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Lesungen aus "Meisterinnen des Lichts"
LESUNG MIT ALISSA WALSER UND ANNETTE PEHNT
Am 23. April, dem 13. Welttag des Buches, lesen die Autorinnen Alissa Walser, Preisträgerin des Ingeborg-Bachmann- und des Bettina-von-Arnim Preises, und Annette Pehnt, prämierte Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin, im Schirn Café ihre Erzählungen aus dem Band „Meisterinnen des Lichts“. Der Erzählungsband erschien im Rahmen der Ausstellung „Impressionistinnen. Berthe Morisot, Mary Cassatt, Eva Gonzalès, Marie Bracquemond“.
Anlässlich der Impressionistinnen-Ausstellung haben sich vier renommierte Schriftstellerinnen literarisch dem Leben und Wirken der vier impressionistischen Künstlerinnen genähert. Diane Broeckhoven, Noëlle Châtelet, Annette Pehnt und Alissa Walser ließen sich von der Kunst und den Lebensläufen der Künstlerinnen inspirieren und skizzierten Momente, wie sie sich im Leben der Malerinnen abgespielt haben könnten. Entstanden sind vier faszinierende und einfühlsame Erzählungen über vier Wegbereiterinnen eines neuen, veränderten Frauenbildes im Paris des 19. Jahrhunderts aus der Perspektive von schreibenden Kolleginnen am Beginn des 21. Jahrhunderts.
Alissa Walser folgt in ihrer Erzählung „Ist ihr Leben, nicht ihr Bild“ Berthe Morisot in ihrer unbeirrbaren Leidenschaft zu Malen und beschreibt die tiefe Verbundenheit Morisots zu ihrer ebenfalls künstlerisch tätigen Schwester Edma. Die Autorin zeichnet die Überlegungen der noch unverheirateten jungen Frau nach, wie die Realität und das künstlerische Dasein und wie Beruf und Familie tatsächlich zu vereinen wären, um schließlich Morisots Experiment, die Kunst und ihre Ehe mit Eugène Manet, durch die Augen der Künstlerin zu betrachten.
Annette Pehnt taucht ein in die Welt von Marie Bracquemond. In ihrer Erzählung „Wo Weiß ins Violett springt“ lässt sie die Künstlerin selbst erzählen, wie sehr ihr die Rolle als bürgerliche Hausfrau und der Neid ihres Mannes auf ihre Karriere zu schaffen machten. Mit den Worten Annette Pehnts reflektiert Bracquemond, warum Sie sich für den Künstler Félix Bracquemond entschied, beschreibt die schwierige Beziehung und beobachtet, wie ihr Mann auf den von ihr organisierten Soiréen mit den Künstlerkollegen Degas, Manet, Gauguin, Rodin immer wieder Streit sucht.
ANNETTE PEHNT
Annette Pehnt, geboren 1967 in Köln, lebt mit ihrer Familie in Freiburg. Sie studierte Keltologie, Anglistik und Germanistik in Freiburg, Berkeley/Kalifornien und Galway/Irland, promovierte über irische Literatur. 2001 „Ich muss los“ (Roman), 2003 „Insel“ (Roman), 2005 „Herr Jakobi und die Dinge des Lebens“ (Prosa), 2006 „Rabea und Marili“ (Kinderbuch), „Haus der Schildkröten“ (Roman), 2007 „Annika und die geheimnisvollen Freunde“ (Kinderbuch), „Mobbing“ (Roman).
ALISSA WALSER
Alissa Walser, 1961 als jüngste Tochter von Martin Walser geboren, lebt in Frankfurt am Main. 1981–1986 studierte sie in New York und Wien Malerei. Für ihre Erzählung „Geschenk“ erhielt Alissa Walser 1992 in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis und im selben Jahr den Bettina-von-Arnim-Preis. 1994 erschien der Erzählungsband „Dies ist nicht meine ganze Geschichte“. Im Jahr 2000 folgt der zweite Erzählungsband „Die kleinere Hälfte der Welt“. Neben ihrer Tätigkeit als freie Schriftstellerin arbeitet sie als Übersetzerin aus dem Englischen.
LESUNG MIT LESLIE MALTON UND FELIX VON MANTEUFFEL
Am Mittwoch, den 21. Mai um 19 Uhr liest die Schauspielerin Leslie Malton (bekannt durch zahlreiche Film- und Fernsehrollen und seit 2001 am Schauspiel Frankfurt engagiert) mit ihrem Kollegen und Ehemann Felix von Manteuffel (Grimme-Preisträger und Darsteller in zahlreichen Filmen sowie an allen wichtigen Theatern in Deutschland) die anderen beiden Erzählungen: „Hell-dunkel“ von Diane Broeckhoven über Mary Cassatt und „Das Brautkleid“ von Noëlle Châtelet über Eva Gonzalès.
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