MYTHOS LEINWAND

MYTHOS WILDNIS UND DIE LANDSCHAFTSMALEREI DER GROUP OF SEVEN AUS ÖKOKRITISCHER PERSPEKTIVE
DONNERSTAG, 27. MAI 2021, 16 Uhr

Im letzten Vortrag der Reihe MYTHOS LEINWAND bespricht Kunsthistorikerin Isabelle Gapp zentrale Werke der Group of Seven und stellt den weit verbreiteten Narrativen von Wildnis und Nation in Kanada eine ökokritische Betrachtung entgegen. Im Zentrum steht dabei die Nordküste des Lake Superior in der Landschaftsmalerei von Lawren Harris, A.Y. Jackson, J.E.H. MacDonald und Franklin Carmichael. Aus umweltgeschichtlicher Perspektive werden Überlegungen zu Ausbeutung und Bewahrung der Natur im 20. Jahrhundert eröffnet sowie zur Kolonialgeschichte und den Indigenen Gemeinschaften, die in dieser Region ursprünglich lebten.
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Der Livestream findet hier, YouTube und Face­book statt. Das Ange­bot ist kosten­los. IN ENGLISCH

REPRÄSENTATION INDIGENER KUNST IN MUSEEN

Die Anishinaabe-kwe Kuratorin Wanda Nanibush (Art Gallery of Ontario, Toronto) geht der Repräsentation Indigener Kunst in Museen und Kultureinrichtungen nach, die sich seit den 1960er-Jahren langsam aus dem Raum des ethnographischen Museums hinein in Galerien und Kunstmuseen bewegt. Zeitgenössische Formen der Präsentationen Indigener Positionen zeigen, wie sie die Wahrnehmung der Kunst und ihrer Geschichte beeinflussen und wie Indigene Gegenwartskünstlerinnen und -künstler die Vorstellung von der Einrichtung Museum im Allgemeinen herausfordern.

VERGANGENE VORTRÄGE DER REIHE MYTHOS LEINWAND

NEUE PERSPEKTIVEN AUF DIE DARSTELLUNG DER ARKTIS IN DER MODERNE

Bart Pushaw stellt Werke der bekannten Maler (der Group of Seven) Lawren Harris und A. Y. Jackson vor, welche die Anwesenheit der Inuit romantisieren oder ihre soziale und ökologische Verdrängung auslöschen. Im Kontrast dazu steht die Alltagsrealität der Ureinwohner und der lebendige, zeitgenössische Modernismus ihrer Kunst.