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Schirn Kunsthalle Frankfurt
Römerberg
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DIE EROBERUNG DER STRASSE. VON MONET BIS GROSZ
15. Juni - 3. September 2006
Das urbanistische Bezugssystem, das die Metropolen des französischen Impressionismus und des deutschen Expressionismus miteinander verbindet, ist Ausgangspunkt der von Karin Sagner, Vittorio Magnago Lampugnani und Matthias Ulrich kuratierten Ausstellung in der Schirn. Die Ausstellung verfolgt die städtebauliche Spur, die von den nachhaltigen Interventionen des Barons Georges-Eugène Haussmann (1809–1891) in Paris bis zu der umfassenden Neubebauung Berlins unter James Hobrecht (1825–1902) reicht, und beleuchtet die Auswirkungen auf die bildende Kunst. In der Gegenüberstellung von Paris und Berlin zeigt sich, wie die Faszination und Neugier, mit der impressionistische Maler wie Claude Monet oder Camille Pissarro die Anonymität des städtischen Bürgers protokollierten und dabei das Genre der Landschaftsmalerei in den urbanen Raum verschoben, im deutschen Expressionismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Schrecken der Gesellschaft umschlugen und die Stadt, vor allem bei George Grosz oder auch Ludwig Meidner, sich geradezu pervertiert und in ein lebendiges Wesen, ein wildes Raubtier verwandelt darbot. In vier Kapiteln – „Boulevard und Straße“, „Urbane Inszenierung“, „Mobilität und Technik“ sowie „Kommerz, Spektakel, Aufruhr“ – wird anhand von nahezu 300 Gemälden, Fotografien, Stadtplänen, Grafiken, Plakaten und Filmen ein weites Panorama des gesellschaftlichen, vor allem des bürgerlichen Lebens in den beiden Metropolen vorgestellt.
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VEREIN DER FREUNDE DER SCHIRN KUNSTHALLE E.V.
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