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title: "Künstler und Schöpfer der City Ghosts Philipp Alexander Schäfer: „Ich wollte die Stadt ein bisschen bunter machen“"
date: 2026-04-30
last_modified: 2026-04-30T11:05:40+02:00
generated_at: 2026-04-30T13:40:30Z
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# Künstler und Schöpfer der City Ghosts Philipp Alexander Schäfer: „Ich wollte die Stadt ein bisschen bunter machen“

![Mann mit Schnurrbart in blauem Hemd und Jeans sitzt am Fenster mit Blick auf die Stadt und Malutensilien.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3838.jpg)

# „Ich wollte die Stadt ein bisschen bunter machen“

1 min Lesezeit

Wer mit wachen Augen durch Frankfurt läuft, kennt seine lustigen City Ghosts. Philipp Alexander Schäfer hat seine Wurzeln in der Graffitiszene, doch er lässt sich nicht auf Streetart reduzieren. In seinem Atelier malt der Autodidakt mit Ölfarbe auf Platinen.

Früher hatte er sein Atelier, zu dem ein riesiger Garten gehörte, weit draußen in Griesheim. „Der Garten ist mir buchstäblich über den Kopf gewachsen“ erzählt [Philipp Alexander Schäfer](https://philippalexanderschaefer.de/#publications). „Immer gab es dort etwas anderes zu tun“. Vor knapp vier Jahren ist er unter das Dach des Atelierfrankfurt gezogen. Hier kann er sich voll und ganz auf seine Kunst konzentrieren. Aus dem Fenster in dem kleinen Raum im vierten Stock hat man einen tollen Blick über den Osthafen. Im Vordergrund die Wache der Hafenpolizei. Hinter der Tür hängt ein Malerkittel voller Farbkleckse. Aus den Boxen tönt funkige Housemusik. Neben dem gemütlichen Sofa steht ein Regal, in dem sich Kunstbücher aneinanderreihen.

Mitte der Neunziger war Schäfer Teil der Frankfurter Hip-Hop-Szene. „Es gehörte damals zum guten Ton, nicht nur zu konsumieren, sondern rauszugehen und selber etwas zu machen. Andere haben sich mit Rap oder Breakdance hervorgetan. Mein Metier war das Sprühen.“ Zunächst begann er, mit Buchstaben und Schriften zu experimentieren, merkte aber bald, dass andere das besser können. „Also habe ich mich auf Figuren verlegt. Es ging mir darum, mit so wenigen Strichen wie nötig, so viel Ausdruck wie möglich zu erzeugen.“ Überall in der Stadt prangten Schäfers lustige Geister auf Hauswänden, Papierkörben oder Stromkästen. Längst sind sie so etwas wie sein Markenzeichen geworden.

![Zwei Heim-Audio-Geräte: oben ein Marantz Receiver, darunter ein Onkyo CD-Player auf einem Holzregal.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A4002.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Bunt besprenkelte Schürze hängt an einer Wand, neben einer orangefarbenen Jacke und einer blauen Jeansjacke.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3928.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Ein Regal mit vielen Büchern und Kunstwerken, daneben Kisten mit Materialien und persönlichen Gegenständen.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3924.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Ein Mann mit blauen Augen und Schnurrbart trägt ein blaues Hemd, im Hintergrund sind eine orange Jacke und ein Bild.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3914.jpg)

