ZELLULOID. FILM OHNE KAMERA
Mit âZelluloid" rĂŒckt die SCHIRN ein besonderes Genre des kĂŒnstlerischen Films in den Blick, bei dem das Bild direkt -- durch physische Bearbeitung des Filmstreifens -- hervorgebracht wird. Im Unterschied zu anderen Formen des experimentellen Films wird das Filmmaterial aus seinem technisch-apparativen Verwendungszusammenhang gelöst und unter Anwendung vielfĂ€ltiger kĂŒnstlerischer Verfahren gleichsam als Leinwand interpretiert: durch Malerei, Zeichnung, Collage auf Zelluloid, Ritzen und Kratzen in der Bildemulsion, chemische Verfremdung oder die direkte Belichtung des fotoempfindlichen BildtrĂ€gers. So entstanden bereits mit den AnfĂ€ngen der filmischen Avantgarde Werke, die das Medium Film auch in seiner materiellen Beschaffenheit erforschen und zugleich in immer neuen AnsĂ€tzen sein VerhĂ€ltnis zur bildenden Kunst, aber auch zur Musik ausloten.In einem offenen Parcours prĂ€sentiert die Ausstellung herausragende Beispiele des âFilms ohne Kamera" und bietet anhand von Werken 21 internationaler KĂŒnstler und Filmemacher wie Stan Brakhage, Tony Conrad, CĂ©cile Fontaine, Amy Granat, Ian Helliwell, Hy Hirsh, Takahiko Iimura, Emmanuel Lefrant, Len Lye, Norman McLaren, BĂ€rbel Neubauer, Luis Recoder, Jennifer Reeves, Dieter Roth, Pierre RovĂšre, Schmelzdahin, JosĂ© Antonio Sistiaga, Harry Smith, Aldo Tambellini, Marcelle Thirache und Jennifer West ein Panorama von den 1930er-Jahren bis in die Gegenwart.
Katalog zur Ausstellung
Zelluloid widmet sich einem besonderen Genre des kĂŒnstlerischen Films, bei dem das Bild direkt -- durch eine physische Bearbeitung des Filmstreifens -- hervorgebracht wird. Im Unterschied zu anderen Formen des experimentellen Films wird das Filmmaterial dabei unter Anwendung vielfĂ€ltiger kĂŒnstlerischer Verfahren gleichsam als Leinwand interpretiert.Die Publikation prĂ€sentiert mit rund 20 internationalen KĂŒnstlern und Filmemachern von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart herausragende Beispiele des kameralosen Films.