Akomfrahs Arbeiten setzen sich kritisch mit kolonialen Vergangenheiten, globaler Migration oder der Klimakrise auseinander

JOHN AKOMFRAH

9. NOVEMBER 2023 – 28. JANUAR 2024

John Akomfrah (*1957) erschafft nachdenkliche Videoarbeiten von eindringlicher audiovisueller Intensität. Auf charakteristisch großformatigen Screens erzählt er von Umbrüchen und Krisen der Gegenwart und Vergangenheit. Dem in Deutschland bisher eher wenig bekannten, eindrucksvollen Werk des Künstlers widmet die SCHIRN erstmals eine umfassende Überblicksausstellung mit einer Auswahl seiner bedeutenden Videoinstallationen aus den vergangenen Jahren. Häufig in Form von simultanen Erzählstrukturen, verwebt der Mitbegründer des einflussreichen Londoner Black Audio Film Collective (1982) eigene filmische Aufnahmen mit Archivmaterial zu vielschichtigen, mitunter assoziativen Collagen. Akomfrahs Arbeiten setzen sich kritisch mit kolonialen Vergangenheiten, globaler Migration oder der Klimakrise auseinander. Ausgangspunkt der umfangreichen Präsentation in der SCHIRN ist eine neue immersive Multi-Screen-Installation, die thematisch einen Bogen von den ersten Siedlern an den Ostküsten Nordamerikas über die Konquistadoren in Mittel- und Südamerika bis hin zur Ankunft der Europäer in der Karibik, Südostasien und China spannt.