Foto: Neven Allgeier

#### „Gute Kunst im öffentlichen Raum setzt sich immer mit dem Ort auseinander, an dem sie entsteht“

Philipp Alexander Schäfer aka City Ghost

## Bunte Geister und Kanaldeckel als Leinwand

„Mit den Geistern wollte ich nichts anderes erreichen, als die Stadt ein bisschen bunter zu machen“, sagt Schäfer. „Ich hab nie einen tieferen Sinn damit verfolgt“. Irgendwann aber langweilte es ihn, immer weitere Varianten des gleichen Motivs in die Welt zu setzen. Seine Kunst wurde – buchstäblich – tiefgründiger. Kanaldeckel wurden seine Leinwand. „Gute Kunst im öffentlichen Raum setzt sich immer mit dem Ort auseinander, an dem sie entsteht“, findet Schäfer. Einem kreisrunden Gullydeckel gleich neben der Euro-Skulptur am Willy-Brandt-Platz verpasste er den Look eines Roulettekessels. Ein Seitenhieb auf den Casinokapitalismus. Auf einem anderen Kanaldeckel, direkt gegenüber dem Gerichtsgebäude, ließ er zwei gemalte Fäuste die Gitterstäbe umklammern. Ein Fluchtversuch aus der Unterwelt.

In seiner Kunst gehe es auch um Selbstermächtigung und darum, der Stadt den eigenen Stempel aufzudrücken, bekennt Schäfer. „Graffiti ist eine sehr ehrliche Kunst, man macht es nicht, um Geld zu verdienen, sondern nur für sich selbst. Und, um andere zu erfreuen.“ Doch obwohl er seine Wurzeln in der Streetart hat, möchte er sich nicht darauf reduzieren lassen. „Wenn es in meiner Arbeit einen roten Faden gibt, dann ist es die konzeptionelle Herangehensweise. Ich denke immer vom Objekt her. Ich schaue mir einen bestimmten Malgrund an und frage mich dann: Was lässt sich darauf wohl am besten machen?“ Vor rund zehn Jahren hat er damit begonnen, mit Ölfarbe auf Platinen zu malen. „Es gibt kaum andere Gegenstände, die so viel über die Zeit aussagen, in der wir leben.“

Die ausgemusterten Platinen stammen aus einem Recyclingzentrum. „Die sind oft erst wenige Jahre alt und trotzdem schon Schrottware. Ich finde, das wirft ein interessantes Licht auf unsere Massenkonsumgesellschaft.“ Mit der Flex befreit Schäfer die Platinen von Widerständen und Batterien und schraubt sie auf Plastikplatten, bevor er die Farbe aufträgt. Einige seiner Bilder hängen im Atelier an der Wand. Auf dem größten sind Flamingos zu sehen, die Schäfer besonders gerne malt. „Das sind wunderschöne Tiere, sie verkörpern für mich das Paradies.“ Ihre Hälse sind wie Kabelsalat verschlungen. Die Körper wirken fragil und wie aufgeblasen. Als ob sie jeden Moment zerplatzen könnten. Um die Vorlagen für seine Motive zu gestalten, greift Schäfer manchmal auf KI zurück. „Mit moderner Technik auf moderne Technik malen“, so beschreibt er seine Methode.

![Eine Ansammlung von Malutensilien: Pinsel, Scheren und Farbflaschen liegen auf einem Tisch.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3969.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Kunstwerk mit einer Banane auf einer grünen Leiterplatte, umgeben von Farbpaletten und Malutensilien.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3952.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Ein Holztisch mit bunten Farbspritzern und einer dekorativen Schale darauf, vor einer weißen Wand.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3947.jpg)

Foto: Neven Allgeier

![Rotes Kunstwerk mit Leiterplattendesign und digitalem Bildschirm.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3940.jpg)

