Bald in der SCHIRN: Anna Hulačová. Abundantia
08/27/2026
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Beton trifft auf Bienenwaben: Anna Hulačová erschafft in Ko-Kreation mit ihren Bienenvölkern Skulpturen. Aus ökofeministischer Perspektive thematisiert die Künstlerin das Verhältnis von Mensch, Natur sowie Technologie und eröffnet einen Kosmos zwischen Surrealismus, Sozialistischem Realismus und tschechischer Volkskunst.
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Vom 1. Oktober 2026 bis zum 10. Januar 2027 zeigt die SCHIRN anlässlich des tschechischen Gastlandauftritts auf der Frankfurter Buchmesse die erste Einzelausstellung der Künstlerin Anna Hulačová (*1984 in Sušice, Tschechische Republik) in Deutschland.
Hulačová, die auf einem Bauernhof aufwuchs, schöpft ihre Kunst aus einer tiefen Verbundenheit mit Pflanzen und Tieren. Das Verhältnis von Mensch, Natur und Technologie erkundet die Künstlerin aus ökofeministischer Perspektive. In ihren Arbeiten thematisiert sie den Verlust von Biodiversität, das Insektensterben und die Folgen industrieller Landwirtschaft. Die Biene – Sinnbild kollektiver Arbeit, ökologischer Krisen und mystischer Unsterblichkeit – ist zentrale Metapher ihrer Werke und mehr: Hulačovás Arbeiten entstehen in Ko-Kreation mit ihren eigenen Bienenvölkern. Gemeinsam mit diesen lässt die Künstlerin hybride Wesen und gesichtslose Science-Fiction-Figuren entstehen, in denen Beton und Bienenwaben, Organisches und Technoides, Natur und Maschine verschmelzen.
Die SCHIRN zeigt in zwei installativen Settings Skulpturen, Reliefs und Installationen, die zum großen Teil eigens für die Ausstellung entstanden. Der Titel der Schau bezieht sich auf die Figur der Abundantia, die in der römischen Mythologie für Wohlstand und Überfluss stand. Ihr Attribut, das Füllhorn, schüttet seinen Reichtum auf magische Weise aus, während die aufgewendeten Ressourcen, Mühen und die Arbeit, auf die sich Wohlstand stützt, unsichtbar bleiben.
„Hulačová verbindet ihre in Ko-Kreationen mit Bienenvölkern geschaffenen Arbeiten zu Science-Fiction-Tableaus einer ökofeministischen Zukunft, die Utopie und Dystopie, Antike und Gegenwart, Mythos und radikale Gegenwart vereinen.“
Martina Weinhart, Kuratorin der Ausstellung