FILME AUS DER AUSSTELLUNG MAGNETIC NORTH

Die Geschichte Indigener Völker in den Gebieten, die heute Kanada heißen, wurde überwiegend aus einem kolonialen Blickwinkel erzählt – und das ist meist heute noch so, auch wenn es sich gerade wandelt. Inzwischen werden Indigene in Film und Medien komplexer repräsentiert; es gibt viele Indigene Filmemacherinnen und Filmemacher, aber auch Künstlerinnen und Künstler, deren eindrucksvolle Werke in- und außerhalb Kanadas Anerkennung finden. 

Erhalten Sie Einblick in die bewegte Geschichte Kanadas mit dem Digi­to­rial® zu MAGNE­TIC NORTH

„HOW A PEOPLE LIVE“

LISA JACKSON

Der Film wurde von der Gwa'sala-'Nakwaxda'xw First Nation in Auftrag gegeben, deren Mitglieder 1964 von der kanadischen Regierung zwangsumgesiedelt wurden. Von ihrem angestammten Land an der Küste von British Columbia mussten sie nach Tsulquate ziehen, einem neu gegründeten Reservat in der Nähe von Port Hardy auf dem Gebiet der Kwakiutl. Anhand von Interviews und historischem Filmmaterial dokumentiert die Anishinaabe-Filmemacherin Lisa Jackson anschaulich die Geschichte dieser Gemeinschaft, die mit der Umsiedlung verbundenen Traumata und deren Folgen: Entbehrungen, Krankheiten, Alkoholsucht oder die Zwangsinternierung der Kinder in ein schulisches Umerziehungssystem. Die Filmemacherin begleitet die Mitglieder des überlebenden Volkes auf einer Reise zurück in ihre Heimat, bei der sie ihren Erinnerungen und Traditionen wieder begegnen.

„MOBILIZE“

Caroline Monnet

Caroline Monnets Filmcollage „Mobilize“ ist ein Zusammenschnitt aus Archiv-Beständen des National Film Board von Kanada. Als Initiative wurde Monnet mit anderen Indigenen Filmemacherinnen und Filmemacher eingeladen, mit vorhandenem Material, Fragen von Identität und Repräsentation zu thematisieren und aus ihrer spezifischen Perspektive neu zu interpretieren.

Erfahren Sie mehr zur Dokumentation Indigener Kultur im Kapitel FIRST NATIONS  mit dem Digitorial® zu MAGNETIC NORTH

"LAND UND TERRI­TO­RIUM SIND ALLES. AUS DIESEN GRUND­LE­GEN­DEN VORSTEL­LUN­GEN ERWACH­SEN SPRA­CHE, KULTUR UND IDEN­TI­TÄT." CARO­LINE MONNET