THEMENAUSSTELLUNG 2018

DIE SCHIRN WIDMET SICH DER WIEDERKEHRENDEN FASZINATION DES PHÄNOMENS „WILDNIS“, IN DER KUNSTWERKE VON 1900 BIS ZUR GEGENWART PRÄSENTIERT WERDEN.

WILDNIS

1. NOVEMBER 2018 – 3. FEBRUAR 2019

Die Wildnis kehrt zurück in die Kunst! Und das in Zeiten, in denen die weißen Flecken auf den Landkarten weitgehend verschwunden sind und ein unberührter Naturzustand fast nur noch in Form von ausgewiesenen Reservaten existiert. Die Suche nach den letzten freien Plätzen, die Expedition als künstlerische Form, posthumane Visionen einer unbevölkerten Welt prägen die Arbeit vieler zeitgenössische Künstler ebenso wie die Neuverhandlung des Verhältnisses von Mensch und Tier. Die SCHIRN widmet dieser wiederkehrenden Faszination eine umfassende Themenausstellung, in der Kunstwerke von 1900 bis zur Gegenwart präsentiert werden. Bedeutende Arbeiten von rund 30 Künstlern – von Henri Rousseau bis heute – beleuchten das Phänomen Wildnis nicht in erster Linie ikonografisch, sondern auch als Prinzip und Motor künstlerischen Schaffens. Das Wilde, Ungezähmte, nicht Kultivierte hat Künstler seit Beginn der ästhetischen Moderne immer wieder in ihren Bann gezogen. „Wildnis“ diente dabei immer auch als Projektionsfläche für das Andere und das Fremde, für die Sehnsucht nach einem ursprünglichen Leben jenseits der Grenzen der Zivilisation. Im heutigen Zeitalter des Menschen scheint die Utopie eines von Kultur und menschlichem Einfluss fernen Naturzustands überholt. Die Auseinandersetzung mit tradierten Bildern und Fiktionen von Wildnis aber erweist sich als lebendiger denn je.

Georgia O'Keeffe, From the Plains ll, 1954, Öl auf Leinwand, 122 x 183 cm, Museo Thyssen-Bornemisza, Madrid