ALICJA KWADE.

DIE BEWEGTE LEERE DES MOMENTS

Alicja Kwade erschließt mit der Installation „Die bewegte Leere des Moments“ einen eigenen Raum für den Betrachter, der diesem Möglichkeiten für neue Perspektiven und Überlegungen eröffnet und seine Konzentration wie alle seine Sinne schärft. Was bedeutet Zeit, Bewegung und Raum für das einzelne Individuum? Inwieweit bieten naturwissenschaftliche Erkenntnisse Halt in dieser spezifischen Konstellation? 

DANIEL RICHTER. HELLO, I LOVE YOU

Daniel Richter neueste Arbeiten

Die neue Serie des deutschen Malers Daniel Richter stellt eine Zäsur im Werk des Künstlers dar. Die Gemälde der neuen Serie bestechen durch ihre Materialität. Richter verzichtet fast gänzlich auf das Malen mit dem bewährten Pinsel. Dies führt zu einem grundsätzlich gewandelten Erscheinungsbild. Richter vermeidet eine klare Sinnbildlichkeit und lässt keinen Raum für anekdotische Deutungen. Dennoch spiegeln seine Bilder seine starke Haltung gegenüber der Kunst und der Welt wider. Es handelt sich um eine bemerkenswerte Weiterentwicklung im Œuvre des Künstlers. In einem Interview gibt Daniel Richter dazu Auskunft; ein Essay führt in die neue Werkserie ein. 

BASQUIAT. BOOM FOR REAL

KATALOG

Basquiat war mehr als nur ein Künstler, er war ein Lebenskünstler. Mit seinem Klassenkameraden Al Diaz taggte er New Yorker Häuserwände mit dem Pseudonym SAMO©, er bemalte alles, was ihm in die Quere kam, versah Klamotten mit seiner Signatur, legte als DJ im Mudd Club auf, gründete die Band Gray und produzierte eine Hip-Hop Platte. Mit wachsendem Erfolg zog Basquiat die Aufmerksamkeit der New Yorker Kreativszene in dem 1980er Jahren auf sich und nahm 1982 als bis dahin jüngster Teilnehmer an der documenta Teil. Basquiats vielschichtiges und explosives Werk, das seiner interdisziplinären Kunstproduktion in Kooperation mit zahlreichen Künstlern entsprang, entfaltet in diesem Katalog seine volle Bandbreite.

TIPP. Neben Basquiats Zeichnungen, Gemälden und Graffiti, gibt der Katalog einmalige Einblicke in seltenes Archivmaterial aus öffentlichen wie privaten Sammlungen. Der historisch-kulturelle Kontext von Basquiats Werk - von der New Yorker Bebop Szene bis hin zu Basquiats umfassender Bücher- und Videosammlung – wird hier in seiner vollen Bandbreite aufgefächert und analysiert.

GLANZ UND ELEND IN DER WEIMARER REPUBLIK

Katalog

Die Weimarer Republik (1918–1933) als erste deutsche Demokratie war eine Zeit der Krisen und der Übergänge – vom Deutschen Kaiserreich bis zum totalitären Regime im Nationalsozialismus. Zahlreiche Künstler haben die gesellschaftlichen Zustände dieser Jahre in ihren realistischen, ironischen, grotesken und kritisch-analytischen Darstellungen nicht nur widergespiegelt, sondern auch kommentiert, um sie zu verändern. Mit Werken von Otto Dix und George Grosz, Conrad Felixmüller und Christian Schad bis hin zu Dodo, Jeanne Mammen, Elfriede Lohse-Wächtler und vielen anderen berühmten wie neu zu entdeckenden Künstlern und Künstlerinnen entsteht ein vielschichtiges künstlerisches und politisches Bild der Weimarer Republik

TIPP. Neben einem umfassenden Einblick in die Geschichte der Weimarer Republik, gibt der Katalog spannende und fundierte Einblicke in eine Zeit der politischen, sozialen und kulturellen Umbrüche von der Vergnügungsindustrie, über die Rolle der „Neuen Frau“ bis hin zur Wiederbelebung und Neudefinition der Sportkultur

RICHARD GERSTL RETROSPEKTIVE

Katalog

Er ist der „erste öster­rei­chi­sche Expres­sio­nist“ und für viele immer noch ein Geheim­tipp: Richard Gerstl (1883–1908). Der Maler wird in einem Atem­zug mit den drei Meis­tern der Wiener Moderne genannt – Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka. Bis zu seinem Selbst­mord im Alter von nur 25 Jahren schuf er ein aufre­gen­des, unge­wöhn­li­ches, wenn auch über­schau­ba­res Oeuvre mit beein­dru­cken­den Höhe­punk­ten und wegwei­sen­den Neue­run­gen. Erst­mals in Deutsch­land zeigt die SCHIRN eine umfas­sende Retro­spek­tive und versam­melt nahezu alle Werke, die heute von ihm bekannt sind.

PETER SAUL

Pop, Funk und Anti-Helden

Leuchtende Farben, überladene Kühlschränke und mittendrin in all dem Chaos: Superman, Mickey Mouse und Donald Duck. Peter Sauls Bildwelten lassen auf den ersten Blick eine enge Verwandtschaft mit der Pop-Art vermuten. Bei genauerem Hinsehen offenbart sich jedoch sein ganz eigenwilliges Oeuvre: Mit einer Mischung aus derbem Slapstick-Humor, Comic und bizarrem Sprachspiel, mit karikaturhaft verzerrten Superhelden und einem Hang zur Übertreibung entlarvt der US-amerikanische Künstler die Schattenseiten des American Dream. Seine Gemälde und Zeichnungen stellen die Konsum- und Massenkultur der späten 1950er und frühen 1960er Jahre auf den Kopf. Bis heute werfen die Bilder einen sarkastischen Blick auf das US-amerikanische Zeitgeschehen und bestechen in ihrer stilistischen Originalität.     

TIPP. Im Interview mit Martina Weinhart erzählt Peter Saul wie das Mad-Magazin ihm eines Tages die Augen geöffnet und ihn zu seiner ganz eigenen künstlerischen Haltung inspiriert hat

ULAY LIFE-SIZED

Katalog

ULAY LIFE-SIZED in der SCHIRN führt das bemer­kens­werte Œuvre von Ulay erstmals umfas­send in einer großen Über­blicks­aus­stellung zusam­men. Zu sehen sind sowohl neue Arbei­ten und Perfor­man­ces, die der Künst­ler eigens für die Ausstel­lung konzi­piert, als auch zahl­rei­che Kunst­werke, die er jahre­lang zurück­hielt und die nun zum ersten Mal öffent­lich gezeigt werden. Der Ausnahmekünstler Uwe Laysi­e­pen alias Ulay (*1943) führt radi­kal das eigene Leben und die Kunst zusam­men. Mit seinem künst­le­ri­schen Konzept der Trans­for­ma­tion schafft er stän­dig neue Iden­ti­tä­ten: Sein bevor­zug­tes Medium ist die Foto­gra­fie. 

KUNST FÜR ALLE. DER FARBHOLZSCHNITT IN WIEN UM 1900

Aufbruchsstimmung - Wiener Kunst um 1900

Der Holzschnitt als eines der ältesten Druckverfahren der Menschheit erlebte mit Albrecht Dürer im Mittelalter seinen Höhepunkt, rückte als künstlerische Technik über die Jahrhunderte mehr und mehr in den Hintergrund und erfuhr plötzlich in ganz Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine bahnbrechende Wiederentdeckung. So auch in Wien, wo zahlreiche Künstler und auffallend viele Künstlerinnen den Farbholzschnitt neu belebten.
Die Publikation widmet diesem bislang kaum beachteten Phänomen: Rund 240 Werke – auch aus verwandten Techniken wie Linolschnitt oder Schablonendruck – von über 40 Künstlerinnen und Künstlern geben einen beeindruckenden Überblick und lassen die ästhetischen und gesellschaftlichen Errungenschaften des Farbholzschnitts im Wien der Jahrhundertwende erstmals umfassend sichtbar werden.

MAGRITTE. DER VERRAT DER BILDER

Katalog

Der Maler René Magritte (1898–1967) ist ein Magier der verrätselten Bilder. Die SCHIRN widmet dem großen belgischen Surrealisten eine konzentrierte Einzelausstellung, die sein Verhältnis zur Philosophie seiner Zeit abbildet. Magritte sah sich nicht als Künstler, sondern vielmehr als denkender Mensch, der seine Gedanken durch die Malerei vermittelt. Ein Leben lang beschäftigte es ihn, der Malerei eine der Sprache gleichrangige Bedeutung zu verleihen. Die SCHIRN präsentiert Magrittes meisterhafte Bilderrätsel der 1920er- bis 1960er-Jahre, wie etwa das emblematische Selbstbildnis La Lampe philosophique (Die philosophische Lampe) (1936), Les Mémoires d’un Saint (Die Erinnerungen eines Heiligen) (1960) oder Le Beau Monde (Schöne Welt) (1962). Die Ausstellung vereint rund 70 Arbeiten, darunter zahlreiche Meisterwerke aus bedeutenden internationalen Museen, öffentlichen und privaten Sammlungen.

