Domino Projekt

SCHIRN DOMINO ist ein Projekt der SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT für Jugendliche im Alter von 13−17 Jahren in enger Zusammenarbeit mit Jugendeinrichtungen und Sprachförderklassen in und um Frankfurt. Das Ziel ist, Jugendliche über die Ausstellungen der SCHIRN für die Auseinandersetzung mit Kunst zu begeistern.

Das Projekt beinhaltet mehrere Phasen: Nach einer thematischen Einführung für die Vertreter der teilnehmenden Einrichtungen wird gemeinsam ein Konzept für die Projektdurchführung entwickelt. Im nächsten Schritt besuchen die Jugendlichen die Ausstellung in der SCHIRN. Hierbei geht es in erster Linie um einen Dialog zu den Ausstellungsinhalten innerhalb eines gemeinsamen Ausstellungsrundgangs. Danach setzen sich die Teilnehmer in ihren Einrichtungen mit den Themen der Ausstellung praktisch auseinander. Unterstützt werden sie dabei von einem Kunstpädagogen der SCHIRN. Anschließend präsentieren sie ihre selbst entwickelten Ideen und Werke in der SCHIRN. Somit lernen die Jugendlichen durch das Projekt die Grundlagen des künstlerischen Arbeitens von der Entwicklung der Idee bis hin zur Präsentation ihrer Werke kennen. Die Abschlusspräsentation bietet zugleich die Möglichkeit, das Konzept und die Ergebnisse von SCHIRN DOMINO auch anderen Jugendgruppen vorzustellen, und somit Multiplikatoren für das Projekt zu gewinnen.

SCHIRN DOMINO 2018/19 – AUF IN DIE WILDNIS!

Das aktuelle Projekt SCHIRN DOMINO findet im Rahmen der Ausstellungen WILDNIS (1. November 2018 – 3. Februar 2019) statt.

Wildnis − kaum ein Wort löst entgegengesetztere Empfindungen in Menschen aus. Wildnis steht für Menschenleere und Einöde, aber auch allgemein für unbewohnte Landschaften wie Urwälder, Steppen, Wüsten oder Moore. Doch was ist heute Wildnis, in einer Zeit, in der die weißen Flecken auf den Landkarten weitgehend verschwunden sind und ein unberührter Naturzustand fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert? Wo gibt es überhaupt noch Wildnis und in welchen Formen tritt sie auf?

Die Ausstellung in der SCHIRN zeigt künstlerische Werke, die sich mit verschiedenen Vorstellungen von Wildnis auseinandersetzen. Die Suche nach den letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerische Form oder auch die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Mensch und Tier prägen die Arbeiten vieler zeitgenössischer Künstler.

Die Teilnehmer des DOMINO Projektes lernen Gemälde, Zeichnungen, Fotografien, Videoarbeiten und Installationen von rund 30 Künstlerinnen und Künstlern von 1900 bis zur Gegenwart kennen und werden ermutigt, sich in verschiedenen künstlerischen Methoden und Techniken zu erproben und selbst kreativ zu werden.

In der Arbeit mit Deutsch-Intensivklassen strebt das Projekt darüber hinaus an, nicht nur die künstlerisch-praktischen Fähigkeiten, sondern auch die Sprachkenntnisse der Schüler zu fördern. Durch die Verbindung von künstlerischer und sprachdidaktischer Arbeit sollen für die Schüler neue thematische Zugänge zur Sprache jenseits ihres alltäglichen oder schulischen Gebrauchs eröffnet werden.

Bild: Mark Dion, Mobil Wilderness Unit – Wolf, 2006, Verschiedene Materialien, 274 x 148 x 294 cm, Courtesy: Georg Kargl Fine Arts, Wien © The artist & Georg Kargl Fine Arts, Wien, Foto: Lisa Rastl
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