WILDNIS

1. NOVEMBER 2018 – 3. FEBRUAR 2019

In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, kehrt die „Wildnis“ zurück in die Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dieser wiederkehrenden Faszination eine umfassende Themenausstellung, in der rund 100 bedeutende Kunstwerke u. a. von Julian Charrière, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins präsentiert werden.

Georgia O'Keeffe, From the Plains ll, 1954, Oil on canvas, 122 x 183 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

Die Ausstellung zeigt rund 100 bedeutende Kunstwerke u. a. von Julian Charrière, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins.

Die Ausstellung vereint Gemälde, Fotografien, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, die den vielfältigen Verbindungen von Wildnis und Kunst von 1900 bis zur Gegenwart nachgehen. Mit „Wildnis“ steht ein kulturelles Konzept zur Diskussion, dass seit jeher auch als Projektionsfläche für das Andere und das Fremde, für Gegenbilder und Sehnsuchtsfantasien jenseits der Grenzen einer vermeintlich zivilisierten Welt diente. Im heutigen „Zeitalter des Menschen“ scheint die Utopie eines von Kultur und menschlichem Einfluss fernen Naturzustands überholt. Die Auseinandersetzung mit tradierten Bildern und Fiktionen von Wildnis aber erweist sich als lebendiger denn je.

Ana Mendieta, Bird Transformation, 1972, Colour photograph, vintage print, 25.4 x 20.3 cm, © The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC.

Wildnis

29.05.2018 | In Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten dieser Welt weitgehend verschwunden sind und ein „unberührter Naturzustand“ fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert, kehrt die „Wildnis“ zurück in die Kunst. Die Suche nach letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerisches Medium, Visionen einer posthumanen Welt prägen die Werke vieler zeitgenössischer Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt widmet dieser wiederkehrenden Faszination eine umfassende Themenausstellung, in der rund 100 bedeutende Kunstwerke u. a. von Julian Charrière, Marcus Coates, Tacita Dean, Mark Dion, Jean Dubuffet, Max Ernst, Asger Jorn, Joachim Koester, Ana Mendieta, Georgia O’Keeffe, Gerhard Richter, Henri Rousseau und Carleton E. Watkins präsentiert werden. Seit Beginn der ästhetischen Moderne hat das Wilde, Ungezähmte, nicht Kultivierte Künstler immer wieder in seinen Bann gezogen. Die Ausstellung vereint Gemälde, Fotografien, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, die den vielfältigen Verbindungen von Wildnis und Kunst von 1900 bis zur Gegenwart nachgehen. Mit „Wildnis“ steht ein kulturelles Konzept zur Diskussion, dass seit jeher auch als Projektionsfläche für das Andere und das Fremde, für Gegenbilder und Sehnsuchtsfantasien jenseits der Grenzen einer vermeintlich zivilisierten Welt diente. Im heutigen „Zeitalter des Menschen“ scheint die Utopie eines von Kultur und menschlichem Einfluss fernen Naturzustands überholt. Die Auseinandersetzung mit tradierten Bildern und Fiktionen von Wildnis aber erweist sich als lebendiger denn je.

Zu Dowloads hinzufügen
PDF anzeigen

Asger Jorn, Eine Cobra-Gruppe, 1964, Öl auf Leinwand, 132 x 162 cm, Peter und Gudrun Selinka Stiftung, Ravensburg/Kunstmuseum Ravensburg, © VG Bild-Kunst, Foto: Thomas Weiss, Ravensburg

Ana Mendieta, Bird Transformation, 1972, Colour photograph, vintage print, 25.4 x 20.3 cm, Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Denmark. Acquired with funding from Museumsfonden af 7. december 1966. © The Estate of Ana Mendieta Collection, LLC. Courtesy Galerie Lelong & Co., New York; Foto: Poul Buchard / Brøndum & Co.

Georgia O'Keeffe, From the Plains ll, 1954, Oil on canvas, 122 x 183 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid

Henri Rousseau, Le lion, ayant faim, se jette sur l'antilope, 1898 – 1905, Oil on canvas, 200 x 301 cm, Fondation Beyeler, Riehen/Basel, Sammlung Beyeler, Foto: Robert Bayer, Basel

Esther Schlicht, Kuratorin der Ausstellung "Wildnis", © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Gaby Gerster