HEATHER PHILLIPSON. EAT HERE

Katalog

In Heather Phil­lip­sons (*1978, London) Arbei­ten spielt das Medium Video eine zentrale Rolle, das sie zusam­men mit Foto­gra­fien, Objek­ten, Sound und Stimme zu Instal­la­tio­nen auswei­tet, um damit mehrere Sinne gleich­zei­tig anzu­spre­chen. Als viel­fach ausge­zeich­nete Schrift­stel­le­rin setzt Phil­lip­son zudem die Spra­che gegen die vermeint­lich über­wäl­ti­gende Macht und Komple­xi­tät digi­ta­ler Bilder ein. Das poeti­sche Zusam­men­spiel von Spra­che und Bild ergibt einen neuen Blick auf die Dinge, die uns täglich umge­ben und unse­ren Alltag beein­flus­sen. Markant sind die visu­ell anspre­chen­den Welten, die sie in ihrer Kunst kreiert: sicht­bar montierte Colla­gen aus hete­ro­ge­nen Dingen.

GIACOMETTI-NAUMAN

Katalog

Zwei Künst­ler, zwei Gene­ra­tio­nen und eine denk­bar unter­schied­li­che Herkunft: Die SCHIRN widmet den über­ra­schen­den und bislang weit­ge­hend über­se­he­nen Verbin­dun­gen im Werk von Alberto Giaco­metti (1901–1966) und Bruce Nauman (*1941) eine umfas­sende Ausstel­lung. Zeich­nun­gen, Foto­gra­fien, Videos, Skulp­tu­ren und raum­grei­fende Instal­la­tio­nen des US-ameri­ka­ni­schen Multi­me­dia­künst­lers treten mit ausge­wähl­ten Skulp­tu­ren und Gemäl­den des Schwei­zer Bild­hau­ers in einen span­nungs­vol­len Dialog. Bei beiden Künst­lern kreist das Œuvre vorran­gig um das Bild des Menschen und die condi­tio humana; es sucht mit redu­zier­ten Darstel­lungs­mit­teln, Grund­fra­gen der Exis­tenz zu ergrün­den.

PIONIERE DES COMIC. EINE ANDERE AVANTGARDE

Die Kunstform des Comic

Spektakulär, groß und in Farbe, eroberte der Comic ab 1897 sein Publikum. Die Verbreitung des Comics im frühen 20. Jahrhundert basierte auf dem kometenhaften Aufstieg der Zeitung. Immer leistungsstärkere Druckmaschinen und der sinkende Papierpreis machten sie finanziell erschwinglich. Dies führte zu einer Explosion und Demokratisierung der Bilder und schuf mit den darin enthaltenen Comic-Beilagen das erste Bildmassenmedium der Geschichte.
Die Publikation stellt sechs für die Kulturgeschichte des Comics herausragende, vornehmlich US-amerikanische Zeichner vor: Winsor McCay, Lyonel Feininger, Charles Forbell, Cliff Sterrett, George Herriman und Frank King, die experimentierfreudig und progressiv die künstlerischen und inhaltlichen Maßstäbe des frühen Comics setzten.

STURM-FRAUEN. KÜNSTLERINNEN DER AVANTGARDE IN BERLIN 1910-1932

Der Katalog zur Ausstellung

In der Berli­ner STURM-Gale­rie wurden zahl­rei­che, auch inter­na­tio­nale Künst­le­rin­nen erst­mals in Deutsch­land präsen­tiert. So unter­schied­lich wie die Lebens­läufe, die persön­li­chen Bedin­gun­gen und die Rezep­tion dieser STURM-Frauen sind auch ihre Werke, die sich stilis­tisch stark vonein­an­der unter­schei­den. In der Zusam­men­schau bilden sie ein beein­dru­cken­des Panorama der moder­nen Kunst.

DOUG AITKEN

Ein kaleidoskopisches Universum

Doug Aitken verbindet in seinen vielfach ausgezeichneten Arbeiten dynamisch Film und Musik, Architektur, Performance und Skulptur. Seit mehr als 20 Jahren schafft er dadurch Kunstwerke von faszinierender audiovisueller Intensität und suggestiv-verführerischer Kraft. Nicht ohne Grund gehört Aitken zu einer einflussreichen Generation von Künstlern, welche die Inszenierung des Mediums Film nachhaltig bereichert haben: Seine Arbeiten zeugen von einer eingehenden Beobachtung der Wirklichkeit und sind Ausdruck einer philosophischen Betrachtung der gegenwärtigen Welt. Er nimmt den Betrachter seiner Film- und Soundarbeiten mit auf eine synästhetische Reise um die Welt und zu sich selbst, stellt existenzielle Fragen des Lebens, liefert jedoch keine einfachen Antworten. Stattdessen bringt er eine fast naive Begeisterung für das Menschsein und das gemeinschaftliche Zusammenwirken zum Ausdruck. Aitkens Themenwelt kreist fortwährend um die menschliche Zivilisation: die Entfremdung des Einzelnen und die Vereinzelung in der Masse, der Umgang des Menschen mit Natur und Technik sowie die Auswirkungen dieser Faktoren auf das Zusammenleben, auf die menschlichen Beziehungen an sich. 

GERMAN POP

Die deutsche Variante der Pop Art

Pop, der in Großbritannien und den USA seinen Anfang nahm und sich dort als Universalkultur etablierte, erfuhr in den 1960er-Jahren in der Bundesrepublik Deutschland eine originelle künstlerische Ausprägung. Die in Westdeutschland lebenden Künstlerinnen und Künstler wie Thomas Bayrle, Christa Dichgans, K.H. Hödicke, Konrad Klapheck, Ferdinand Kriwet, Uwe Lausen, Sigmar Polke oder Gerhard Richter setzten sich in ihren Arbeiten mit dem deutschen Alltagsleben auseinander, ironisieren die kleinbürgerlichen Geschmacksideale und die beklemmende und trügerische Gemütlichkeit der 1960er-Jahre. Auf die Phase des Wirtschaftswunders folgte eine der politischen Aufarbeitung der damals jüngsten deutschen Vergangenheit. In der Bildenden Kunst suchte man nicht nur nach einem neuen Kunstbegriff und einer neuen Identität, hier fanden auch Prozesse der Demokratisierung statt. 

KÜNSTLER UND PROPHETEN. EINE GEHEIME GESCHICHTE DER MODERNE 1872–1972

Unerzählte Geschichte der Kunst der Moderne

Egon Schiele verstand sich als visionärer und prophetischer Künstler, František Kupka schuf einen von spiritistischen Leitlinien durchdrungenen abstrakten Malstil, Joseph Beuys rief zu einer Revolution unter der Rubrik „Soziale Plastik“ auf, und Friedensreich Hundertwasser war ein Umweltaktivist, dessen Spiralen-Bilder im Wesentlichen holistisch waren. Diese wegweisenden künstlerischen Haltungen und Entwicklungen wären ohne den Kontakt zu verschiedenen sogenannten „Propheten“ nicht entstanden. Einige waren Künstler-Naturisten, andere neuzeitliche Christusgestalten und wieder andere betrachteten sich als Sozialrevolutionäre. Ihre Bedeutung für die Kunst der Moderne ist in weiten Teilen eine unerzählte Geschichte geblieben. Ihre Namen – Karl Wilhelm Diefenbach, Gusto Gräser, Gustav Nagel sowie Friedrich Muck-Lamberty und Ludwig Christian Haeusser – sind heute fast in Vergessenheit geraten. Zu ihren Lebzeiten waren sie jedoch einem breiten Publikum und in Avantgarde-Kreisen bekannt. Auch Künstler und Intellektuelle bewunderten sie, wenn auch oft hinter vorgehaltener Hand. Unter anderem werden Werke von František Kupka, Egon Schiele, Johannes Baader, Heinrich Vogeler, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Friedensreich Hundertwasser, Joseph Beuys oder Jörg Immendorff sowie vielfältige Dokumentationsmaterialien vorgestellt. Die Publikation deckt nicht nur Kausalitäten auf, sie zieht auch unerwartete Verbindungslinien und bettet die Propheten und die künstlerische Avantgarde in einen weitreichenden sozial-historischen Kontext ein.

HELENE SCHJERFBECK

Porträtkunst aus Finnland

Helene Schjerfbeck (1862-1946) ist die prominenteste Künstlerin Finnlands, ihr Werk von epochaler Bedeutung. Die Anerkennung von Schjerfbecks Porträtkunst ist in Skandinavien allgegenwärtig – nicht zuletzt auch als Reproduktion auf der finnischen Zwei-Euro-Münze. Die Künstlerin wird als nationale Ikone verehrt. Die Monografie bietet einen Überblick über das Œuvre der Malerin von den realistischen Anfängen der 1880er-Jahre bis zu den späten, stark abstrahierenden Selbstporträts der 1940er-Jahre.

DANIELE BUETTI. IT’S ALL IN THE MIND

Hypnose als künstlerische Aktion

Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett – was passiert im menschlichen Gehirn, wenn Farben nicht gesehen, sondern die Begriffe über das Gehör wahrgenommen werden? Ausgehend von einer Soundinstallation des Schweizer Künstlers Daniele Buetti für die Schirn Kunsthalle schlägt die Publikation den Bogen von Farbtheorie, Meditation und Hypnose im Kunstkontext.