Foto: Neven Allgeier

## Das Selbstverständnis als Künstler

Als Künstler ist Schäfer Autodidakt. Nach dem Abi studierte er in Frankfurt Politikwissenschaften. „Anschließend habe ich mich dafür entschieden, meinen Lebensunterhalt mit Kunst zu verdienen“, erzählt er. Mit Gleichgesinnten gründete er den Verein Freiraum, der in der Kaiserpassage im Bahnhofsviertel die Galerie Kaiser P betrieb. „Unser Ziel war es, die Kulturszene der Stadt zu fördern – und zwar jenseits der großen Leuchtturmprojekte, in die üblicherweise jede Menge Geld fließt.“ Nebenbei arbeitete Schäfer als Dozent für Methoden der empirischen Sozialforschung. „Irgendwann habe ich mich dann ganz auf die Kunst konzentriert.“ Seine Erfahrungen als Dozent kann er heute gut in der Kunstvermittlung nutzen, die inzwischen einen Teil seiner Arbeit ausmacht. Schäfer gibt Graffiti-Workshops und veranstaltet Streetart-Touren. Hin und wieder übernimmt er Auftragsarbeiten. Bei einer seiner bekanntesten handelt es sich um eine gemalte Büchertreppe. Sie schmückt die Fassade der Frankfurter University of Applied Sciences.

Früher achtete Schäfer penibel darauf, nichts in seiner Wohnung herumliegen zu haben, das ihn mit seinen Graffitis in Verbindung bringt. Schließlich kann illegales Sprühen als Sachbeschädigung geahndet werden. Jeder kannte seine Geister. Doch niemand seinen Namen. „Für mein Selbstverständnis als Künstler war es ein wichtiger Schritt, mich zu outen“, erzählt er. „Es ging nicht nur darum, zu sagen: Ich stehe dazu, was ich getan habe und stelle mich den Konsequenzen. Ich wollte mich gewissermaßen auch zu dem Künstler in mir bekennen.“ Erwischt wurde er übrigens nur ein einziges Mal. Nachdem er die Stufen zweier Rolltreppen in einer U-Bahn-Station bemalt hatte – ein am Ballon hängender Wunschzettel fährt die eine Treppe nach oben, während nebenan ein Geschenk am Fallschirm nach unten schwebt – lief er der Polizei in die Arme, die auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt war.

![Holzfigur eines Musikers mit Akkordeon in einer weißen Wandnische.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3980.jpg)

Foto: Neven Allgeier

#### „Unser Ziel war es, die Kulturszene der Stadt zu fördern – und zwar jenseits der großen Leuchtturmprojekte, in die üblicherweise jede Menge Geld fließt.“

Philipp Alexander Schäfer aka City Ghost

## Waghalsige Aktionen und „Geisterstunden“

Die spektakulärste Aktion seiner „illegalen“ Zeit war sicherlich der riesige Schriftzug „Elfenbeinturm“, den Schäfer zusammen mit Gleichgesinnten aus der Graffitiszene in 116 Metern Höhe auf den Uni-Turm gemalt hat. Inzwischen wurde das Gebäude gesprengt. Ein Foto, das Schäfer am Tag der Sprengung aufgenommen hat, hängt bei ihm im Atelier. „Durch einen Zufall – ein Bauarbeiter ließ eine Tür offen stehen – bin ich damals an den Generalschlüssel gekommen“, erinnert sich Schäfer, der einst in dem Hochhaus studiert hat. „Mit acht Eimern Farbe sind wir nachts auf das Dach geklettert. Mit Seilen haben wir Tische nach oben gezogen und dann mit Teleskopstangen von oben nach unten gemalt. Das war irre gefährlich. So etwas würde ich ganz sicher nicht noch einmal tun.“

Auch heute malt Schäfer manchmal noch illegal. „Aber nie auf Privateigentum, nur auf Flächen, die der Allgemeinheit gehören“, sagt er. Mit seinen „City Ghosts“ wollte er eigentlich auf die denkbar schönste Weise abschließen: Vergangenes Jahr widmete er ihnen den Bildband *[Geisterstunden](https://www.hugendubel.info/detail/ISBN-9783948107222/Sch%C3%A4fer-Philipp-Alexander/geisterstunden)*, der im Frankfurter Gutleut Verlag erschienen ist. „Menschen haben mir auf Buchpräsentationen erzählt, wie viel ihnen diese Figuren bedeuten. Auch meine beiden Kinder haben mir gesagt, ich sollte nicht damit aufhören.“ Dieses Kapitel ist also längst noch nicht abgeschlossen. „Die Geister, die ich rief: Ich werde sie einfach nicht los.“

