Aernout Miks fiktive Szena­rien beschäftigen sich mit den Dynamiken von Sicherheit, Bedrohung, Macht und Ohnmacht

Aernout Mik, Double Bind, 2018, Filmstill © Courtesy the artist and carlier | gebauer, Berlin/Madrid

AERNOUT MIK

7. JULI – 3. OKTOBER 2022

Die Raum- und Videoinstallationen von Aernout Mik schaffen eindringliche Situationen, die dem Verhalten und der Interaktion von Gruppen in oft instabilen gesellschaftlichen Kontexten nachgehen. Der niederländische Künstler rührt mit seinen choreografierten Videoarbeiten an sozial-psychologische Strukturen und inszeniert Räume, die die Position des Einzelnen in widersprüchlichen oder dysfunktionalen Systemen reflektieren.

Die SCHIRN präsentiert Aernout Miks Videoinstallation „Double Bind“ (2018) sowie die eigens für die Ausstellung konzipierte Arbeit „Threshold Barriers“ (2022). Beide Werke gehen den Suggestionen und Dynamiken von Sicherheit und Bedrohung, Macht und Ohnmacht im öffentlichen Raum nach und treten in der SCHIRN miteinander in Dialog. In „Double Bind“ verhandelt der Künstler die Präsenz von bewaffneten Einheiten des staatlichen Schutzapparats. Scheinbar isoliert und ohne direkten Kontakt mit den Passanten bewegen sie sich in der Stadt. Dagegen zeigt „Threshold Barriers“ ein Geschehen, in dem Gesellschaft und Staatsmacht, Bürger und Polizei direkt aufeinandergetroffen sind und überkommene Strukturen von Autorität und Sicherheit ihre Gültigkeit verloren haben. Miks fiktive Szenarien bewegen sich zwischen Dokumentation und Performance und wirken zugleich vertraut wie befremdlich.

Pressemitteilung

GEFÖRDERT DURCH

STADT FRANKFURT UND SCHIRN ZEITGENOSSEN

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MONDRIAAN FUND