TOBIAS REHBERGER. HOME AND AWAY AND OUTSIDE

Kunst, Installation, Design?

Tobias Rehberger (*1966) ist international für sein ebenso pointiertes wie pointenreiches Werk bekannt. Zahlreiche Preise und Ausstellungen ehren den Künstler, dessen vielschichtiges Œuvre eine herausragende Position in der aktuellen Kunstproduktion einnimmt. Rehbergers Arbeit lässt sich weder einem speziellen Medium noch Thema zuordnen. So erarbeitet er aus den unterschiedlichsten Materialien Skulpturen, Installationen, Poster, Gemälde sowie ganze Environments und generiert ein Themenspektrum, das von optischen Täuschungen über Identitätsspiele bis hin zu Fragen der Vergänglichkeit reicht. Der Entstehungsprozess steht häufig im Mittelpunkt seiner Kunst – so arbeitet der Künstler oft aus der eigenen Erinnerung heraus, lässt sich von überholten Herstellungsverfahren inspirieren oder provoziert, indem er vermeintliche Fehler in seine Werke einbaut, beziehungsweise sie auf den ersten Blick als Kopien erscheinen lässt. Viele Arbeiten sind Beispiele einer geteilten Autorenschaft, also Werke, in denen Rehberger Angaben und Ideen Dritter verarbeitet.

ESPRIT MONTMARTRE

Phänomen Bohème

Der Montmartre galt aber für viele Jahre als Mikrokosmos für ein künstlerisches Selbstbild, das mit Henry Murgers Roman Scènes de la vie de Bohème (1847–1849) einen zunächst literarischen Ausdruck fand. Er zog aber bald viele Künstlerinnen und Künstler an, die sich – obwohl oft aus großbürgerlichem Elternhaus stammend – bewusst für ein Leben als ärmliche Bohemiens am Rande der Gesellschaft entschieden. Dieses neue Selbstverständnis als freiwillig-unfreiwillige Außenseiter spiegelten sie besonders realistisch und eindrücklich in ihren Kunstwerken wider. Die Publikation nähert sich aus kunstsoziologischer Perspektive der Bohème am Montmartre, berücksichtigt den gesellschaftlichen und historischen Kontext und macht deutlich, wie stark sich Mythos und Legende des Ortes von der eigentlichen Realität unterschieden. ‚Esprit Montmartre‘ zeigt das wahre Leben der Menschen abseits der bekannten Klischees. Berührend, sinnlich und aufrüttelnd sind die Werke der Künstler, die mit ihren Sujets und Bildideen, Materialien und Stilen die künstlerischen Entwicklungen der Moderne wesentlich vorauszeichneten.

GÉRICAULT. BILDER AUF LEBEN UND TOD

Ein radikaler Blick auf den modernen Menschen

Der früh verstorbene Maler Théodore Géricault (1791–1824) ist einer der Großmeister der französischen Malerei des 19. Jahrhunderts und gilt als Wegbereiter der französischen Romantik.
Zwei der zentralen Themenkomplexe des französischen Künstlers stellt das Katalogbuch in den Mittelpunkt: Das physische Leiden des modernen Menschen, wie es am eindrucksvollsten in den Bildern von abgeschnittenen Köpfen und Gliedmaßen als das Ineinander von Leben und Tod zum Ausdruck kommt, und seine psychische Qual, die u. a. meisterhaft in Géricaults Porträts von Geisteskranken veranschaulicht wird. In einer konzentrierten Übersicht werden diese beiden Werkkomplexe in den Zusammenhang des Œuvres, aber auch der Kunst seiner Zeit gestellt, um so die ästhetischen, ideengeschichtlichen und medizinhistorischen Voraussetzungen Géricaults neu zu beleuchten und die wechselseitigen Beziehungen von Kunst und Wissenschaft aufzuzeigen.

PHILIP-LORCA DICORCIA. FOTOGRAFIEN 1975–2012

Ein Star der amerikanischen Fotoszene

Der US-amerikanische Fotograf Philip-Lorca DiCorcia (*1951) gehört zu den bedeutendsten und einflussreichsten Fotografen unserer Zeit. Seine Bilder schweben zwischen alltäglichen Momenten und detailreich inszenierten Arrangements. Die realitätsnahe Wiedergabe und der scheinbar dokumentarische Blick werden in den Arbeiten des in New York lebenden Künstlers von einer höchst aufwendigen Bildregie unterwandert. Die Frage nach der Möglichkeit der Abbildung von Realität ist eines der Hauptthemen diCorcias und verbindet die überwiegend in Serien entstandenen Fotografien miteinander. So nahm er für Hustlers(1990–1992) männliche Prostituierte in minutiös inszenierten Settings auf, während er in seiner wohl bekanntesten Serie Heads (2000–2001) Passanten völlig ahnungslos in einer Alltagssekunde festhielt. Neben den Werkgruppen Streetwork (1993–1999), Lucky 13 (2004) und A Storybook Life (1975–1999) präsentiert der Katalog auch erstmals Arbeiten des momentan in Entstehung begriffenen Projekts East of Eden (2008‒).

GLAM! THE PERFORMANCE OF STYLE

Celebration? Realife!

Der Zeitraum zwischen 1970 bis 1975 stellt einen der seltenen Momente in der Geschichte dar, in dem ein Stil in alle Bereiche der Kultur vordrang, ob in Mode, Kunst, Film, Fotografie oder in die Popmusik. Die kongeniale Verschmelzung von Pop und bildender Kunst fand ihre konsequente Umsetzung in der Band Roxy Music, die die beiden Kunsthochschulabsolventen Bryan Ferry und Brian Eno 1971 gemeinsam gründen sollten: Von der Musik über die Covergestaltung bis hin zur Bühnengarderobe war das grelle Gesamtkunstwerk Roxy Music von kühl-präzisem Design, mondäner Erotik und einer ästhetischen Sensibilität aufgeladen, die Oberflächen, Codes und Zeichen aus der jüngeren wie fernen Vergangenheit erstmals als Stile verstand, die nun angewandt, frei gesampelt und neu abgemischt werden konnten – Glam war geboren!
Jeder Gang vor die Tür war fortan ein Auftritt, bei dem man wild und fantastisch aussehen wollte: Ob mit Plateauschuhen, Federboa, paillettenbesetzter Tigerprintjacke, Glitzerkostüm, Lidschatten oder eng geschnittenen Lederhosen – Stil wurde zur Pose, zum Ausdruck dramatischer Überinszenierung.

PRIVAT / PRIVACY

Die radikale Auflösung der Privatsphäre und der Weg in die Post-Privacy im Spiegel der Kunst.

Privat – das ist heute fast schon ein Wort aus der Vergangenheit. Kaum noch zutreffend in Zeiten, da alles auf Facebook gepostet wird, vom Lieblingskochrezept bis zum aktuellen Beziehungsstatus. Exhibitionismus, Selbstenthüllung, Erzähllust, Zeigefreude und Voyeurismus sind soziale Strategien unserer Zeit, in der längst ein Strukturwandel der Öffentlichkeit stattgefunden hat. Der Ausstellungskatalog „Privat“ unternimmt eindrückliche Exkursionen an die fragilen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem. Fotografien, Polaroids, Handyfotos, Objekte, Installationen und Filme spiegeln häusliche Szenen und persönliche Geheimnisse.
Vorgestellte Künstler: Ai Weiwei, Merry Alpern, Michel Auder, Evan Baden, Richard Billingham, Mike Bouchet, Stan Brakhage, Sophie Calle, Tracey Emin, Hans-Peter Feldmann, Leo Gabin, Nan Goldin, Christian Jankowski, Jenny Michel und Michael Höpfel, Birgit Jürgenssen, Edgar Leciejewski, Leigh Ledare, Christian Marclay, Ryan McGinley, Marilyn Minter, Gabriel de la Mora, Mark Morrisroe, Laurel Nakadate, Peter Piller, Jörg Sasse, Dash Snow, Fiona Tan, Mark Wallin-ger, Andy Warhol, Michael Wolf, Kōhei Yoshiyuki, Akram Zaatari

GUSTAVE CAILLEBOTTE. EIN IMPRESSIONIST UND DIE FOTOGRAFIE

Eine Ausnahmeposition innerhalb der Impressionisten. Der Überblick zum Werk Caillebottes und zur zeitparallelen Entwicklung der Fotografie aus der Frühzeit bis zur Avantgarde des Neuen Sehens

Caillebottes radikalen, präzise konzipierten Kompositionen und sehr modernen und fotografisch anmutenden Darstellungen eröffnen höchst eigenständige Perspektiven innerhalb der Kunst des Impressionismus. Nicht unerheblich für seine Bildfindungen ist dabei das neue Medium der Fotografie. Auf außergewöhnlich überzeugende Weise erschließen Caillebottes Bildwelten einen engen Zusammenhang von Fotografie und Malerei in der Herausbildung eines neuen Sehens. Viele seiner Gemälde und Zeichnungen folgen gestalterisch ähnlichen Darstellungen des Mediums Fotografie, dessen Ästhetik in Caillebottes Kompositionen seinen spürbaren Widerhall findet. 