![](https://faustkultur.de/media/beitragsbild_content/rosa_ghost.jpg?buster=1695207764)  City Ghost

Image via [faustkultur.de](https://faustkultur.de/graffiti-in-frankfurt/zeichen-an-der-wand-xiii/#)

![Mann mit Schnurrbart sitzt nachdenklich im Atelier, umgeben von Kunst und Büchern.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3811.jpg)

Foto: Neven Allgeier

### Weiterlesen auf dem SCHIRN MAG

- [![Mann mit Schnurrbart in blauem Hemd und Jeans sitzt am Fenster mit Blick auf die Stadt und Malutensilien.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/535A3838.jpg)

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### Künstler und Schöpfer der City Ghosts Philipp Alexander Schäfer: „Ich wollte die Stadt ein bisschen bunter machen“](https://www.schirn.de/schirnmag/kuenstler-und-schoepfer-der-city-ghosts-phillip-alexander-schaefer-ich-wollte-die-stadt-ein-bisschen-bunter-machen/)
- [![Frau betrachtet ein geometrisches Wollkunstwerk in einer modernen Galerie mit neutralem Design.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/02/Schirn_Presse_Bayrle_Ausstellungsansicht_iPhone_Pieta_c_Norbert_Miguletz.jpg)

Kontext

### Superform und Supermeme. Gedanken zu Thomas Bayrles Kunst und Meme-Culture](https://www.schirn.de/schirnmag/superform-und-supermeme-gedanken-zu-thomas-bayrles-kunst-und-meme-culture/)
- [![Junger Musiker in einer Garage mit Gitarre, umgeben von Autos und Podcast-Elementen, im gedämpften Licht.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/WDB_podcast.visual_17.042.jpg)

Podcast

### Bárbara Wagner &amp; Benjamin de Burca: Let the Music in](https://www.schirn.de/schirnmag/barbara-wagner-benjamin-de-burca-let-the-music-in/)
- [![Grafik "Perfekte Leben" von Lili Reynaud-Dewar, mit Fotos und Ausstellung in der Schirn Kunsthalle Frankfurt.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/Schutzhuelle-Perfekte-Leben_Screenshot-210.jpg)

Interview

### 5 Fragen an Lili Reynaud-Dewars „Perfekte Leben“](https://www.schirn.de/schirnmag/5-fragen-an-das-perfekte-leben/)
- [![Glasdach einer modernen Halle mit zentralem Lichterspiel und beeindruckender Architektur.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/Presse_Schirn_Rotunde_2016-SCHIRN-69c51dc150b7a.jpg)

Kontext

### Wie viel SCHIRN bist du?](https://www.schirn.de/schirnmag/wie-viel-schirn-bist-du/)
- [![Weiße Luftballons mit großen schwarzen Buchstaben schweben vor einem klaren blauen Himmel über einem Gebäude.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/Rosemary-Mayer_web_2023_11_11_HOFFMAN20120.jpg)

Kontext

### 10 Ballons, 40 Jahre SCHIRN](https://www.schirn.de/schirnmag/10-ballons-40-jahre-schirn/)
- [![Text mit "40 Jahre" und "Urschirin" auf grauem Hintergrund, umrandet von bunten Punkten.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/03/40JS_Visual_A_cut.jpg)

### 40 Jahre SCHIRN – Ein Wochenende für alle](https://www.schirn.de/schirnmag/40-jahre-schirn-ein-wochenende-fuer-alle/)
- [![Grüner Raum mit gefalteten Decken und projiziertem Fisch an der Decke. Atmosphärische, meditative Installation.](https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/04/04-small_Saodat-Ismailova_When-the-Water-Turns-to-Wind_installation-view_Portikus.jpg)

Tipp

### Wenn Wasser zu Wind wird](https://www.schirn.de/schirnmag/wenn-wasser-zu-wind-wird/)