KÖNIG DER TIERE. WILHELM KUHNERT UND DAS BILD VON AFRIKA

25. OKTOBER 2018 – 27. JANUAR 2019

Wie kein anderer Maler zu seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert (1865–1926) die Vorstellung von Afrika geprägt – in Europa wie auch in den USA. Als einer der ersten europäischen Künstler bereiste er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die noch weitgehend unerforschten deutschen Kolonien in Ostafrika. Die auf diesen Reisen, teils unter widrigen Umständen, entstandenen Skizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach seiner Rückkehr in seinem Berliner Atelier anfertigte und mit enormem Erfolg international ausstellte und verkaufte. Obwohl Wilhelm Kuhnert bis heute zu den meistgesammelten akademischen Malern gehört, ist sein Werk einer großen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Wilhelm Kuhnert, Der Jäger mit der Strecke, 1915, Öl auf Leinwand, 122.7 x 199 cm, Privatsammlung, Foto: Marc Richter

Die Schirn Kunst­halle Frank­furt präsen­tiert die erste umfas­sende Retro­spek­tive zum Leben und Werk des Künstlers Wilhelm Kuhnert.

Die Ausstellung vereint neben Studien und Gemälden aus europäischen und amerikanischen Museen, Privatsammlungen und dem Nachlass Kuhnerts auch zahlreiche Druck- und Werbegrafiken sowie Publikationen des Künstlers. Es ist eine umfassende Wiederentdeckung außergewöhnlichn Künstlerpersönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei wird Kuhnerts Werk nicht nur als Spiegel der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte verstanden, sondern auch vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte beleuchtet.

Wilhelm Kuhnert, Elefanten, 1917, Öl auf Leinwand, 121.9 × 218.4 cm, JKM Collection®, National Museum of Wildlife Art

KÖNIG DER TIERE. WILHELM KUHNERT UND DAS BILD VON AFRIKA

29.05.2018 | Wie kein anderer Maler zu seiner Zeit hat Wilhelm Kuhnert (1865–1926) die Vorstellung von Afrika geprägt – in Europa wie auch in den USA. Als einer der ersten europäischen Künstler bereiste er Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die noch weitgehend unerforschten deutschen Kolonien in Ostafrika. Die auf diesen Reisen, teils unter widrigen Umständen, entstandenen Skizzen der dortigen Tier- und Pflanzenwelt dienten ihm als Vorlagen für monumentale Gemälde, die er nach seiner Rückkehr in seinem Berliner Atelier anfertigte und mit enormem Erfolg international ausstellte und verkaufte. Kuhnert folgte beim Malen einem fast wissenschaftlichen Vorgehen und erfasste das Charakteristische der Tiere wie der sie umgebenden Landschaft auf genaueste Weise. Nicht ohne Grund wurden seine Tierdarstellungen in zoologischen Büchern wie Brehms Tierleben und in Publikationen des Frankfurter Zoodirektors Wilhelm Haacke ebenso verbreitet wie auf Schulwandbildern. Selbst auf Schokoladen-verpackungen der Firma Stollwerck fanden sich seine Werke. Obwohl Wilhelm Kuhnert bis heute zu den meistgesammelten akademischen Malern gehört, ist sein Werk einer großen Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Die Schirn Kunsthalle Frankfurt präsentiert nun die erste umfassende Retrospektive zum Leben und Werk des Künstlers. Die Ausstellung vereint neben Studien und Gemälden aus europäischen und amerikanischen Museen, Privatsammlungen und dem Nachlass Kuhnerts auch zahlreiche Druck- und Werbegrafiken sowie Publikationen des Künstlers. Es ist eine umfassende Wiederentdeckung einer außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Dabei wird Kuhnerts Werk nicht nur als Spiegel der Kunst- und Naturwissenschaftsgeschichte verstanden, sondern auch vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte beleuchtet.

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Wilhelm Kuhnert, Löwe, ohne Datum Öl auf Leinwand, 183 x 274 cm, Fort Worth Zoo, Fort Worth, Texas, USA, Foto: Jeremy Enlow

Wilhelm Kuhnert, Zebra, ohne Datum, Öl auf Leinwand, 51.2 x 75.3 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Elefanten, 1917, Öl auf Leinwand, 121.9 × 218.4 cm, JKM Collection®, National Museum of Wildlife Art

Wilhelm Kuhnert, Krieger auf dem Pfad vor dem Kibo, 1917, Öl auf Leinwand, 99 x 165 cm, Privatsammlung

Wilhelm Kuhnert, Landschaft am Ruvu, 1905, Öl auf Leinwand, 38.5 x 64.3 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Der Jäger mit der Strecke, 1915, Öl auf Leinwand, 122.7 x 199 cm, Privatsammlung, Foto: Marc Richter

Wilhelm Kuhnert, Liegendes Nashorn, ohne Datum, Bleistift, 25.7 x 32.3 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Verdächtiges Geräusch, ohne Datum, Öl auf Leinwand, 37 x 53 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Löwenkopf im Profil, ohne Datum, Öl auf Leinwand, 87 x 101.5 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Schlacht von Mahenge, nach 1905, Öl auf Leinwand, 30 x 61 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Nober

Wilhelm Kuhnert, Askari, 1906, Öl auf Leinwand, 49.4 x 36 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Größenwahn, ohne Datum, aquarellierte Zeichnung, 15.2 x 22 cm, Privatsammlung, Foto: Jens Weyers

Wilhelm Kuhnert, Afrikanische Löwen, um 1911, Öl auf Leinwand, 162.6 × 127 cm, The Robert S. and Grayce B. Kerr Foundation, National Museum of Wildlife Art

Dr. Philipp Demandt, Kurator der Ausstellung "König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika", © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Gaby Gerster

Dr. Ilka Voermann, Kuratorin der Ausstellung "König der Tiere. Wilhelm Kuhnert und das Bild von Afrika", © Schirn Kunsthalle Frankfurt, Foto: Gaby Gerster