JEFF KOONS. THE PAINTER & THE SCULPTOR

Konsum- und Hochkultur, Schönheit und Begehrlichkeit. Jeff Koons versteht das Spiel zwischen Banalität und Erhabenheit.

Laut, spielerisch und respektlos – die provokante Kunst von Jeff Koons (*1955) lässt keinen kalt. Koons bedient sich geschickt der Medien, sprengt mit Anleihen bei Pop-Art und Populärkultur alle Genregrenzen und spielt auf der Klaviatur des Kunstmarktes wie kein Zweiter. Die Sammler reißen sich um seine wandfüllenden Gemälde und kolossalen Luftballontiere aus Edelstahl. Doch Koons desavouiert in seinen bunten, perfekt-makellosen Arbeiten auch das Verführungspotenzial einer glitzernden Warenwelt. Seine Kunst stimmt amüsant und nachdenklich. Das zunächst kontrovers diskutierte Werk des US-Amerikaners wird inzwischen als richtungweisend anerkannt.
Die Publikation stellt sein Œuvre in zwei Bänden vor: Gemälde aus allen Schaffensphasen des Künstlers stehen im Mittelpunkt des Malerei-Bandes. Seine Skulpturen bilden den Schwerpunkt des zweiten Bandes, in dem Sammlungsobjekte des Liebieghauses aus fünftausend Jahren Kulturgeschichte in Dialog mit seinen Werken treten.

MICHAEL RIEDEL. KUNSTE ZUR TEXT.

Die radikale Auflösung der Privatsphäre und der Weg in die Post-Privacy im Spiegel der Kunst

In seinem konzeptuellen Schaffen bedient sich Michael Riedel (*1972) einer großen Bandbreite von Medien und Formaten von Arbeiten auf Leinwand über Film-, Video- und Audioaufnahmen bis hin zu Künstlerbüchern, Postern, Installationen und Events – immer abhängig vom Bezugspunkt des Werkes und dem Grad seiner medialen Transformation. Riedel nutzt dabei die Strategie des Aufnehmens, Labelns und Abspielens. Sein Schaffen beruht auf dem Prinzip der Wiederholung, wobei es ihm nicht um die authentische Nacherzählung eines bestimmten Ereignisses oder Inhalts, sondern vielmehr um die Differenz geht, die bei der Übertragung von einem Medium in ein anderes entsteht. Der vorliegende Katalog ist der erste Überblick zu seinem Werk.

BETTINA POUSTTCHI. FRAMEWORK

Kunst und die Frage nach Umgang mit urbanem Raum und nach der zeitlichen Dimension von Architektur.

In ihren Arbeiten reflektiert Bettina Pousttchi (geboren 1971) urbane und gesellschaftliche Veränderungen unserer Zeit. Ihre Fotografien, Filme, Skulpturen und Installationen machen die fundamentalen Veränderungen der Stadtlandschaft erfahrbar. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem urbanen Raum findet ihre konsequente Fortsetzung in den spektakulären ortsspezifischen Interventionen, mit denen Bettina Pousttchi öffentliche Plätze und Gebäude zu Objekten ihrer Arbeit macht. Bettina Pousttchi wurde einem breiten Publikum bekannt durch ihre monumentale ortsspezifische Fotoinstallation Echo auf dem Berliner Schlossplatz (2009/10). Dieser Katalog dokumentiert ihre neueste Installation Framework für die Schirn Kunsthalle Frankfurt und gibt einen umfassenden Überblick über das Werk der Künstlerin in den Medien Fotografie, Video und Skulptur der letzten zehn Jahre. 

GEORGE CONDO. MENTAL STATES

Malerei von beißendem Humor, surrealistischer Absurdität und überbordendem Pathos

Im Katalog „George Condo. Mental States“ bildet sich das unverwechselbare Œuvre des US-amerikanischen Künstlers ab, das Condo seit den 1980er-Jahren geschaffen hat. Sein künstlerischer Stil verbindet auf schonungslose Art und Weise das Schöne mit dem Grotesken, Ernsthaftigkeit mit Absurdität. Dabei ist er ironisch, provokant und witzig. Geschickt kombiniert Condo die Bildsprache der letzten Jahrhunderte und lässt verschiedenste Malstile und Darstellungsweisen in seine Werke einfließen. Ein Schwerpunkt liegt auf seinen imaginären Porträts - Archetypen, die unterschiedliche mentale Zustände beschwören und damit den Betrachter mit den Abgründen und der Lächerlichkeit der modernen Gesellschaft konfrontieren.

EDVARD MUNCH. DER MODERNE BLICK

Der Katalog widmet sich dem Spätwerk des Künstlers und stellt erstmals Munchs Interesse an modernen Repräsentationstechniken seiner Zeit wie Fotografie und Film ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Der Katalog „Edvard Munch. Der moderne Blick“ stellt das wenig erforschte Spätwerk des Künstlers in den Vordergrund und beweist, dass Edvard Munch (1863–1944) nicht nur ein Künstler des des 19., sondern ebenso des 20. Jahrhunderts war. Im Zentrum steht Munchs Auseinandersetzung mit modernen Repräsentationstechniken seiner Zeit wie Fotografie und Film. Seine Werke lassen erkennen, in welchem Maß er spezifisch fotografische oder filmische Kompositions- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. Darüber hinaus demonstriert der Katalog, wie Munch ein und dasselbe Sujet in Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie und sogar Bildhauerei verarbeitet. Die häufige Wiederaufnahme von Motiven stellt einen wichtigen Schlüssel zum Verständnis seines Werks dar.

EDVARD MUNCH - KUNST ZUM HÖREN

Das Hörbuch zur Munch-Ausstellung

Edvard Munch (1863 –1944), dessen weltberühmte Hauptwerke aus den 1890er-Jahren stammen und der gemeinhin mit den Strömungen des späten 19. Jahrhunderts in Verbindung gebracht wird, hinterließ zudem ein umfassendes OEuvre, das im 20. Jahrhundert entstand. Dieses ermöglicht einen neuen Blick auf den Maler, zeigt das Interesse des Künstlers am Tagesgeschehen sowie an den modernen Repräsentationstechniken seiner Zeit wie Fotografie, Film und illustrierten Zeitschriften. Anhand seiner späten Gemälde und Arbeiten auf Papier lässt sich nachweisen, wie Munch spezifisch fotografische oder filmische Bau- und Erzählformen, Posen und selbst Effekte in seine Malerei übernimmt. Zudem widmet sich ein Kapitel Munchs eigenen Versuchen in den Medien Fotografie und Film. Wir erhalten Einblick in ein Spätwerk, indem es noch viel zu entdecken gibt.

KIENHOLZ. DIE ZEICHEN DER ZEIT

Der Katalog führt in die wichtigsten Themen des Kienholz’schen Werkes ein und beleuchtet den komplexen Entstehungsprozeß der Arbeiten.

Rebellisch, provokant und polarisierend hat das Kienholz’sche OEuvre seit seinen Anfängen Mitte der 1950er-Jahre stets großes Aufsehen erregt: zunächst die Werke von Edward Kienholz (1927–1994) allein, später, ab 1972, die gemeinschaftlichen Projekte mit seiner Frau Nancy Reddin Kienholz. Kaum verwunderlich, stehen doch Religion, Krieg, Tod, Sex und die abgründigeren Seiten der Gesellschaft mit ihren sozialen Konflikten im Zentrum der Arbeit. Die Ausstellung in der Schirn zeigt in einer komplexen Zusammenschau die Essenz des Kienholz’schen Werks: von den ersten dreidimensionalen Arbeiten kleineren Formats über die konzeptuellen Werke bis zu den raumfüllenden Tableaus.
Der umfangreiche, reich bebilderte Katalog zur Ausstellung legt ein besonderes Augenmerk auf die visuelle Dokumentation der Entstehung der gezeigten Werke, deren großformatige Abbildungen mit zahlreichen teils erstmals publizierten Fotografien aus dem Archiv von Nancy Reddin Kienholz ergänzt werden. Zusätzlich zu drei wissenschaftlichen Aufsätzen und einem Interview mit der Künstlerin, führen einige kürzere Texte an die Hauptwerke der Ausstellung heran.

GABRÍELA FRIÐRIKSDÓTTIR. CREPUSCULUM

Die Publikation widmet sich zum ersten Mal dem Gesamtwerk Gabríela Friðriksdóttir. Neben erläuternden Texten sind Ansichten von bisherigen bis zu aktuellen Werken, wie „Crepusculum“, zusammengeführt.

