WILDNIS

1. NOVEMBER 2018 – 3. FEBRUAR 2019

Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der wiederkehrenden Faszination von der Wildnis eine umfassende Themenausstellung. In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. 

Briton Rivière, Beyond Man's Footsteps, 1894, Öl auf Leinwand, 119 x 184,5 cm, © Tate, London 2017

Die Ausstellung vereint Gemälde, Fotografien, Grafik, Video- und Soundarbeiten, Skulpturen sowie Installationen, die den Verbindungen zwischen Wildnis und Kunst von der Moderne bis zur Gegenwart nachgehen.

Mit Wildnis steht ein kulturelles Konzept zur Diskussion, das seit jeher auch als Projektionsfläche für das Andere und das Fremde, für Gegenbilder und Sehnsuchtsfantasien jenseits der Grenzen einer selbsternannten Zivilisation dient. Im heutigen „Zeitalter des Menschen“ erscheint die Utopie eines von Kultur und menschlichem Einfluss fernen Naturzustands überholt. Die Auseinandersetzung mit tradierten Bildern und Fiktionen von Wildnis aber erweist sich als lebendiger denn je. Mit Werken von Darren Almond, Karel Appel, Hicham Berrada, Frères Bisson, Julian Charrière, Ian Cheng, Marcus Coates, Constant, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Joan Fontcuberta, Luke Fowler, GUN (Group Ultra Niigata), Camille Henrot, Pieter Hugo, Asger Jorn, Per Kirkeby, Jacob Kirkegaard, Joachim Koester, Richard Long, Heinz Mack, Ana Mendieta, Helmut Middendorf, Georgia O’Keeffe, Richard Oelze, Gerhard Richter, Briton Rivière, Henri Rousseau, Lin May Saeed, Frank Stella, Thomas Struth und Carleton E. Watkins.

Thomas Struth, Paradise 21, Yuquehy/Brazil, 2001, 172,1 x 215,8 cm, © Thomas Struth

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Wildnis

31.10.2018 | In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, rückt die Wildnis wieder in den Fokus der Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet der wiederkehrenden Faszination von der Wildnis vom 1. November 2018 bis zum 3. Februar 2019 eine umfassende Themenausstellung. Es werden über 100 bedeutende und eindrucksvolle Kunstwerke von 34 internationalen Künstlerinnen und Künstlern präsentiert, darunter Julian Charrière, Ian Cheng, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Camille Henrot, Asger Jorn, Per Kirkeby, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins. Die Ausstellung vereint Gemälde, Fotografien, Grafik, Video- und Soundarbeiten, Skulpturen sowie Installationen, die den Verbindungen zwischen Wildnis und Kunst von der Moderne bis zur Gegenwart nachgehen. Mit Wildnis steht ein kulturelles Konzept zur Diskussion, das seit jeher auch als Projektionsfläche für das Andere und das Fremde, für Gegenbilder und Sehnsuchtsfantasien jenseits der Grenzen einer selbsternannten Zivilisation dient. Im heutigen „Zeitalter des Menschen“ erscheint die Utopie eines von Kultur und menschlichem Einfluss fernen Naturzustands überholt. Die Auseinandersetzung mit tradierten Bildern und Fiktionen von Wildnis aber erweist sich als lebendiger denn je.

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WANDTEXTE DER AUSSTELLUNG „WILDNIS“

31.10.2018 | Während von Menschen unberührte Naturräume heute weitgehend von der Erdoberfläche verschwunden sind, scheint das Thema Wildnis in den Bildern und Sehnsüchten unserer Gegenwart eine besondere Konjunktur zu erfahren. Vor diesem Hintergrund widmet sich diese Ausstellung der Faszination, die die Idee der Wildnis auf uns ausübt, und den vielfältigen Verbindungen von Wildnis und Kunst.

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AUSZUG AUS DEM RAHMEN- UND VERMITTLUNGSPROGRAMM DER AUSSTELLUNG „WILDNIS“

31.10.2018 | Während der Laufzeit der Ausstellung findet ein vielseitiges Rahmenprogramm statt. Einige Höhepunkte des Programms bilden die folgenden Veranstaltungen. Alle Informationen finden Sie unter www.schirn.de.

