---
title: "Bald in der SCHIRN: In a Silent Way"
date: 2026-06-15
last_modified: 2026-06-15T11:40:31+02:00
generated_at: 2026-06-15T19:29:10Z
url: "https://www.schirn.de/schirnmag/bald-in-der-schirn-in-a-silent-way/"
description: "Ab dem 25. Juni 2026 präsentiert die Schirn mit „In A Silent Way. Skulpturen rund um die SCHIRN“ eine von Matthias Ulrich und Theresa Dettinger kuratierte, neue Ausstellungsreihe unter freiem Himmel. neue Ausstellungsreihe unter freiem Himmel. Drei ortsspezifische Installationen verwandeln das Gelände der SCHIRN in einen lebendigen Resonanzraum zwischen Kunst und Umwelt."
image: "https://www.schirn.de/wp-content/uploads/2026/05/Schirn_Presse_Margaret-Raspe_Regentrommeln_1988_2023_c_Stefan-Burger-1920x1281.jpg"
language: "de"
---

# Bald in der SCHIRN: In a Silent Way

![Hängende Holzscheiben zwischen Bäumen in einer grünen Naturkulisse mit blühenden Pflanzen im Hintergrund.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/MR_I_1_low.jpg)

Margaret Raspé, Regentrommeln, 1988/2023, Baumwolle, Bienenwachs, Haselnusszweige, Nylonfaden, 84 x 67 cm, 66 x 72 cm, 82 x 73 cm.

Courtesy der Nachlass Margaret Raspé und Galerie Molitor, Berlin.

# Bald in der SCHIRN: In a Silent Way

1 min Lesezeit

Ab dem 25. Juni 2026 präsentiert die SCHIRN mit [„In A Silent Way. Skulpturen rund um die SCHIRN](https://www.schirn.de/ausstellung/in-a-silent-way/)“ eine von Matthias Ulrich und Theresa Dettinger kuratierte, neue Ausstellungsreihe unter freiem Himmel. Drei ortsspezifische Installationen verwandeln das Gelände der SCHIRN in einen lebendigen Resonanzraum zwischen Kunst und Umwelt.

Die Arbeiten werden im öffentlich zugänglichen Außengelände am temporären Standort in Bockenheim präsentiert, widmen sich der Flüchtigkeit und Fragilität von Umweltphänomenen und verwandeln diese in ästhetische Erfahrungen. Dabei treten Kunstwerke in Beziehung zur Umgebung und zu den Kräften der Natur – zu Sonne, Regen, Wind sowie den Rhythmen von Tag und Nacht.

Das Ausstellungsprojekt läuft in mehreren Episoden ab, die erste eröffnet am 24. Juni 2026 mit einem [OPENING TALK](https://www.schirn.de/angebot/opening-talk-in-a-silent-way-de/) und zeigt drei ortsspezifische Installationen von Katja Mater, Margaret Raspé und Bernhard Schreiner, die jede für sich auf unterschiedliche Weise mit der Natur in Beziehung treten.
Die teils neu geschaffenen Arbeiten machen Prozesse hörbar und sichtbar, die sonst im Alltag untergehen. Sie verstärken den Klang des Regens, halten den Lauf der Sonne fest oder transformieren die elektrischen Schwingungen, die beim Wachstum von Pflanzen entstehen, in Sound.

Die Ausstellung wird im Herbst/Winter 2026 und im Frühjahr 2027 mit weiteren Arbeiten fortgesetzt. Im Zusammenklang mit den vorherigen Arbeiten entsteht so sukzessive ein ephemerer Skulpturenpark rund um die SCHIRN.

#### „Die Künstler\*innen reagieren auf Umweltphänomene und verwandeln diese in ästhetische Erfahrungen wie Sonnenuhr, Regentrommel oder Klangeffekte der Pflanzen. Es ist eine Ausstellung, die unsere Sinne für die feinen Zeichen der Natur schärft.“

Sebastian Baden, Direktor

## Eine Sonnenuhr für die SCHIRN

Wie kann Zeitmessung räumlich erfahrbar werden? Katja Mater verwandelt das Gelände des Interimsstandorts der SCHIRN in Bockenheim in eine Sonnenuhr. Der lateinische Titel „HIC. EST. TUUM. HORA“ bedeutet ins Deutsche übersetzt „Dies ist deine Stunde“ und richtet sich an jede Person, die das Kunstwerk in Aktion erlebt. Der Untertitel „50° 07′ 16″ N 08° 39′ 12″ E“ bezeichnet die geografischen Koordinaten der Uhr.

Herkömmliche Sonnenuhren bestehen aus einer ebenen Fläche, einer Skala und einem sogenannten Gnonom, dem Schattenwerfer. Durch die Erdrotation scheint sich die Sonne über den Himmel zu bewegen und der Schatten des Genoms wird entsprechend auf verschiedene Markierungen auf der Skala geworfen, sodass die Uhrzeit abgelesen werden kann. Maters Sonnenuhr für die SCHIRN zeigt indes vier Stundenmarkierungen, die quer über das Gelände verteilt sind. Entsprechend des sich verändernden Sonnenstands ist die Sonnenuhr von April bis September ablesbar.