Die Arbeitsweise der isländischen Künstlerin Gabríela Friðriksdóttir zeichnet sich durch mediale Vielgestaltigkeit aus: Zeichnungen, Malereien, Fotografien und Skulpturen stehen gleichbedeutend neben Installationen, Performances und Videofilmen. In ihren Werken führt Friðriksdóttir unterschiedliche kulturelle, religiöse und psychische Ebenen zu einem eigenwilligen ästhetischen Zeichen-, Formen- und Bedeutungskanon zusammen. Dies gilt vor allem für die Filme, die mit ihren surrealen Szenarien und der Aufhebung klassischer Erzählmuster eine wundersam anmutende Welt entstehen lassen, in der sich rätselhafte Traumbilder mit Geschichten aus der altnordischen Mythologie und sexualpsychologischen Bezügen verweben. In ihren Filmen hat Friðriksdóttir auch mehrmals mit dem isländischen Popstar Björk zusammengearbeitet. Für die Schirn schafft Gabríela Friðriksdóttir unter dem Titel „Crepusculum“ (Dämmerung, Abendrot) einen Raum, in dem sich mittelalterliche isländische Handschriften mit dem geheimnisvollen Zeichensystem der Künstlerin sowie einer neuen Filmproduktion zu einer mystischen Landschaft verdichten.

HARIS EPAMINONDA. CHRONICLES

Mit ihrer Arbeit hinterfragt Haris Epaminonda Aspekte der Zeit, der Bewegung und Ruhe sowie der Darstellung und Vorstellung.

Im Zentrum der Arbeiten von Haris Epaminonda steht das Verfahren der Collage, das sie durch die Kombination von Bildern, Filmen, Fotografien, Skulpturen, Tongefäßen, Holzschnitzereien, chinesischem Porzellan, antiken Figuren und anderen vorgefundenen Gegenständen zu vielschichtigen Rauminstallationen weiterentwickelt. Ganz bewusst verzichtet Epaminonda auf jegliche Hinweise auf Zeit, Herkunft und Bedeutung ihrer aus unterschiedlichsten Quellen stammenden Objekte. Der Betrachter wird vielmehr auf sich selbst und seine Assoziationen zurückgeworfen. Mit ihrer Arbeit hinterfragt sie Aspekte der Zeit, der Bewegung und Ruhe sowie der Darstellung und Vorstellung.

ERRÓ. PORTRÄT UND LANDSCHAFT

Erró zählt zu den Einzelgängern der Kunst des 20. Jahrhunderts. Die Publikation führt in sein individuelles Werk ein und präsentiert speziell die zwei Gruppen „Scapes“ und „The Monsters“

GEHEIMGESELLSCHAFTEN

Geheimgesellschaften – ein verblüffendes Thema im Kunstkontext. Die Publikation führt in das Thema ein und zeigt Zusammenhänge auf.

Geheimgesellschaften - seit Jahrhunderten ein faszinierendes und beängstigendes Schlagwort für komplex organisierte, konspirative Gruppierungen. Auf den ersten Blick scheinen Geheimgesellschaften ein eher verblüffendes Thema im Kunstkontext zu sein. Doch in der Tat spiegeln sie mit ihren verborgenen Riten, ihrem geheimen Wissen und exklusiven Mitgliederkreis gewisse Mechanismen zeitgenössischer Kunst wider, wie auch umgekehrt das Phänomen der Geheimgesellschaft und ihrer Riten immer wieder von Künstlern thematisiert werden. Allein die Vermutung, dass Geheimgesellschaften mit allen Bereichen der Gesellschaft in Berührung stehen und sie auf geheimnisvolle Weise beeinflussen könnten, ist Grund genug für eine künstlerische Auseinandersetzung. Die Publikation geht daher der Frage nach, welche Motivationen von der Kunstwelt mit diesen geheimen Bewegungen geteilt werden beziehungsweise welche Vorstellungen sich gegenseitig begründen.

FRANCESCO CLEMENTE. PALIMPSEST

Der Katalog präsentiert neben einer umfassenden Auswahl aus Clementes wichtigsten Arbeiten seine jüngsten Werke, spektakuläre großformatige Aquarellserien.

Francesco Clemente ist für seine außergewöhnliche Bildsprache bekannt, die aus einer Vielzahl von zeitlosen Symbolen, Mythen, Kulturen und Philosophien schöpft. Sein Oeuvre kreist um die großen Fragen des menschlichen Individuums – viele seiner Werke gleichen traumähnlichen Visionen, aufgeladen von Erotik und Spiritualität. Der Eklektizismus und die Fülle an persönlicher Symbolik zeugen von Clementes bewegtem künstlerischem Leben, das er zwischen Italien, New York und Indien verbringt. Seit 1971 arbeitet Clemente mit traditionellen Kunstformen wie Malerei, Zeichnung, Pastell und Aquarell sowie mit den expressiven Mitteln der Figuration und Farbigkeit.
Der Katalog präsentiert neben einer umfassenden Auswahl aus Clementes wichtigsten Arbeiten seine jüngsten Werke, spektakuläre großformatige Aquarellserien, in denen der Künstler Lebenserfahrungen in eine universelle Formsprache umsetzt.

EUGEN SCHÖNBECK 1957-1967

Der Katalog versammelt erstmalig in Form eines Werkverzeichnisses alle noch erhaltenen Leinwandgemälde Schönebecks.

Der Katalog stellt erstmals als Werkverzeichnis des malerischen Œuvres alle noch existierenden Leinwandgemälde Schönebecks und etwa 40 Papierarbeiten vor. Eine umfangreiche, auf persönlichen Gesprächen basierende Biographie des Künstlers ordnet ihn in den Kontext der soziopolitischen Ereignisse im Nachkriegsdeutschland ein. Anliegen des Kataloges ist es, Schönebeck wieder zu seinem rechtmäßigen Platz in der Kunstgeschichtsschreibung zu verhelfen.

SURREALE DINGE. SKULPTUREN UND OBJEKTE VON DALÍ BIS MAN RAY

Erstmals stehen nur die dreidimensionalen Arbeiten der Surrealisten im Zentrum einer Monografie

Die umfassende Publikation konzentriert sich mit rund 180 Werken erstmals ausschließlich auf die dreidimensionalen Arbeiten der Surrealisten. Viele davon wirken aus heutiger Perspektive kaum historisch, sondern im Gegenteil überraschend frisch und zeitgenössisch. Die Auswahl von über 50 Künstlern der surrealistischen Epoche umfasst sehr populäre Namen wie Marcel Duchamp, René Magritte, Salvador Dalí, Pablo Picasso und Man Ray, aber auch viele andere Künstlerinnen und Künstler, deren attraktive und erstaunliche Werke es für ein breites Publikum noch zu entdecken gilt.

EN PASSANT

EN PASSANT ist der Titel einer Installation, die die Künstlergruppe et al.* eigens für die Schirn-Ausstellung SURREALE DINGE entwickelte. Die Publikation dokumentiert die Arbeit und macht das jeweilige „Making of“ sowie den Rückgriff auf historische Quell

EN PASSANT ist der Titel einer raumfüllenden Installation mit über vierzig Skulpturen, die die Künstlergruppe et al.* eigens für die Schirn-Ausstellung SURREALE DINGE entwickelte. Die Publikation dokumentiert die Installation und macht als grundsätzlicher Bestandteil der Arbeit von et al.* zum Einen das jeweilige „Making of“, zum Anderen auch den direkten Rückgriff auf entsprechende historische Quellen oder Ereignisse anschaulich. EN PASSANT ist sowohl ein in sich geschlossenes, eigenständiges Werk wie auch ein ganz eigener künstlerischer Kommentar zu Kunstauffassung und Ausstellungspraxis der Surrealisten. Diese verschoben bewusst die Grenzen zwischen Ausstellungs- und Erlebnisort und ließen die Betrachtenden im Unklaren darüber, ob das Gebilde, mit dem sie räumlich und körperlich konfrontiert wurden, ein Kunstwerk oder ein Gegenstand zum Benutzen, Berühren oder Verändern war. Auch die Künstlergruppe et al.*, deren Mitglieder aus Deutschland, Schweden, Frankreich und den USA kommen, spricht mit ihrer Arbeit alle Sinne des Betrachters an.

COURBET. EIN TRAUM VON DER MODERNE

Der Katalog zeigt den "anderen" Courbet, seine Welt der Versunkenheit, der Nachdenklichkeit und der Innenwendung.

Gustave Courbet (1819–1877) gilt als bedeutendster Vertreter des Realismus und Vorkämpfer einer sozial engagierten Malerei. Mit seinen lebensnahen Darstellungen setzte er sich über die Konvention der Idealisierung in der Kunst hinweg. Courbet hatte jedoch auch eine andere Seite: In seinen Porträts, Landschaftsbildern, Zeichnungen und Stillleben schildert er eine Welt der Versunkenheit, der Nachdenklichkeit und der Innenwendung, die ganz im Gegensatz zur hektischen Industrialisierung seiner Zeit steht.

KUNST ZUM HÖREN: COURBET. EIN TRAUM VON DER MODERNE

Das Hörbuch zur Courbet-Ausstellung.

Das Hörbuch zur Courbet-Ausstellung stellt mit rund 40 farbigen Abbildungen den „anderen“ Courbet vor, der von der deutschen Romantik ausgehend die Vision einer poetischen Kunst der Moderne realisiert, wie sie dann bei Paul Cézanne und Pablo Picasso, aber auch im Symbolismus und Surrealismus weiterentwickelt wurde.

WELTENWANDLER. DIE KUNST DER OUTSIDER

Wirklichkeit, Fantasie und Utopie jenseits des Alltäglichen.

