21. August 2014

Vor drei Jahren hat der Kunstsammler und Unternehmensberater Jean-Claude Yves Maier die Galerie JCYM PRIVATEOFFSPACE gegründet. In seiner Wohnung stellt er Werke von jungen Städelschülern aus.

Von Markus Wölfelschneider

Auf dem Klingelschild steht schlicht und einfach "Maier" - was eindeutig eine Untertreibung ist. Und zwar nicht nur, weil der Mann, der hier hinter der prächtigen Fassade eines Stilaltbaus im Frankfurter Bahnhofsviertel wohnt, mit vollem Namen Jean-Claude Yves Maier heißt - der österreichischen Mutter und dem französischen Vater sei Dank. Sondern auch, weil sich unter der unscheinbaren Adresse ein Geheimtipp für Kunstfans verbirgt.

Ein großer Kreis von Eingeweihten

Seit rund drei Jahren betreibt Maier die Galerie JCYM PRIVATEOFFSPACE im vorderen Teil seiner Wohnung, in der er auch als Unternehmensberater arbeitet. Zwischen den lichtdurchfluteten Galerieräumen liegt sein offenes Büro. Statt meterweise Akten stehen hier hübsch gebundene Bücher im Regal. Über den beiden Schreibtischen hängt eine Lampe aus bunten Fahrradschläuchen, die Maier selbst entworfen hat.

"Laufkundschaft verirrt sich nur selten zu mir", sagt Maier - obwohl die Münchener Straße zu den belebtesten der Stadt zählt, Maiers Galerie feste Öffnungszeiten und seit kurzem auch eine eigene Website hat. Dafür gibt es einen großen Kreis von Eingeweihten: Zu den "Private Openings" mit denen vier Mal im Jahr eine neue Ausstellung eröffnet wird, kommen zwischen 80 und 120 geladene Gäste -- unter die sich immer auch der Künstler mischt. "Meine Aufgabe ist es, zwischen ihm und potentiellen Käufern zu vermitteln", sagt Maier. "L'Art pour L'Art ist zwar ganz schön, aber am Ende des Tages möchte der Künstler natürlich auch etwas verkaufen". Trotzdem ist Kunst für die meisten seiner Kunden keine Kapitalanlage wie jede andere. "Viele Käufer legen Wert auf einen persönliche Kontakt zum Künstler und wollen wissen, wie er tickt", sagt Maier. "Aber auch der Künstler will erfahren, bei wem seine Werke landen."

Maier ist spezialisiert auf Absolventen der Städelschule - oder Studenten, die dort kurz vor dem Abschluss stehen. "Während einem Künstler bei Absolventenshows wie dem jährlichen Städelrundgang in der Regel nur Platz für ein, zwei Werke eingeräumt wird, bekommt er in meiner Galerie die Gelegenheit, gleich ein gutes Dutzend auszustellen und kann eine viel größere Bandbreite seines Könnens zeigen", sagt Maier.

Maier meint es ernst mit der Kunst

Noch bis zum vierten September sind in Maiers Galerie ausgewählte Werke von Tomislav S. Vukic´ zu sehen. Eines von Vukic´s Bildern bekam Maier nur unter der Bedingung als Leihgabe, dass er in eine der Wände seiner Wohnung mit Hilfe von reichlich Rigips eine Nische einzieht, die dem Kunstwerk als Rahmen dient. "Das Ganze war ein Mordsunterfangen", sagt Maier rückblickend. "Ich hatte das Bild vorher nur einmal kurz gesehen und viel kleiner in Erinnerung."

Man sieht, dass es Maier ernst meint mit der Kunst. Die Kunstbegeisterung liegt bei ihm in der Familie, in deren Stammbaum es einige akademische Maler gibt - väterlicherseits etwa Ernest Risse. Bei unserem Treffen sitzt Maier am langgestreckten Tisch in seiner Galerie und erzählt davon, wie ihn schon früh die Impressionisten in ihren Bann zogen, wie er am Dorotheum in Wien, der Stadt in der er Wirtschaftswissenschaften studierte, Kunst ersteigerte. Und wie er während seiner Zeit als Trainee in New York die dortigen Museen abklapperte.

Als Maier vor fünf Jahren ins Bahnhofsviertel zog, hängte er zunächst Werke aus seiner eigenen Sammlung an die Wände. Mittlerweile hat er die Gemälde in vergleichsweise weniger repräsentative Räume wie das Schlafzimmer verlagert. Einige brachte er auch bei Freunden unter, um viel Platz für seine Ausstellungen zu haben. Ende September startet schon wieder eine neue - mit Werken von René Schohe.

Man sieht, dass es Maier ernst meint mit der Kunst. Die Kunstbegeisterung liegt bei ihm in der Familie, in deren Stammbaum es einige akademische Maler gibt - väterlicherseits etwa Ernest Risse. Bei unserem Treffen sitzt Maier am langgestreckten Tisch in seiner Galerie und erzählt davon, wie ihn schon früh die Impressionisten in ihren Bann zogen, wie er am Dorotheum in Wien, der Stadt in der er Wirtschaftswissenschaften studierte, Kunst ersteigerte. Und wie er während seiner Zeit als Trainee in New York die dortigen Museen abklapperte.

Als Maier vor fünf Jahren ins Bahnhofsviertel zog, hängte er zunächst Werke aus seiner eigenen Sammlung an die Wände. Mittlerweile hat er die Gemälde in vergleichsweise weniger repräsentative Räume wie das Schlafzimmer verlagert. Einige brachte er auch bei Freunden unter, um viel Platz für seine Ausstellungen zu haben. Ende September startet schon wieder eine neue - mit Werken von René Schohe.