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Film zur Ausstellung

Zur Ausstellung wurde umfangreicher Videocontent produziert, den wir Ihnen gern kostenfrei für Ihre aktuelle redaktionelle Berichterstattung zur Verfügung stellen. Zudem bieten wir Ihnen für Ihre eigenen Produktionen umfangreiches Footage-Material in HD-Qualität an. Sie können es direkt bei uns anfordern.

WILDNIS, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Wolfgang Günzel

WILDNIS, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Wolfgang Günzel

WILDNIS, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Wolfgang Günzel

WILDNIS, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Wolfgang Günzel

WILDNIS, Ausstellungsansicht, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Wolfgang Günzel

Hicham Berrada, Ghost #1, seit 2013, Glasgefäß, Säure, Gänseblümchen, Kamera, Live-Projektion, Full-HD-Farbvideo, ca. 6 Min, Wentrup, Berlin und kamel mennour, Paris/London

Julian Charrière, Panorama 52° 29' 50.88" N 13° 22' 19.37" E, 2011, C-print on Alu-Dibond, 100 x 150 cm, Courtesy André Schlechtriem, © the artist & VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Ian Cheng, Something Thinking of You, 2015, Live simulation, infinite duration, sound, Work edition, unique in series of 7 and 1 AP, Courtesy the artist, Pilar Corrias Gallery, London, Gladstone Gallery, Standard (Oslo)

Max Ernst, Die Lebensfreude, 1937, Öl auf Leinwand, 2013 als Schenkung der Theo Wormland-Stiftung GmbH erworben, Bayerische Staatsgemäldesammlungen – Sammlung Moderne Kunst in der Pinakothek der Moderne München, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018

GUN, Event to Change the Image of Snow, 1970, documentary photograph of performance art. Photo by Hanaga Mitsutoshi

Asger Jorn, Eine Cobra-Gruppe, 1964, Öl auf Leinwand, 132 x 162 cm, Peter und Gudrun Selinka Stiftung, Ravensburg/Kunstmuseum Ravensburg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Thomas Weiss, Ravensburg

Richard Long, A Circle in Scotland, 1986, Photograph and text, © Richard Long, courtesy Lisson Gallery

Heinz Mack während der Dreharbeiten zum Film 'TELE-MACK' in der tunesischen Wüste, 1968, Foto: E. Braun / Archiv Mack

Ana Mendieta, Bird Transformation, 1972, Colour photograph, Vintage print, 25,4 x 20,3 cm, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Denmark, Acquired with funding from Museumsfonden af 7. december 1966. © The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Courtesy Galerie Lelong & Co., New York; Foto: Poul Buchard / Brøndum & Co.

Georgia O'Keeffe, From the Plains II, 1954, Öl auf Leinwand, 122 x 183 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

Gerhard Richter, Tiger, 1965, Öl auf Leinwand, 140 x 150 cm, Museum Morsbroich, Leverkusen, © Gerhard Richter 2018 (0127)

Briton Rivière, Beyond Man's Footsteps, 1894, Öl auf Leinwand, 119 x 184,5 cm, © Tate, London 2017

Henri Rousseau, Le lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1898 – 1905, Öl auf Leinwand, 200 x 301 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer, Basel

Lin May Saeed, The Liberation of Animals from their Cages XVII / Olifant Gate, 2016, Tool steel and lacquer, Courtesy Jacky Strenz, Frankfurt/M.; Nicolas Krupp, Basel; The artist, Foto: Wolfgang Günzel, Offenbach

Frank Stella, The Grand Armada (IRS, No. 6, 1X), 1989, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, © VG Bild-Kunst, Bonn 2018, Foto: Robert Bayer

Thomas Struth, Paradise 21, Yuquehy/Brazil, 2001, 172,1 x 215,8 cm, © Thomas Struth

Carleton E. Watkins, Vernal Fall, Yosemite, 1865-66, printed ca. 1875, Albumen silver print from glass negative, Lent by The Metropolitan Museum of Art, Gilman Collection, Purchase, The Horace W. Goldsmith Foundation Gift, through Joyce and Robert Menschel, 2005

Esther Schlicht, Kuratorin der Ausstellung "Wildnis", © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Gaby Gerster

Digitorial "Wildnis", © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2018, Foto: Norbert Miguletz

KATALOG ZUR AUSSTELLUNG

WILD­NIS / WILDER­NESS

Ausgewählte Künstler Statements, historische und literarische Texte kontextualisieren neben den Essays die Werke und geben tiefgreifende Einblicke in die kulturhistorische Entwicklung des Begriffs „Wildnis“.