Die Publikation zeigt in einem Spektrum vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart Werke, die auf eindrucksvolle Weise die individuellen Welten der Künstler erschließen: So taucht man in die Liebestraumwelten der Aloïse, in die präzisen mathematischen Utopien von George Widener oder in das Ewigkeitenendeland eines August Walla ein. Die Arbeiten lenken den Blick auf die undurchsichtigeren Wege des Denkens und geben Anlass, die Gewissheitsstrukturen des Alltags grundsätzlich zu befragen.

BARBARA KRUGER. CIRCUS

Bilder und Texte aus Massenmedien, Werbung und Konsum bilden das Material, aus dem Barbara Kruger ihre Botschaften entwickelt.

Die amerikanische Konzeptkünstlerin Barbara Kruger hat für die Rotunde der Schirn eine neue, öffentlich zugängliche Installation geschaffen, die Boden, Decke und die umgebenden Wände mit den für sie typischen weißen und teilweise roten Schriftzügen auf schwarzem Grund überzieht. „Ich arbeite mit Bildern und Worten, weil sie die Fähigkeit haben, zu bestimmen, wer wir sind oder nicht sind“, sagt Kruger. Bilder und Texte der Massenmedien, der Werbung und des Konsums bilden das Material, aus dem sie ihre Botschaften entwickelt.

MIKE BOUCHET. NEUES WOHNEN

Der Katalog erscheint zur Ausstellung mit der neuen Skulptur Mike Bouchets, "Sir Walter Scott".

Auf der Biennale in Venedig 2009 zeigte der Künstler die Arbeit Watershed, ein im Hafenbecken des Arsenale schwimmendes Einfamilienhaus. Im Anschluss an die Biennale wurde es transportfähig zerlegt. Zerstört und transformiert entstand daraus für die Schirn eine neue Skulpturengruppe mit dem Titel Sir Walter Scott, die unterschiedliche gedankliche Konzepte für neue, visionäre Wohnsituationen ergibt.

ZELLULOID. FILM OHNE KAMERA

Die Publikation präsentiert herausragende Beispiele des kameralosen Films von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart.

Zelluloid widmet sich einem besonderen Genre des künstlerischen Films, bei dem das Bild direkt – durch eine physische Bearbeitung des Filmstreifens – hervorgebracht wird. Im Unterschied zu anderen Formen des experimentellen Films wird das Filmmaterial dabei unter Anwendung vielfältiger künstlerischer Verfahren gleichsam als Leinwand interpretiert.
Die Publikation präsentiert mit rund 20 internationalen Künstlern und Filmemachern von den 1930er Jahren bis in die Gegenwart herausragende Beispiele des kameralosen Films.

UWE LAUSEN. ENDE SCHÖN ALLES SCHÖN

Anlässlich des 40. Todestags von Uwe Lausen erscheint ein Katalog, in dem sein leidenschaftliches Œuvre neu zu entdecken ist.

In nur neun Jahren verarbeitete der Maler Uwe Lausen höchst eigenständig Stilrichtungen wie Pop-Art und Hyperrealismus und reflektierte dabei schonungslos die autoritären Gesellschaftsstrukturen des Nachkriegsdeutschlands. Anlässlich seines 40. Todestags des mit nur 29 Jahren durch Freitod aus dem Leben geschiedenen Autodidakten erscheint ein Katalog, in dem sein leidenschaftliches und aus heutiger Sicht höchst aktuelles Œuvre neu zu entdecken ist. Uwe Lausens Aphorismen-Sammlung HIER UND JETZT (1967) wird zusätzlich publiziert.

GEORGES SEURAT. FIGUR IM RAUM

Das Thema „Figur im Raum“ verdeutlicht das unerhört Neue an Georges Seurats Gemälden und Zeichnungen.

Das Thema „Figur im Raum“ verdeutlicht das unerhört Neue an George Seurats Gemälden und Zeichnungen. Seine Bleistiftstriche überziehen das Papier als dichtes Geflecht und lassen das Motiv als etwas Schwebend-Unbestimmtes hervortreten bzw. verschwinden, markante Hell-Dunkel-Kontraste umspielen und akzentuieren die Figuren. In den Gemälden setzt er die Sujets in seiner Maltechnik des Pointillismus und in innovativen Kompositionen um, in späteren Arbeiten repetiert und variiert er sogar menschliche Formen innerhalb desselben Werks.

GEORGES SEURAT. KUNST ZUM HÖREN

Das Hörbuch zur Seurat-Ausstellung erschließt das ungewöhnliche Werk des Erfinders des Pointillismus.

Text von Linda Schädler. Der offizielle Audioguide zur Seurat-Ausstellung erschließt das ungewöhnliche Werk des Erfinders des Pointillismus und stellt sein kurzes, tragisch beendetes Leben, anhand von 30 Abbildungen und mit eingehenden Bildbeschreibungen vor.

EBERHARD HAVEKOST. RETINA

„Retina“ zeigt eine Werkgruppe mit neunzehn Arbeiten von Eberhard Havekost.

„Retina“ zeigt eine Werkgruppe mit neunzehn bislang nicht ausgestellten Arbeiten aus den letzten zwölf Monaten. Für den Titel stand eine Serie von sechs Ölgemälden Pate, die sich mit der optischen Wahrnehmung der gegenständlichen Welt und deren Abstraktion auseinandersetzt. Die Arbeiten bilden durch die fast völlige Abwesenheit gegenständlicher Bezüge eine sichtbare Zäsur im Werk des Künstlers.

LÁSZLÓ MOHOLY-NAGY. RETROSPEKTIVE

Die Publikation präsentiert die ganze Bandbreite der Arbeiten des Künstlers über 170 Hauptwerken von 1919 bis 1946.

Mit seiner ästhetischen und konzeptionellen Radikalität in der Malerei und Plastik sowie seiner experimentellen Fotografie prägte László Moholy-Nagy mehr als jeder andere Bauhauslehrer unsere heutige Sicht auf das Bauhaus der 1920er Jahre. Die Publikation präsentiert die ganze Bandbreite der Arbeiten des Künstlers über 170 Hauptwerken von 1919 bis 1946 in unterschiedlichen Medien wie Gemälden, Kunststoffbildern, Fotografien, Fotogrammen, Skulpturen, Filmen, Bühnenbildern und Typografien.

KUNST FÜR MILLIONEN. 100 SKULPTUREN DER MAO-ZEIT

Ausführlich beleuchtet die Publikation sowohl Entstehung als auch Rezeption eines einzigartigen chinesischen Kunstwerks.

Die zuerst 1965 von Lehrern und Absolventen der Sichuan Kunstakademie in Chongqing geschaffene Skulpturengruppe Hof der Pachteinnahme mit ihren über 100 lebensgroßen Figuren zählt zu den wichtigsten Werken der modernen chinesischen Kunstgeschichte und ist fest im kollektiven Bewusstsein Chinas verankert. Ausführlich beleuchtet die Publikation sowohl Entstehung als auch Rezeption des einzigartigen Kunstwerks, das auch außerhalb Chinas Aufmerksamkeit erregte.

THE MAKING OF ART

Die Publikation bietet einen Blick hinter die Kulissen der Welt der zeitgenössischen Kunst.

Unsere Zeit liebt die Kunst und besonders die Kunst der Gegenwart, die zu einer stetig wachsenden kulturellen Größe geworden ist. Fasziniert vom kreativen Umfeld der Künstler ist das Publikum bestrebt, an dieser Atmosphäre teilzuhaben. Die Publikation bietet einen Blick hinter die Kulissen der Welt der zeitgenössischen Kunst. Viele Künstler haben ein offenes Auge für die Kunstwelt und reflektieren in zahlreichen Arbeiten den immer aufwändiger werdenden Betrieb: vom kreativen Prozess über den Aufbau der Ausstellung bis zu den Ritualen der Szene.

ALEKSANDRA MIR. TRIUMPH

Aleksandra Mirs Interesse galt dem Pokal, einem Objekt, dessen Geschichte weit in die kulturelle Vergangenheit der Menschheit zurückreicht.

In einer sizilianischen Tageszeitung begann das Projekt Triumph in Form einer von Aleksandra Mir geschalteten Suchanzeige. Ihr Interesse galt dem Pokal, einem Objekt, dessen Geschichte weit in die kulturelle Vergangenheit der Menschheit zurückreicht und das heute überwiegend bei sportlichen Veranstaltungen vergeben wird. Über 2500 Pokale konnten so eingesammelt werden. Zwar handelt es sich um zeitgenössische Massenprodukte, doch ist jeder Pokal mittels einer Gravur individualisiert und erzählt eine persönliche Geschichte.

DARWIN. KUNST UND DIE SUCHE NACH DEN URSPRÜNGEN

Diese Publikation stellt erstmals die Auswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst in den Mittelpunkt.

Charles Darwins epochales Werk Über die Entstehung der Arten revolutionierte die Erkenntnisse der Biologie, führte zu hitzigen Debatten der Wissenschaftler weltweit und zu einer Verunsicherung der breiten Öffentlichkeit. Diese Publikation stellt nun erstmals die Auswirkungen des Darwinismus auf die bildende Kunst in den Mittelpunkt. Anhand von rund 150 Gemälden, Zeichnungen und Lithografien sowie seltenem Dokumentationsmaterial spannt sie einen zeitlichen Bogen von 1859 bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts.

