Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen

27. Oktober 2017 - 25. Februar 2018

Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen und Neuerungen charakterisieren die Weimarer Republik. In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 27. Oktober 2017 einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Werke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang. Die Probleme der Zeit bewegten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zu einer Spiegelung der Wirklichkeit und des Alltags, auf der Suche nach einem neuen Realismus oder „Naturalismus“. Mit individueller Handschrift hielten sie die Geschichten ihrer Zeitgenossen einprägsam fest: Die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs mit Darstellungen von versehrten Soldaten und von „Kriegsgewinnlern“, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden ebenso verhandelt wie das Rollenbild der Neuen Frau, die Debatten um die Paragrafen 175 und 218 – Homosexualität und Abtreibung –, die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport. In der Zusammenschau entsteht ein eindrückliches Panorama einer Zeit, die auch 100 Jahre nach ihrem Beginn an Aktualität und Diskussionspotenzial nicht verloren hat.

Otto Dix, Zuhälter und Prostituierte, 1923, The Morgan Library & Museum, Bequest of Fred Ebb, 2005.126, Photography by Janny Chiu 2015 © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

EINE GESELLSCHAFT IM SPIEGEL IHRER ZEIT: DIE SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT PRÄSENTIERT IM HERBST EINE GROSSE THEMENAUSSTELLUNG ZUR KUNST IN DER WEIMARER REPUBLIK

Die rund 200 Werke der 62 Künstlerinnen und Künstler halten der Gesellschaft jener Zeit schonungslos den Spiegel vor. So tritt uns eine Epoche am seidenen Faden der Demokratie vor Augen, eine Zeit, die uns vielleicht in mancher Hinsicht näher ist, als wir glauben wollen.
PHILIPP DEMANDT, DIREKTOR SCHIRN KUNSTHALLE FRANKFURT

Glanz und Elend in der Weimarer Republik. Von Otto Dix bis Jeanne Mammen

19.09.2017 | Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen und Neuerungen charakterisieren die Weimarer Republik. In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 27. Oktober 2017 einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Werke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und im Übergang. Die Probleme der Zeit bewegten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zu einer Spiegelung der Wirklichkeit und des Alltags, auf der Suche nach einem neuen Realismus oder „Naturalismus“. Mit individueller Handschrift hielten sie die Geschichten ihrer Zeitgenossen einprägsam fest: Die Verarbeitung der Folgen des Ersten Weltkriegs mit Darstellungen von versehrten Soldaten und von „Kriegsgewinnlern“, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden in der Ausstellung ebenso verhandelt wie das Rollenbild der Neuen Frau, die Debatten um die Paragrafen 175 und 218 – die Strafbarkeit von Homosexualität und Abtreibung –, die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport. In der Zusammenschau entsteht ein eindrückliches Panorama einer Zeit, deren Themen auch nach 100 Jahren nichts an Aktualität und Diskussionspotenzial verloren haben.

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Glanz und Elend in der Weimarer Republik

02.08.2017 | Soziale Spannungen, politische Kämpfe, gesellschaftliche Umbrüche, aber auch künstlerische Revolutionen und Neuerungen charakterisieren die Weimarer Republik. In einer großen Themenausstellung wirft die Schirn Kunsthalle Frankfurt ab dem 27. Oktober 2017 einen Blick auf die Kunst im Deutschland der Jahre 1918 bis 1933. Direkte, ironische, wütende, anklagende und oftmals auch prophetische Werke verdeutlichen den Kampf um die Demokratie und zeichnen das Bild einer Gesellschaft in der Krise und am Übergang. Die Probleme der Zeit bewegten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler zu einer Spiegelung der Wirklichkeit und des Alltags, auf der Suche nach einem neuen Realismus oder „Naturalismus“. Mit individueller Handschrift hielten sie die Geschichten ihrer Zeitgenossen einprägsam fest: Die Verarbeitung des Ersten Weltkriegs mit Darstellungen von versehrten Soldaten und von „Kriegsgewinnlern“, die Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die Großstadt mit ihrer Vergnügungsindustrie und die zunehmende Prostitution, die politischen Unruhen und wirtschaftlichen Abgründe werden ebenso verhandelt wie das Rollenbild der Neuen Frau, die Debatten um die Paragrafen 175 und 218 – Homosexualität und Abtreibung –, die sozialen Veränderungen durch die Industrialisierung oder die wachsende Begeisterung für den Sport. In der Zusammenschau entsteht ein eindrückliches Panorama einer Zeit, die auch 100 Jahre nach ihrem Beginn an Aktualität und Diskussionspotenzial nicht verloren hat.

