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Thomas Hirschhorn
DOPPELGARAGE

10. Dezember 2003 – 11. Januar 200410.12. – 11.01.2004

THOMAS HIRSCHHORN. DOPPELGARAGE

Seit Mitte der 1990er Jahre erregen die komplex inszenierten EreignisrĂ€ume des Schweizer KĂŒnstlers Thomas Hirschhorn große Aufmerksamkeit. Die aktuelle Installation „Doppelgarage“ konfrontiert, wie alle Arbeiten Hirschhorns, mit der Wirklichkeit und macht gesellschaftliche ZusammenhĂ€nge sichtbar. Die Garage, ein individueller Werkraum, ist Metapher fĂŒr das Verarbeiten von Gewalt, Krieg, Tod und Zerstörung, die den StaatsbĂŒrgern tĂ€glich ins Wohnzimmer geliefert werden.

In einer Raumassemblage stehen einander Requisiten einer Bastlerwerkstatt samt Pin-up-Girls, eine Modelleisenbahnlandschaft mit kreisenden ZĂŒgen und riesigen Pilzen sowie Objekte und Bilder zerstörter StĂ€dte, verletzter MĂ€nner und verhĂŒllter Frauen gegenĂŒber. Marcus Steinwegs philosophische Reflexionen ĂŒber Nietzsche in Form verstreut angebrachter Worte und Textpassagen thematisieren ZusammenhĂ€nge von Macht und Verantwortung und versuchen Nietzsches Brisanz fĂŒr die heutige politische Diskussion neu zu aktivieren.