in Kohle, Werkgruppen, wie etwa die streng geometrischen Little Images oder wegweisende Gemälde der Prophecy-Reihe aus den 1940er- und 1950er-Jahren, experimentelle Hauptwerke der Umber- und Primary-Serie der 1960er-Jahre und späte Collagen der 1970er-Jahre.

Lee Krasner, 1962, Photograph by Hans Namuth Courtesy Center for Creative Photography, University of Arizona © 1991 Hans Namuth Estate

Mit rund 100 Werken erzählt die Schirn Kunsthalle Frankfurt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

Lee Krasner Shattered Color, 1947, 53,3 × 66 cm, Private Collection. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. © 2017 Christie’s Images Limited.

Als Tochter einer aus Russland eingewanderten Familie wurde Lee Krasner 1908 in Brooklyn, New York geboren. Bereits zu High-School-Zeiten nahm sie Kunstunterricht, studierte an der National Academy of Design und ging später an die Hans Hofmann School of Fine Arts. Sie war Mitglied der American Abstract Artists und pflegte Freundschaften zu Ray Eames, Willem de Kooning und Franz Kline. Lange stand Krasners Kunst im Schatten ihres Ehemanns Jackson Pollock, der mit seinen Drip Paintings einer der Hauptvertreter des Action Painting ist. Beide lebten und arbeiteten in einem einfachen Holzhaus in Springs, Long Island – Krasner im Wohnzimmer und in einem Zimmer im ersten Stock, Pollock in einer umgebauten Scheune. Nach dessen frühem Tod bei einem Autounfall 1956 entschied sich Krasner, Pollocks Atelier zu nutzen, und leitete damit eine neue Phase ihrer künstlerischen Karriere ein. Erstmals konnte sie auf monumentalen, nicht aufgezogenen Leinwänden arbeiten. Es entstanden einige ihrer bedeutendsten Werke, u. a. "The Guardian" (1960), "Happy Lady" (1963), "Combat" (1965) oder "Siren" (1966). Anders als andere Künstler ihrer Zeit, die ebenfalls ungegenständlich malten, entwickelte Krasner nie einen „signature style“, sondern reflektierte ihre Praxis mit dem Anspruch, ihre Bildsprache stets neu zu erfinden.

Die Ausstellung wird kuratiert und organisiert vom Barbican Centre, London in Kooperation mit der Schirn Kunsthalle Frankfurt, dem Zentrum Paul Klee, Bern und dem Guggenheim, Bilbao.


Presseinformation zur Ausstellung "Lee Krasner"

18.07.2019 | Sie ist eine Pionierin des Abstrakten Expressionismus in den USA, die Künstlerin Lee Krasner (1908–1984). Nach mehr als 50 Jahren ist ihr Werk in einer großen Retrospektive wieder in Europa zu sehen. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert rund 100 Werke, darunter Gemälde, Collagen und Zeichnungen sowie Filme und Fotografien, und erzählt die Geschichte einer der unbeirrbarsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

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Lee Krasner, Self-Portrait, c. 1928, 76,5 × 63,8 cm, The Jewish Museum, New York. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy the Jewish Museum, New York.

Lee Krasner, Shattered Color, 1947, 53,3 × 66 cm, Guild Hall Museum, East Hampton, Long Island.© VG Bild-Kunst, Bonn 2018 & The Pollock-Krasner Foundation. Photo credit: Gary Mamay.

Lee Krasner, Burning Candles, 1955, 147,6 × 99,1 cm, Collection Neuberger Museum of Art, Purchase College, State University of New York, gift of Roy R.Neuberger. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. © Jim Frank

Lee Krasner, Bird Talk, 1955, 147,3 × 142,2 cm, Private Collection.© Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019.

Lee Krasner, Prophecy, 1956, 147,6 × 86,4 cm, Private Collection. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy Kasmin Gallery, New York. Photograph by Christopher Stach

Lee Krasner, Combat, 1965, 179 × 410,4 cm, National Gallery of Victoria, Melbourne, Felton Bequest, 1992 (IC1-1992). © VG Bild-Kunst Bonn, 2018 & The Pollock-Krasner Foundation/ ARS, New York. Licensed by Copyright Agency, 2018.

Lee Krasner, Portrait in Green, 1969, 140,3 × 239,8 cm, Collection Pollock-Krasner Foundation. © VG Bild-Kunst, Bonn 2018 & The Pollock-Krasner Foundation, courtesy Kasmin Gallery, New York. Photo: Diego Flores.

Lee Krasner, Palingenesis, 1971, 208,3 × 340,4 cm, Collection Pollock-Krasner Foundation. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy Kasmin Gallery, New York.

Lee Krasner, Imperative, 1976, 127 × 127 cm, National Gallery of Art, Washington D.C. © Pollock-Krasner Foundation/VG Bild-Kunst, Bonn 2019. Courtesy National Gallery of Art, Washington D.C.

Lee Krasner, 1962, Photograph by Hans Namuth Courtesy Center for Creative Photography, University of Arizona © 1991 Hans Namuth Estate