Stephanie Comilang

Die SCHIRN prĂ€sentiert parallel zum Gastlandauftritt der Philippinen auf der Frankfurter Buchmesse die philippinisch-kanadische KĂŒnstlerin und Filmemacherin in einer großen Soloausstellung.

Intro

Die eindrucksvollen filmischen Installationen von Stephanie Comilang (*1980, Toronto, Kanada) changieren auf fesselnde Weise zwischen Dokumentation und poetischer ErzĂ€hlung. Erstmals in Deutschland zu sehen sind ihre beiden jĂŒngsten Filme „Search for Life. Diptych“ (2024/25) sowie „Diaspora Ad Astra“ (2020).

Lorem ipsum

Die Ausstellung verbindet den fĂŒr den Inselstaat der Philippinen prĂ€genden Ozean und die Seefahrt mit Fragen zur Indigenen Kultur und zum kulturellen Austausch. Comilang befasst sich mit migratorischen Erfahrungen und erkundet Ökonomie, Arbeit und Technologie und postkoloniale Verflechtungen in einem globalen Zusammenhang. Ihre aufwĂ€ndig produzierten und raumgreifend installierten Filme nennt sie selbst „science fiction documentaries“. Mensch und Natur, Heimat, Arbeitsmigration und Diaspora sowie der Umgang mit Ressourcen sind wiederkehrende Anliegen ihrer vielschichtigen ErzĂ€hlungen ĂŒber Zukunft und Vergangenheit. Tief dringt Comilang in den jeweiligen Kontext ein und kombiniert Recherchen und historische Fakten mit fiktionalen Elementen und persönlichen ErzĂ€hlungen unterschiedlicher Protagonist*innen, wobei immer wieder Fragen der Zugehörigkeit und die Suche nach der (eigenen) IdentitĂ€t aufscheinen.

So widmet sich „Search for Life I“ dem Lebensalltag eines philippinischen Matrosen und KĂŒnstlers auf einem Frachtschiff sowie einem Floristen, der dem Leben auf See entkommen ist, und setzt ihre Biografien in Verbindung mit einer ErzĂ€hlung ĂŒber den Monarchfalter, einem Wanderfalter, der enorme Entfernungen ĂŒberwindet.

Der zweite Teil des filmischen Diptychons verwebt Geschichten zum Wandel der traditionsreichen Perlenfischerei in der Begegnung mit Indigenen Tauchern, mit der einen Zuchtbetrieb leitenden „Mother of Pearls“ sowie mit einer emiratisch-philippinischen Migrantin der zweiten Generation, die als TĂ€nzerin einer K-Pop-Gruppe zwischen den Kulturen steht.

Comilang konfrontiert MĂ€rchenhaftes mit harten RealitĂ€ten. Fiktion und AuthentizitĂ€t vereint die KĂŒnstlerin technisch durch eindrucksvolle, mit Drohne und Smartphone gefilmte High-End-Produktionen, die sie mit Lo-Fi-Aufnahmen wie Vlog-Vignetten oder Livestreams verbindet.

  • Kuratorin

    Martina Weinhart

  • Kuratorische Assistenz

    Theresa Dettinger

Film zur Ausstellung

00:00

  • Gefördert durch

    SCHIRN FREUNDE

  • Mit zusĂ€tzlicher UnterstĂŒtzung durch

    fiber to the people GmbH

Lorem ipsum

Search for Life is a work in the form of a diptych commissioned by TBA21, Sharjah Art Foundation and The Vega Foundation. The work unfolds in two episodes that are composed of independent pieces but together tell a single story. The first episode, curated by Chus MartĂ­nez, is presented at the Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid (5 March- 26 May 2024) and the second episode, curated by Amal Khalaf, will be presented at Sharjah Biennial, United Arab Emirates, (6 February – June 2025) and is commissioned by Sharjah Art Foundation and The Vega Foundation.