Double Feature

Seit nunmehr drei Jahren ist die SCHIRN ein Forum für nationale und internationale Film- und Videokünstler. Im Gespräch mit den SCHIRN Kuratoren geben internationale Künstlerinnen und Künstler tieferen Einblick in ihre Arbeit und insbesondere in ihr filmisches Interesse. „Double Feature“ versteht sich als Plattform für ganz unterschiedliche Tendenzen und Ausdrucksformen der künstlerischen Filmproduktion sowie der Gegenüberstellung bekannter und weniger bekannter Positionen

FILMREIHE

Double Feature

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Mit Pauline Curnier Jardin

Double Feature versteht sich als Plattform für ganz unterschiedliche Tendenzen und Ausdrucksformen der künstlerischen Filmproduktion sowie der Gegenüberstellung bekannter und weniger bekannter Positionen.

DEMNÄCHST: PAULINE CURNIER JARDIN

Die Filme von Pauline Curnier Jardin brechen in die halluzinatorische Hinterwelt unserer Gesellschaft. In einer grotesken, dunklen Ästhetik gestimmt, sie sind von ebenso B-Filmen wie religiösen Ritualen inspiriert, um letztlich eine dystopische soziale Wirklichkeit sprechen zu lassen.

FILM STILL AUS "TEETOTUM", © Pauline Curnier Jardin, 2017

CHRISTOPH KELLER

Die Arbeiten von Christoph Keller erinnern an den magischen Realismus von Jorge Luis Borges. In seinen wie Versuchsanordnungen anmutenden Installationen nutzt Keller die diskursiven Möglichkeiten der Kunst, um sich mit Phänomenen der Wissenschaft und ihren Utopien zu beschäftigen. Keller bewegt seine künstlerischen Produkte in Bereichen objektiver Wissenschaft, um sie zu verifizieren und gleichzeitig ad absurdum zu führen. Viel wichtiger an der umfassenden Forschung des Künstlers sind die zahlreichen Gedankenräume, die Keller mit vergleichsweise sparsamen Kunstmitteln erschafft.

FILM STILL AUS "ANARCHEOLOGY" © CHRISTOPH KELLER, 2014
FILM STILL AUS "ANARCHEOLOGY"© CHRISTOPH KELLER, 2014

PAUL KUIMET

Der Fotograf und Videokünstler Paul Kuimet widmet seine Arbeit der Landschaft, in der sich von Menschen hinterlassene Spuren entdecken lassen. Sie dokumentieren den Wandel von Ideologien, von Besitztümern, von Gebäudearchitekturen wie auch von identifizierbaren Lebensformen. Ein Großteil der Arbeiten reflektiert den politischen Einfluss der ehemaligen Sowjetunion auf den seit 1991 wieder unabhängigen Staat Estland, in dem Kuimet 1984 geboren wurde und seither lebt.

FILM STILL AUS "EXPOSURE" © PAUL KUIMET, 2016
FILM STILL AUS "EXPOSURE" @ PAUL KUIMET, 2016

NINA KÖNNEMANN

Die Videokünstlerin Nina Könnemann siedelt ihre Arbeit zwischen dem realistischen Kino und einem strukturalistischen Materialismus an. Häufig sind es Beobachtungen alltäglicher (Rand-)Erscheinungen, die wie Studien von menschlichem Verhalten in einem sozio-ökonomischen Kontext ausfallen. Von besonderem Interesse für Könnemann sind marginale, urbane Räume und darin alltägliche Aktivitäten, die wenig Aufmerksamkeit erhalten. Mittels filmischer Verfahren, insbesondere dem Schnitt, verfeinert sie ihre unspektakulären Beobachtungen zu einem subtil beredten Porträt.

FILM STILL AUS "QUE ONDA" © NINA KÖNNEMANN, 2018
Luke Fowler, Künstler und Musiker

Zu den bisher Teilnehmenden gehörten etwa Ed Atkins, Nevin Aladag, Keren Cytter, Luke Fowler, Melanie Gilligan, Heather Phillipson und Anri Sala. Im Jahr Im Jahr 2017 erwarten das Publikum u. a. Beiträge von Eli Cortiñas, Beatrice Gibson, Pilvi Takala, Melanie Matranga, Monira Al-Qadiri, Bianca Baldi, Henning Fehr & Philipp Rühr, Ben Rivers, Tris Vonna Michell, Ani Schulze und John Skoog