HFG-RADIO: „Wir wollen auf unserer Website nicht nur stumpf Musik streamen“
23.10.2026
6 min Lesezeit
Vergangenes Jahr gründete Nicolas Marino an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung das HFG-RADIO. Der Sender streamt live zu besonderen Anlässen und möchte dem kreativen Treiben auch jenseits des Campus eine offene und vielseitige Plattform bieten.
„Im Grunde sind wir digitale Nomaden. Deshalb dachte ich mir: Lasst uns doch zu interessanten Menschen nach Hause gehen und auf die Strukturen zurückgreifen, die wir dort vorfinden.“
Nicolas Marino
Roomservice und Hausbesuche
Aus der Not eine Tugend machen. Wege zu finden, auch ohne viel Geld ein cooles Programm auf die Beine zu stellen: Darin liegt eine große Stärke der Gruppe. Ein Beispiel dafür ist die Reihe „Roomservice“, zu der Marino die Idee hatte. „Wir besitzen nichts außer unserem Laptop“, erzählt er. „Im Grunde sind wir digitale Nomaden. Deshalb dachte ich mir: Lasst uns doch zu interessanten Menschen nach Hause gehen und auf die Strukturen zurückgreifen, die wir dort vorfinden.“
Bei Künstler*innen in Gent, Paris oder Brüssel war das HFG-RADIO im Rahmen des „Roomservice“ schon zu Gast. Vor Ort wurden dann mal Lieblingsplatten aufgelegt, mal wurde die Gitarre eingestöpselt und Livemusik gemacht. Die Reihe ist zwar jetzt erst einmal abgeschlossen. Doch die Gruppe kann sich vorstellen, mit ähnlichen Projekten weiterzumachen. Ideen gibt es genug. Bands im Proberaum besuchen und deren Songs live ins Netz zu übertragen zum Beispiel. Über ein SoundCloud-Archiv auf der Webseite, die Moritz Gauss gebaut hat, kann man das Programm auch dann noch nachhören, wenn das Live-Erlebnis längst vorbei ist.

