POWER TO THE PEOPLE. POLITISCHE KUNST JETZT

21. MÄRZ – 27. MAI 2018

Die Demokratie scheint in der Krise, die Ära der Post-Democracy bereits angebrochen. Die Symptome dafür sind vielfältig: populistische Führer, Fake News, Rückfall in autokratische Strukturen, totalitäre Propaganda, Neoliberalismus. Dennoch ist seit einiger Zeit spürbar, dass die Gesellschaft sich wieder politisiert. Und auch die Künstler erheben zunehmend Einspruch. Sie schaffen Werke, die sie als Instrumente der Kritik verstehen und die ausdrücklich politisch motiviert sind. In einer großen Ausstellung bringt die Schirn Kunsthalle Frankfurt künstlerische Positionen zusammen, die sich als Seismografen des politischen Handelns der Gegenwart lesen lassen. Dabei liegt der Fokus auf grundsätzlichen Fragen und der Auseinandersetzung mit Phänomenen und Möglichkeiten politischer Teilhabe. In den Arbeiten werden politische Haltungen infrage gestellt, Formen des Protests abgebildet und künstlerisches Engagement ins Visier genommen.

Julius von Bismarck, Fuguration #5 (May Day Riot Police), 2009, Inkjet print, 50 x 75 cm, © Der Künstler, Courtesy alexander levy, Berlin; Sies + Höke, Düsseldorf

Mit Werken von Phyllida Barlow, Andrea Bowers, Julius von Bismarck, Sam Durant, Omer Fast, Adelita Husni-Bey, Hiwa K, Ahmet Ögüt, Rirkrit Tiravanija, Forensic Architecture und weiteren

Die Installationen, Fotografien, Videoarbeiten, Gemälde und Skulpturen der Ausstellung dokumentieren die Erosion demokratischer Errungenschaften ebenso wie den aktiven Druck der neuen Massenbewegungen. Sie analysieren Herrschaftsdiskurse oder nonkonformistische Einwürfe, entwickeln Strategien des Widerspruchs oder geben die einfallsreichen Wege der neuen Protestkultur wieder.

Phyllida Barlow, untitled: 100banners2015, 2015, Lumber, plywood, tape, wadding, fabric, paint, sand, and plastic, Dimensions variable, © The artist, Courtesy Hauser & Wirth, Photo: Stefan Altenburger Photography

Power to the People. Politische Kunst Jetzt

04.01.2018 | Die Demokratie scheint in der Krise, die Ära der Post-Democracy bereits angebrochen. Die Symptome dafür sind vielfältig: populistische Führer, Fake News, Rückfall in autokratische Strukturen, totalitäre Propaganda, Neoliberalismus. Dennoch ist seit einiger Zeit spürbar, dass die Gesellschaft sich wieder politisiert. Und auch die Künstler erheben zunehmend Einspruch. Sie schaffen Werke, die sie als Instrumente der Kritik verstehen und die ausdrücklich politisch motiviert sind. In einer großen Ausstellung bringt die Schirn Kunsthalle Frankfurt künstlerische Positionen zusammen, die sich als Seismografen des politischen Handelns der Gegenwart lesen lassen. Dabei liegt der Fokus auf grundsätzlichen Fragen und der Auseinandersetzung mit Phänomenen und Möglichkeiten politischer Teilhabe. In den Arbeiten werden politische Haltungen infrage gestellt, Formen des Protests abgebildet und künstlerisches Engagement ins Visier genommen. Installationen, Fotografien, Videoarbeiten, Gemälde und Skulpturen von Phyllida Barlow, Andrea Bowers, Julius von Bismarck, Sam Durant, Omer Fast, Adelita Husni-Bey, Hiwa K, Ahmet Ö?üt, Rirkrit Tiravanija oder Forensic Architecture dokumentieren die Erosion demokratischer Errungenschaften ebenso wie den aktiven Druck der neuen Massenbewegungen. Sie analysieren Herrschaftsdiskurse oder nonkonformistische Einwürfe, entwickeln Strategien des Widerspruchs oder geben die einfallsreichen Wege der neuen Protestkultur wieder.

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Halil Altindere, Ballerinas and Police, 2017, Full HD Video, 9:38 Min., © the artist, Courtesy the artist and PİLOT Galeri, Istanbul

Phyllida Barlow, untitled: 100banners2015, 2015, Lumber, plywood, tape, wadding, fabric, paint, sand, and plastic, Dimensions variable, © The artist, Courtesy Hauser & Wirth, Photo: Stefan Altenburger Photography

Julius von Bismarck, Fuguration #5 (May Day Riot Police), 2009, Inkjet print, 50 x 75 cm, © Der Künstler, Courtesy alexander levy, Berlin; Sies + Höke, Düsseldorf

Sam Durant, Let's Judge Ourselves as People, 2002, Vinyl Text auf elektrischem Schild, 175,3 x 124,5 x 23,4 cm, Deichtorhallen Hamburg / Sammlung Falckenberg, Foto: Egbert Haneke

Omer Fast, CNN Concatenated, 2002, Single Channel video, Color, sound (English), 18 Min. Loop, Courtesy gb agency, Paris

Mark Flood, 5000 Likes, 2015/16, Sprühfarbe auf Leinwand (4344 Teile), Je 30,5 x 40,6 cm, © Der Künstler, Courtesy Peres Projects, Berlin, Foto: Matthias Kolb

Katie Holten, She Persisted, Angela Davis, 2017, Bleistift auf Büttenpapier, 76,5 x 56,5 cm, © Die Künstlerin, Courtesy VAN HORN, Düsseldorf, Foto: D. Steinfeld

Adelita Husni-Bey, The Sleepers, 2012, Öl auf Leinwand, 165 x 350 cm, Privatsammlung Italien, © Die Künstlerin, Courtesy Galleria Laveronica, Modica

Edgar Leciejewski, A Circle Full of Ecstasy (Detail), 2016, 77 Farbfotografien, Je 45 cm x 33 cm, Courtesy the artist

Ricarda Roggan, Triptychon (Stuhl, Tisch und Stellwand), 2001, C - Print, 100 x 125 cm, © Die Künstlerin, Courtesy Galerie Eigen + Art Leipzig/Berlin