E.W. NAY. BILDER DER 1960ER JAHRE

Die Publikation konzentriert sich auf E.W. Nays Arbeiten der 1960er Jahre.

Das innovative Spätwerk von Ernst Wilhelm Nay gehört zu den unbekannteren Abschnitten seines umfangreichen Œuvres. Die Publikation konzentriert sich auf seine Arbeiten der 1960er Jahre, beginnend mit den drei Augenbildern, die Arnold Bode auf der documenta III 1964 in spektakulärer Hängung an der Decke präsentiert hatte. Bis zu seinem Tod 1968 schuf er eine völlig neue Gruppe von Gemälden, die in ihrer Klarheit und Reduktion heutige Tendenzen der Kunst vorweg zu nehmen scheinen.

RENÉ MAGRITTE 1948. LA PÉRIODE VACHE

René Magrittes als "periode vache" bezeichnete Werkgruppe von 1948 unterscheidet sich überdeutlich von seinem übrigen Œuvre.

René Magrittes als periode vache bezeichnete Werkgruppe von 1948 unterscheidet sich überdeutlich von seinem übrigen Œuvre. In einem neuen, schnellen und aggressiven Malstil - inspiriert insbesondere von populären Bildquellen wie Karikaturen und Comics und durchsetzt mit Stilzitaten von Ensor oder Matisse - entstehen innerhalb von wenigen Wochen etwa 30 völlig untypische Bilder, die damals für Empörung sorgten. Magritte reflektiert damit sein eigenes Werk und die Malerei schlechthin.

PETER DOIG

Diese Publikation stellt einen Werk-Überblick aus den letzten 20 Jahren zusammen, der mit Archivmaterial sowie Zeichnungen abgerundet wird.

Peter Doig zählt zu den großen Malern unserer Zeit. Diese Publikation stellt einen Werk-Überblick aus den letzten 20 Jahren zusammen, der mit Archivmaterial sowie Zeichnungen abgerundet wird. Doigs Bilder bewegen sich in einem völlig eigenen Raum zwischen Figuration, intensiven Chiffren erinnerter Bilder und malerisch durchgearbeiteten Farbflächen. „Du kannst mich fragen, worum es in den Bildern geht, aber ich kann es dir wirklich nicht sagen, sie sind einfach Chiffren für deine eigenen Vorstellungen", so beschreibt Doig selbst seine Malerei.

DIE TOTALE AUFKLÄRUNG. MOSKAUER KONZEPTKUNST 1960-1990

Die Publikation widmet sich der konzeptuellen Strömung in der Kunst des spät- und postsowjetischen Russlands.

Die umfassende Publikation widmet sich der im Westen immer noch wenig bekannten konzeptuellen Strömung in der Kunst des spät- und postsowjetischen Russlands. Beginnend Ende der 1960er-Jahre, operiert die Moskauer Konzeptkunst parallel zur westlichen und spiegelt dabei die existenzielle Erfahrung wider, Teil eines politischen Konzeptes zu sein. In radikaler Abkehr vom romantischen Bild des autonom agierenden Künstlergenies wird der Betrachter mit einbezogen, werden Prozesse der Herstellung und Bedingungen der Rezeption sichtbar gemacht.

TERENCE KOH. CAPTAIN BUDDHA

Die Publikation lädt ein, Terence Koh auf eine Reise zu begleiten, die ihn auf der Suche nach sich selbst durch die Welt ins Nirwana führen soll.

Terence Koh ist es innerhalb kürzester Zeit gelungen, mit spektakulären Performances und intensiv erfahrbaren Installationen zum viel beachteten Gesamtkunstwerk zu werden. Wie kein anderer versteht es der Künstler, Einflüsse aus dem Postminimalismus und der Body-Art der Siebzigerjahre in einen eigenen Kosmos zu überführen, in dem Dekadenz und gezielte Überschreitung regieren. Die Publikation lädt ein, Koh auf eine Reise zu begleiten, die ihn auf der Suche nach sich selbst durch die Welt – Indien, China, Birma, Belgien, Afrika – ins Nirwana führen soll.

MICHAEL SAILSTORFER. 10 000 STEINE

Michael Sailstorfer formt alltägliche Gegenstände um und verschiebt sie in einen neuen Kontext.

Zerlegen, auseinandernehmen, erweitern, demontieren und wieder neu zusammensetzen - Michael Sailstorfer formt alltägliche Gegenstände um und verschiebt sie in einen neuen Kontext. Für ihn ist sowohl der öffentliche als auch der Ausstellungsraum von essenzieller Bedeutung. Durch skulpturale Eingriffe in das räumliche Umfeld setzt sich Sailstorfer mit der Identität und Geschichte der Objekte auseinander und deutet sie zu einer realistischen Installation um.

IMPRESSIONISTINNEN

Die Ausstellung präsentiert am Beispiel von vier Malerinnen den weiblichen Anteil an der impressionistischen Bewegung.

Auch in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es Berufskünstlerinnen: Berthe Morisot, eine zentrale Gestalt der impressionistischen Bewegung, Mary Cassatt, die als von Degas respektierte Kollegin eine sehr eigenständige Rolle spielte, Eva Gonzalès, eine begabte Manet-Schülerin, und Marie Bracquemond, deren schmales Œuvre höchste Qualität beweist. Die Arbeiten spiegeln unterschiedliche Lebensläufe und weibliche Erfahrungswelten. Die Publikation zeigt viele weithin noch unbekannte, überraschende Bilder, die auf ihre Entdeckung warten.

MEISTERINNEN DES LICHTS

Vier Erzählungen zu den Impressionistinnen Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès und Marie Bracquemond.

Die einzigartigen Gemälde von Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond inspirierten vier namhafte Autorinnen zu faszinierenden und einfühlsamen Erzählungen. Sie lassen uns eintauchen in Leben und Psyche dieser Künstlerinnen, die Wegbereiterinnen für ein neues, verändertes Frauenbild waren.

ALL INCLUSIVE. DIE WELT DES TOURISMUS

In der Publikation werden Phänomene des Tourismus in zahlreichen künstlerischen Arbeiten dargestellt und kritisch hinterfragt.

EVA GRUBINGER. SPARTACUS

The often expansive installations of Eva Grubinger treat power and impotence and the role of the observer.

The often expansive installations of Eva Grubinger treat power and impotence and the role of the observer. Her most recent installations are formal abstractions of complex forms of social communication. In its totality, the work reads like a manifestation of political and economic power whose mechanisms become almost tangible by means of allegorical compression.

KUNSTMASCHINEN. MASCHINENKUNST

Beginnend mit Jean Tinguelys Zeichenmaschinen aus den 1950er Jahren zeigt stellt das Buch Kunstmaschinen aus verschiedenen Zeitkontexten bis hin zur Gegenwart vor.

Der reich bebilderte Katalog präsentiert neben den"Klassikern"von Jean Tinguely auch zahlreiche Werke von zeitgenössischen Künstlern wie Michael Beutler, Angela Bulloch, Olafur Eliasson, Rebecca Horn, Steven Pippin, Richard Jackson und Roxy Paine.

TURNER HUGO MOREAU

Ein völlig übersehener Bereich abstrakten Kunstschaffens wird erstmals erschlossen: die Geschichte ungegenständlicher Bilder vor 1900.

Ein völlig übersehener Bereich abstrakten Kunstschaffens wird erstmals erschlossen: die Geschichte ungegenständlicher Bilder vor 1900. Werke von Turner, Hugo und Moreau zeigen, daß Abstraktion existierte, bevor sie von Kandinsky und seinen Zeitgenossen zur avantgardistischen Kunstform erklärt wurde. Anders als weithin bekannt haben Maler und Graphiker bereits vor dem 20. Jahrhundert Bilder ohne erkennbaren Gegenstand geschaffen. Die prominentesten Beispiele stammen aus dem Werk des Landschaftsmalers Joseph Mallord William Turner (1775-1851), des Dichters und Zeichners Victor Hugo (1802-1885) und des französischen »Symbolisten« Gustave Moreau (1826-1898). Turner etwa tröpfelt die Farbe auf das Blatt oder spritzt sie vom Pinsel und setzt sich zugleich intensiv mit der in England seit dem 18. Jahrhundert sehr populären Wirkungsästhetik auseinander. Victor Hugo versteht sich in erster Linie als Dichter und hinterläßt dennoch rund 4000 Zeichnungen, in denen er sich verschiedenen Zeichenmitteln und Techniken des Farbauftrags widmet. Und kein anderer Maler des 19. Jahrhunderts hat abstrakte Bilder in so unterschiedlichen Medien und mit so verschiedenen Absichten produziert wie Gustave Moreau. Die Zeichnungen, Aquarelle und Ölskizzen der Künstler lassen vor allem zwei Traditionen sichtbar werden, die Kontext und Intentionen erklären: die Faszination für durch den Zufall entstandene Bilder und die theoretische Reflexion der Wirkung von Linie, Farbe und Komposition auf den Betrachter. Vergessene und neu entdeckte Werke der Meister rücken im vorliegenden Band in den Blick und werden mit abstrakten Bildern anderer Künstler wie Edgar Degas, George Sand und Wilhelm von Kaulbach verglichen. Die besprochenen Arbeiten waren in der Regel nicht für die Öffentlichkeit bestimmt - die Errungenschaft des frühen 20. Jahrhunderts war also nicht die Erfindung einer abstrakten Bildform, sondern die programmatische Ausstellung solcher Bilder als Kunstwerke.