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Kate Diehn-Bitt, Selbstbildnis mit Sohn, 1933, Öl auf Sperrholz, 99 x 74 cm, Kunsthalle Rostock, © Nachlass Kate Diehn-Bitt, Kunstmuseum Ahrenshoop

Otto Dix, Dame mit Nerz und Schleier, 1920, Öl und Tempera auf Leinwand, auf eine Platte montiert, 73 x 54,6 cm, Judy and Michael Steinhardt, New York, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Judy and Michael Steinhardt Collection, New York

Otto Dix, Zuhälter und Prostituierte, 1923, Pinsel, Tusche und Aquarell auf Transparentpapier, 51,5 x 38,1 cm, The Morgan Library & Museum, Bequest of Fred Ebb, 2005.125, Photography by Janny Chiu 2015, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Dodo, Logenlogik, Für die Zeitschrift ULK, 1929, Gouache über Bleistift auf Karton, 40 x 30 cm, Privatsammlung Hamburg, © Krümmer Fine Art

Carl Grossberg, Weiße Tanks (Harburger Ölwerke), 1930, Öl auf Leinwand, 90 x 70 cm, Sammlung Family Olcese, © Sammlung Family Olcese

George Grosz, Straßenszene (Kurfürstendamm), 1925, Öl auf Leinwand, 81,3 × 61,3 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Kurt Günther, Der Radionist (Kleinbürger am Radio), 1927, Tempera auf Holz, 55 x 49 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Klaus Göken, © VG Bild-Kunst, Bonn

Hainz Hamisch, Schwangere, 1932, Öl auf Leinwand auf Sperrholz, 76,5 x 46,2 cm, Museum der bildenden Künste Leipzig, bpk | Museum der bildenden Künste, Leipzig | Bertram Kober (Punctum Leipzig)

Alice Lex-Nerlinger, Paragraph 218, 1931, Spritztechnik auf Leinwand, 95 x 76,5 cm, Stadtmuseum Berlin © Sigrid Nerlinger, Stadtmuseum Berlin, Foto: Michael Setzpfandt, Berlin

Jeanne Mammen, Aschermittwoch, um 1926, Aquarell, 34 x 29 cm, Privatsammlung Berlin, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Mathias Schormann, Berlin

Horst Naumann, Weimarer Fasching, um 1928/29, Öl auf Leinwand, 91 x 71 cm, Albertinum / Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, © Nachlass Naumann, Foto: bpk / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Elke Estel / Hans-Peter Klut

Max Oppenheimer, Sechstagerennen, um 1929, Öl auf Leinwand, 73,5 x 87 cm, Privatsammlung, Fotostudio Bartsch, Karen Bartsch, Berlin

Curt Querner, Agitator, 1931, Öl auf Leinwand, 160 x 100 cm, Staatliche Museen zu Berlin, Nationalgalerie, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: bpk / Nationalgalerie, SMB / Bernd Kuhnert

Hilde Rakebrand, Selbstporträt mit erhobenen Händen, 1931, Öl auf Sperrholz, 29 x 26 cm, Albertinum / Galerie Neue Meister, Staatliche Kunstsammlung Dresden, © Joachim Menzhausen, Foto: bpk / Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Franz Radziwill, Todessturz Karl Buchstätters, 1928, Öl auf Leinwand, 90,4 x 94,5 cm, Museum Folkwang, Essen, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Museum Folkwang Essen - ARTOTHEK

Christian Schad, Halbakt, 1929, Öl auf Leinwand, 55,5 x 53,5 cm, Von der Heydt-Museum Wuppertal, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Antje Zeis-Loi, Medienzentrum Wuppertal

Christian Schad, Liebende Knaben, 1929/72, Lithografie, 30 x 23,5 cm, Christian-Schad-Stiftung Aschaffenburg, © VG Bild-Kunst, Bonn 2017, Foto: Jens Oschik, Museen der Stadt Aschaffenburg

Rudolf Schlichter Margot, Berlin, 1924, Öl auf Leinwand, 110,5 x 75 cm, Stadtmuseum Berlin, © Viola Roehr von Alvensleben, München, Foto: Michael Setzpfandt, Berlin

Georg Scholz, Von kommenden Dingen, 1922, Öl auf Karton, 74,9 cm x 96,9 cm, Neue Galerie New York, Foto: bpk / Neue Galerie New York / Art Resource, NY

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD), Gegen Papen, Hitler, Thälmann. Liste 2 Sozialdemokraten, 1932, Plakat zur Reichstagswahl am 6. November 1932, 30 x 21 cm, © SPD / AdsD

Dr. Ingrid Pfeiffer, Kuratorin der Ausstellung, © Schirn Kunsthalle Frankfurt, 2015, Foto: Gaby Gerster