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Nichts

12. Juli – 1. Oktober 200612.07. – 01.10.2006

NICHTS

Stille, Leere, Schweigen – in der heutigen Bildergesellschaft gewinnt die Pause, die LĂŒcke, die Auslassung an Bedeutung. Die AvantgardekĂŒnstler der 1960er und 1970er Jahre wie John Baldessari oder Art & Language reagieren mit gesteigerter Skepsis und Verweigerungs-strategien auf die Abbildbarkeit einer Wirklichkeit, die in ihrer KomplexitĂ€t immer ungreifbarer wird.

Den tĂ€glichen Mengen visueller Information antwortet die Kunst mit der Entleerung des Bildes. Heute transformieren Postminimalisten und Neokonzeptualisten wie JoĂ«lle Tuerlinckx, Tom Friedman oder Martin Creed die Erfahrung von Leere in poetischer bis ironischer Weise in Installationen, Bilder oder Skulpturen. Die ZurĂŒckgenommenheit der Effekte und Sensationen erzeugt dabei eine besondere Aufmerksamkeit gegenĂŒber Dingen und PhĂ€nomenen, die auf den ersten Blick nicht sichtbar sind. So enthĂŒllt der Blick ins Nichts das Periphere. Das Ephemere und das Latente eröffnen sich. Was bleibt, ist ein vielfĂ€ltiges, schillerndes Nichts. Die Ausstellung wird voll davon sein.

Katalog zur Ausstellung

Herausgegeben von Martina Weinhart und Max Hollein. Mit einem Vorwort von Max Hollein und Essays von Mieke Bal, Ulrike Gehring und Martina Weinhart. Deutsch/englisch, 200 Seiten, 49 Abbildungen, Hatje Cantz Verlag, Ostfildern, ISBN-10: 3-7757-1816-8, ISBN-13: 978-3-7757-1816-5.

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