A.R. PENCK. RETROSPEKTIVE

Wie kaum ein anderer deutscher Künstler steht A.R. Penck für die Erneuerung der Malerei in Deutschland.

JOHN BOCK. FILME

Die Publikation konzentriert sich erstmalig auf die filmischen Arbeiten John Bocks.

WIE IM TRAUM. ODILON REDON

Die Publikation gibt einen Überblick über das Schaffen des französischen Symbolisten.

ANONYM - IN THE FUTURE NO ONE WILL BE FAMOUS

Der Katalog zeigt Werke von elf internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die "anonym" bleiben werden.

Mit "Anonym" zeigt die Schirn Kunsthalle ein Projekt, das auf die Ausstellungspraxis und deren Ökonomie von Daten und Namen reagiert. Mit dem programmatischen Titel "Anonym - In the Future No One Will Be Famous" zeigt die Schirn Kunsthalle Frankfurt eine Ausstellung mit Werken von 11 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die wie die zuständige Kuratorin oder der zuständige Kurator ungenannt bleiben werden. Die Anonymität der Künstler setzt sich in unterschiedlichen Aspekten innerhalb der gezeigten Werke fort. Die Ausstellung wirft die Frage auf, was geschieht, wenn Kunstwerke die Autorschaft verweigern oder sich davon befreien. Die Urheber der Ausstellung behaupten: "Anonyme Künstler wollen den Status quo in einen Status incognitus umbiegen. Ihr Ziel ist es, mit der zunehmenden Barbarisierung des Denkens durch Kurzschlüsse und Schnellschüsse aufzuräumen, die im Zuge der Verwertung von Künstlern als Markenzeichen geschaffen werden beziehungsweise auf Künstlern fussen, deren Werke Meisterstücke in philosophischer Unkenntnis bilden."

PICASSO UND DAS THEATER

Die Publikation zeigt, wie leidenschaftlich Picasso dem Theater verbunden war.

I LIKE AMERICA - FIKTIONEN DES WILDEN WESTENS

Die Publikation geht den Beweggründen des deutschen Enthusiasmus für den amerikanischen Westen nach.

NICHTS

Stille, Leere, Schweigen – in der heutigen Bildergesellschaft gewinnt die Pause, die Lücke, die Auslassung an Bedeutung.

DIE EROBERUNG DER STRASSE. VON MONET BIS GROSZ

Die Publikation stellt ein weites Panorama des gesellschaftlichen, vor allem des bürgerlichen Lebens in den Metropolen Paris und Berlin vor.

DIE JUGEND VON HEUTE

Die Publikation thematisiert die Einflüsse der Jugendkultur auf die ästhetischen wie politischen Bereiche der Gesellschaft.

MAX BECKMANN. DIE AQUARELLE UND PASTELLE

Die Publikation legt die bislang kaum bekannte Facette Beckmanns als „Maler auf Papier“ offen.

JAMES ENSOR

Der Katalog präsentiert Schlüsselwerke aus allen Schaffensperioden James Ensors.

SUMMER OF LOVE

Das Buch zeigt die einzigartige Verbindung zwischen zeitgenössischer Kunst und populärer Kultur, Werbekultur und Bildsprache des politischen Protests in den 1960er und frühen 1970er Jahren.

RODIN BEUYS

Die Publikation stellt Zeichnungen und Plastiken von Joseph Beuys und Auguste Rodin gegenüber.

WUNSCHWELTEN. NEUE ROMANTIK IN DER KUNST DER GEGENWART

Die Publikation stellt die Arbeiten junger, zeitgenössicher Künstler vor, die an Konzepte des Romantischen anknüpfen.

RELIGION MACHT KUNST. DIE NAZARENER

Am Beispiel der Künstlerbewegung der "Nazarener" untersucht das Buch Begriffe, Phänomene und Strategien der Moderne.

DIE NACKTE WAHRHEIT. KLIMT, SCHIELE, KOKOSCHKA UND ANDERE SKANDALE

Der Katalog zeigt die österreichische Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts jenseits der Fin-de-Siècle-Romantik in ihrer kompromisslosen Modernität.

CARSTEN NICOLAI. ANTI REFLEX

Als Grenzgänger zwischen Kunst, Musik, Technik und Natur lotet Carsten Nicolai die menschlichen Sinne aus.

YVES KLEIN MACHT BLAU

Ein Kunstbuch für Kinder

MIT DER TEMPOSCHNECKE DURCH DAS REGENBOGENLAND

Ein Bilderbuch zur Ausstellung "Kunst - Ein Kinderspiel".

Das Bilderbuch zur Ausstellung "Kunst - Ein Kinderspiel" - Eine Geschichte von Rudi Gerharz.

LEBEN, LIEBE UND TOD: DAS WERK VON JAMES LEE BYARS

Umfassende kritische Retrospektive zum großen „Magier der Stille“ James Lee Byars.

3'

Dieses Buch reflektiert und dokumentiert die Filme von Doug Aitken, Jonas Åkerlund, Hubbard/Birchler, Isaac Julien, Sarah Morris, Philippe Parreno, RothStauffenberg, Anri Sala, Markus Schinwald und Yang Fudong.

YVES KLEIN

Die Publikation präsentiert mit über 100 Arbeiten alle Phasen des Werks von Yves Klein.

KUNST – EIN KINDERSPIEL

Der Katalog gibt einen umfassenden Überblick über die faszinierende Welt der Kunst für Kinder.

JULIAN SCHNABEL. MALEREI 1978–2003

Die Publikation führt mitten in das Universum Jonathan Meeses ein.

JONATHAN MEESE. KÉPI BLANC, NACKT

Die Publikation führt mitten in das Universum Jonathan Meeses ein.

TRAUMFABRIK KOMMUNISMUS - DIE VISUELLE KULTUR DER STALINZEIT

Das Buch widmet sich dem im Westen immer noch wenig bekannten Kosmos der sowjetischen Kunst der Stalinzeit.

PAUL KLEE: 1933

Das Buch präsentiert Zeichnungen, in denen Klee das Vehikel der Parodie verwendet, um eine außerordentlich komplexe, leidenschaftliche Reaktion auf das NS-System zu Papier zu bringen.

AUF EIGENE GEFAHR

Das Buch präsentiert eine spezielle Form der Kunst seit den 90er Jahren, die sich mit der Rolle des zum Benutzer gewordenen Betrachters auseinandersetzt.

VISIONEN UND UTOPIEN – ARCHITEKTURZEICHNUNGEN AUS DEM MUSEUM OF MODERN ART, NEW YORK

Der Katalog zeigt die Kunst der Architekturzeichnung im 20. Jahrhundert anhand herausragender Arbeiten aus der Sammlung des MoMA, New York

VISIONS AND UTOPIAS

Reader für Schüler

Die bekanntesten Architekten aus der Austellung werden mit biografischen Daten, ihren berühmtesten Bauwerken und den wichtigsten Informationen zu ihren Projekten vorgestellt. Der Reader eignet sich zur Vor- oder Nachbereitung eines Ausstellungsbesuches.

„LIEBER MALER, MALE MIR ...“ RADIKALER REALISMUS NACH PICABIA

Der Katalog versucht, eine kontinuierliche Praxis erkennbar zu machen, die verschiedene Formen realistischer Formensprachen als konzeptuelle Mittel einsetzt und sich des Figurativen in seinen vielfältigen Formen bedient.

GROTESK! 130 JAHRE KUNST DER FRECHHEIT

Die Publikation fragt nach der Bedeutung der Groteske in der bildenden Kunst des deutschsprachigen Raums.

HENRI MATISSE: MIT DER SCHERE ZEICHNEN. MEISTERWERKE DER LETZTEN JAHRE

Das Buch entführt in die sinnliche Welt der Scherenschnitte des großen Meisters der Moderne.

SHOPPING - 100 JAHRE KUNST UND KONSUM

Das Buch dokumentiert 100 Jahre Faszination, Wechselwirkung und Annäherung von bildender Kunst an die Ästhetik und die subtilen Verführungstechniken der Konsumkultur.

DIE KELTEN. LEGENDE UND WIRKLICHKEIT

Die Publikation gibt einen umfassenden Einblick in die faszinierende Welt der keltischen Kultur.

DIE VISIONEN DES ARNOLD SCHÖNBERG. JAHRE DER MALEREI

Der Katalog zeigt das expressive bildnerische Werk des großen Neuerers Arnold Schönberg.

FREQUENZEN [HZ] – AUDIOVISUELLE RÄUME

Führende zeitgenössische Künstler loten im Bereich der „Sound Art“ die Bandbreite der Wahrnehmung aus.