Die Künstlerin greift auf bestehende Elemente und gebaute Strukturen zurück. Der Schornstein wird etwa zu einem Schattenwerfer, der um 10 Uhr vormittags die Fassade trifft. Je nach Monat fällt der Schatten auf drei unterschiedliche Etagen, an der jeweils die Ziffer 10 angebracht wurde: im Juni/Juli auf das erste Geschoss, im Mai/August auf das zweite, im April/September auf das dritte. Mater nutzt auch bereits vorhandene Ziffern wie die Hausnummer 3 des Gabriel-Riesser-Wegs und die „2“ auf dem Schild der HALLE 2. Zudem wird etwa die Hausnummer 13 der Zeppelin-Allee ergänzt. Die Ziffern werden durch verschiedene Schattenwerfer oder Reflektionen zu bestimmten Zeitpunkten markiert und aktivieren die Arbeit.

![Junge Frau mit Brille in weißer Kleidung sitzt auf einer Treppe und schaut direkt in die Kamera. Schwarz-weiß-Foto.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/Portraet_Katja-Mater_c_Stine-Sampers_3.jpg)

Katja Mater

Foto: Stine Sampers

![Luftaufnahme eines ehemaligen Fabrikgeländes mit Kunsthalle, umgeben von Straßen und Bäumen.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/Sonnenuhr_Katja-Mater.jpg)

HIC. EST. TUUM. HORA. 50° 07′ 16″ N 08° 39′ 12″ E (2026) Aluminium, RVS, Spiegel, Glasfolie, vorhandene Nummern und Schornstein. In Zusammenarbeit mit Hendrik Hollander.

Courtesy of the artist.

## Das Geräusch des Regens

Margaret Raspé wollte mit ihrer Kunst langsame, versteckte Prozesse und automatisierte Abläufe sichtbar machen. Ihre „Regentrommeln“ verwandeln, zwischen Ästen aufgespannt, den herabfallenden Niederschlag in zarte, aleatorische Tonspuren. Die organischen Formen der Trommeln aus mit Bienenwachs grundiertem Stoff verstärken das Geräusch des Regens und inszenieren so eine flüchtige, nicht invasive Zusammenarbeit mit der Natur.
Die Künstlerin strebte an, in eine resonante Beziehung mit der Umwelt zu treten. Sowohl inhaltlich als auch formal war Raspés künstlerisches Schaffen von Nachhaltigkeit und lokalen Produktionsformen bestimmt – zu einer Zeit, als Fragen der Ökologie erst langsam ins öffentliche Bewusstsein drangen. Die Regentrommeln wurden anhand von Archivmaterialien 2023 in Berlin neuproduziert.

![Eine Frau in einem hellen Sweatshirt betrachtet aufmerksam ein Kunstwerk im schwachen Licht.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/MR_1987-Foto-Monika-Brand_2.jpg)

Margaret Raspé

Foto: Monika Brand

![Künstlerisches Gartenmotiv mit leeren Objekten und herabgefallenen Blättern, umgeben von Bäumen und melancholischer Stimmung.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/Regentrommeln_Margaret-Raspe_1988_2023.jpg)

Margaret Raspé, Regentrommeln, 1988/2023, Baumwolle, Bienenwachs, Haselnusszweige, Nylonfaden, 84 x 67 cm, 66 x 72 cm, 82 x 73 cm.

Courtesy der Nachlass Margaret Raspé und Galerie Molitor, Berlin.

## Klang als zeitlicher Prozess

Bernhard Schreiners Arbeit beschäftigt sich mit Klang als zeitlichem Prozess, der die Welt erfahrbar macht. Klang versteht er als eine von der äußeren zur inneren Realität, das heißt von der physischen zur neuronalen Realität. Schon früh befasste er sich mit Feldaufnahmen von klingenden, äußeren Dingen. Dabei ist er weniger an ihrer authentischen Wiedergabe interessiert als vielmehr daran, mittels Klängen eine akustische Welt zu imitieren, in der Dinge und Nichtdinge gleichermaßen erscheinen und durch ständige klangliche Modulation Dauer in diese Welt einführen.

Für „In A Silent Way“ hat Bernhard Schreiner eine Arbeit in Form eines Synthesizers entwickelt, dessen Klänge von der pflanzlichen Umgebung im Zusammenspiel mit der Witterung erzeugt und beeinflusst werden. Regen, Sonne und sogar Kälte werden so zu ephemeren bzw. vergänglichen Produzent\*innen einer echtzeitlichen Klanglandschaft. In Schreiners Installation agieren diese äußeren Klangquellen im Zusammenspiel mit den internen Modulen des Synthesizers. Ein Modul reagiert etwa, wenn die Spannung in einer Pflanze größer wird, weil sie Wasser aufnimmt, und übersetzt den Impuls dieser erhöhten Spannung in einen Sound, der so lange wiederholt wird, bis ein nächster Unterschied an der Pflanze gemessen wird. Durch das Abtasten solcher äußeren Signale und ihrer Übersetzung in Sounds entsteht eine autonome und unendliche Komposition, ein analog-digitales Musikstück, das sich über einen unbegrenzten Zeitraum in einen ständigen Wandel begibt.

![Ein Mann hält eine kunstvolle Maske in einer grünen Umgebung.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/Bernhard-Schreiner-©-Danni-Folan-2021-4x-scale-4048x2810.jpg)

Bernhard Schreiner

Foto: Danni Folan

![Pflanze mit Leitklemmen und einem modularen Synthesizer im Hintergrund auf einem Tisch.](https://schirn.b-cdn.net/wp-content/uploads/2026/06/2-e1780924792983.jpg)

Instant Sonification (Local real-time composition, N 50° 7′ 16″ E 8° 39′ 10″), (2026) Maßgeschneidertes modulares Synthesizersystem, Verstärker, Außenlautsprecher, Sensoren, PV-Module, Hydrofon, Kabel, Weinrebe, Efeu, Vitrine

Courtesy of the artist.